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2006-

Vereinschronik  1900-1946 

 

Aus den Anfängen des Fußballvereins Obereichstätt.

 

Die Geschichte des Sportbetriebes Obereichstätt reicht zurück bis in die Zeiten des 1. Weitkrieges! Geprägt war der damalige Sportbetrieb von geistlicher Seite, d. h. der jeweilige Pfarrherr war Motor des sportlichen Geschehens.

 

Als gebürtiger 1900er konnte insbesondere Josef Hartinger über den Beginn des Fußballspielens in Obereichstätt anschaulich Auskunft geben. Danach haben die Buben des Dorfes - wie wahrscheinlich überall im Land auch - zu Beginn dieses Jahrhunderts Fußball gespielt. Vor allem verdankte man die Sportbegeisterung dem damaligen Pfarrer Zwicker. Das Problem sei halt gewesen, dass man keinen Ball hatte, und nur wenn der Pfarrer das kostbare "Sportgerät" herausgab, konnte man spielen, sagte Hartinger.

 

In den Jahren 1919 und 1920 wurde dann der "Fußball Club Obereichstätt" gegründet. Initiatoren waren der Chauffeur Siegl des Hüttenwerkes, er war ein Münchener, weiter drei Nürnberger und ein Aschaffenburger. "Die konnten als Stodterer natürlich mehr als wir", erinnerte sich Josef Hartinger. Er wurde zum 2. Vereinsvorsitzenden gewählt. Gespielt wurde auf dem Berg, entweder am Knock oder beim Harthof.

 

Zusammen mit dem FC war in Eichstätt der VfB ins Leben gerufen worden. Die Städter hatten zunächst keinen Fußballplatz und baten die Obereichstätter um Gastfreundschaft. Wie Hartinger berichtete kamen u.a. zum Spielen Karl Dollinger, die Brüder Fritz und Alois Riehl und Ludwig Knör.

 

Früh schon erfolgte die sportliche Betätigung unter geistlicher Organisation. So kam es bereits am 30.07.1917 zur Gründung der DJK-Bezirke Eichstätt, Weißenburg und Neumarkt, wobei unter anderem Obereichstätt, als Ort in dem Sport in katholischen Jugendverbänden betrieben wurden, aufgeführt ist.

 

Aus dem Programm vom Bezirksjugendtag am 21. Oktober 1917 in Weißenbug geht hervor, dass damals Fußball, Faustball, Deutschschlagball und Turnen sehr verbreitet gewesen sein müssen. Bereits 1919 wird das Programm erweitert um Hoch- und Weitsprung, 100 m Lauf und, wir wissen nicht ob dies etwas mit der Post zu tun hatte, den Eilbotenlauf.

 

Sportliche Aktivitäten dürften allerdings bereits früher gepflegt worden sein; dies allerdings in Vereinen, die sich noch nicht Sport- oder DJK-Verein nannten. So wurde 1906 der "Katholische Arbeiterverein" gegründet, dessen Präses 1907 Pfarrer Karl Schad (Pfarrer in Obereichstätt 1903 - 1908 aus Godramstein, Rheinhessen) war. Ihm folgte Pfarrer Kasper Zwicker, der 1910 Präses des Arbeitervereins und 1912 auch Präses des "Männlichen Jugendvereins", der 1910 gegründet worden war, wurde. 1920 hatte dieser Jugendverein 24 aktive und 10 außerordentliche Mitglieder. Obereichstätt zählte zu dieser Zeit 501 Seelen.

 

Weiter existierte noch ein "Preßverein", dessen Gründung im Jahre 1905 lag und 1920 - 110 Mitglieder zählte. Es dürfte sich im weiteren Sinne um eine Bücherei gehandelt haben. Aus diesen vorgenannten Vereinen dürften sich die Mitglieder der neu gegründeten DJK rekrutiert haben. Als eigentlicher Gründer der DJK in Obereichstätt kann wohl Pfarrer Adolf Speinle angesehen werden.

 

Pfarrer Speinle war überhaupt einer der Personen, die nicht nur den örtlichen DJK-Verein, sondern auch diözesanweit die DJK-Bewegung zum Blühen brachte. So wurde er am 20.11.1920, damals noch als Domkaplan in Eichstätt, zum ersten Gauvorsitzenden des DJK-Gaues Eichstätt gewählt. Auch bei dieser "Präsides-, Spiel- und Turnleiterkonferenz war Obereichstätt mit einer Delegation vertreten.

 

Das erste größere DJK-Sportfest des Gau Eichstätt, Bezirk Süd, ist für den 03.06.1923 in Unsernherrn nachgewiesen. Leichtathletische Kämpfe, Schauturnen, Faustball, Deutschball und Fußball sind die Sportarten, in denen sich Teilnehmer aus Eichstätt, Ingolstadt, Obereichstätt, Treuchtlingen und Weißenburg messen.

 

Laut Siegerliste, die noch im bischöflichen Archiv aufliegt, konnten sich folgende Obereichstätter platzieren: Bayerle, Wieler und Steib Josef. Laut Zeitungsbericht über diese Veranstaltung erzielte Obereichstätt einen Preis im "Erstellen von Pyramiden".

 

Bei diesem Bezirksfest wurde auch erstmalig eine fußballerische Tätigkeit außerhalb der Grenzen von Obereichstätt nachgewiesen. Nach mündlicher Überlieferung hat die Dorfjugend bereits unter dem Pfarrer Kasper Zwicker dem "Leder nachgejagt, Ein großes Problem hat seinerzeit die Gestellung eines Balles dargestellt. Nur wenn der Pfarrer den Ball herausrückte, konnte dem Vergnügen des Fußballspielens nachgekommen werden.

 

Auf dem Programm wurde nämlich ein Propagandaspiel im Fußball zwischen Unsernherrn und Obereichstätt angekündigt. Der Berichterstatter beklagte sich, dass das Fußballspielen dominierend geworden ist, weil gleichzeitig das Fuß-, Faust- und Deutschballspiel begonnen hat und keine einzige Seele aus der Zuschauermenge (es waren mehr als 200 Aktive anwesend) zum Faust- bzw. Deutschballspiel sich verirrte. Die Obereichstätter verloren das Fußballspiel 5:0.

 

Unter Pfarrer Speinle wurde dann etwa 1924 aus dem FC ein DJK-Verein. Die Deutsche Jugendkraft ist kirchlich geprägt. Dazu sagte Karl Müller, der Ortsgeistliche Adolf Speinle sei auch Jugendpfarrer für den Kreis gewesen und habe es besonders verstanden, die Buben für den Sport zu begeistern. Er habe in jedem Jahr Sportfeste arrangiert und Müller erinnerte sich noch gut, dass man so genannte lebende Pyramiden baute. Seinerzeit wurde auch Faustball gespielt.

 

Als Fußballplätze in der FC- und DJK Zeit mussten neben dem schon erwähnten Knock und beim Harthof auch die Talwiesen herhalten. Vor allem am "Meierspoint“ wurden Spiele ausgetragen und Karl Müller weiß noch heute, dass man immer wieder die Tore verstellte, um das Gras nicht zu sehr zu vertrampeln. Angetreten wurde oft gegen den VfB Eichstätt und gegen die Mariensteiner. Noch heute ist Karl Müller stolz darauf, Mittelläufer in der siegreichen Mannschaft gewesen zu sein, als die DJK Obereichstätt im Endspiel um die Kreismeisterschaft den VfB Eichstätt mit 3 : 2 bezwang.

 

Die Sportplatzsituation muss zum damaligen Zeitpunkt alles andere als befriedigend gewesen sein. Neben dem Hauptsportplatz 'Am Knock" wurde auch beim Harthof und im Tal beim "Meierspoint" dem Leder nachgejagt. Diese misslichen Lagen führten zu Überlegungen, einen zentralen Sportplatz zu bauen. Dieser wurde dann zu Beginn der 30er Jahre in Eigeninitiative auf der ehemaligen Schlackenhalde des königlichen Bayerischen Hüttenwerkes angelegt. Dieser Platz war bis zur Anlage des zweiten Sportplatzes Ende der 80er Jahre der einzige Platz, auf dem Fußball gespielt werden konnte.

 

An den Sportplatz, der innerhalb von zwei Jahren durch alleinige Handarbeit errichtet worden war, erinnert heute noch die Gedenktafel für den beim Bau des Platzes tödlich verunglückten Sportkameraden Anton Strobel.

 

Lange konnten sich die Obereichstätter Sportler über den Platz nicht freuen. Die Machtübernahme der Nazis und die damit verbundene Gleichschaltung der Vereine behinderten auch die sportlichen Aktivitäten in Obereichstätt. Der Ausbruch des 2. Weltkrieges brachte sie ganz zum Erliegen. Erst nach Beendigung des fürchterlichen Krieges gingen junge Menschen wieder daran, den Sport in Obereichstätt neu zu beleben.

 

DJK Eichstätt und DJK Obereichstätt nach einem Spiel in Eichstätt auf dem VfB Platz in den 30er Jahren. Die Spieler der DJK Obereichstätt waren: Strobel Andreas, Steib Karl, Renn Hermann, Renn Josef, Renn Karl, Müller Karl, Osiander Josef, Bittl Johann, Pfefferle Mathias, Reichard Georg, Steib Anton.

 

Mit Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden die DJK Vereine aufgelöst. Karl Müller ging zusammen mit Sepp Osiander und Anton Steib zum VfB nach Eichstätt. Nach seinem Wegzug aus Obereichstätt spielte Müller bis 1938 beim MTV Ingolstadt, kam aber immer wieder auch nach Eichstätt, um auf dem grünen Rasen auszuhelfen.

 

In der Kriegszeit dachte natürlich niemand ernsthaft an das Fußballspielen. Erst im Jahr 1946 war es wieder soweit, dass man überhaupt Lust hatte, dem Ball nachzulaufen und Tore zu schießen. Der Fußball-Verein Obereichstätt wurde gegründet.

 

Wechselvoll war das Schicksal des Vereins, unzählige junge Männer und seit ein paar Jahren in der Volleyballabteilung und bei der Gymnastik auch Frauen, kamen zusammen, um Sport zu treiben aber auch, um ein paar gesellige Stunden zu verbringen. Natürlich blieb es nicht aus, dass das Vereinsbarometer auch einmal tief stand, doch immer wieder fanden sich tatkräftige Obereichstätter, die das Steuer in die Hand nahmen, es herumrissen und den Ortsbürgern weiter die Gelegenheit boten vornehmlich durch den Fußballsport ihrer eigenen Gesundheit zu dienen. Die Hürden die es in all den Jahren zu meistern galt, waren hoch. Die Platzfrage beispielsweise war gar nicht leicht zu lösen und noch heute spielt man auf der planierten einstigen Schlackenhalde des königlichen Hüttenwerkes.


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Vereinschronik 1946 -1970   

Gründung FV Obereichstätt

 

Vereinsgründung und Mitglieder

 

Der Fußballverein Obereichstätt wurde am 1. Mai 1946 gegründet. Die Vereinsgründung ist in der Niederschrift über die Generalversammlung schriftlich festgehalten worden.

 

Erster Vereinsvorsitzender war somit Paul Kluy sen., dem Max Bierfreund (angeblich bei Fam. Margraf beschäftigt) als 2. Vorsitzender, Ludwig Kätzelmeier als Schriftführer und Georg Rumpf als Kassier zur Seite standen.

 

Nicht mehr feststellbar ist leider, wer die restlichen 21 Versammlungsteilnehmer waren und wer von ihnen dem Verein als Gründungsmitglied beigetreten ist. Als Gründungsmitglieder können aber zumindest jene Mitglieder angesehen werden, die nur 3 Monate später, nämlich am 20. Juli 1946, nachweislich an einer Generalversammlung (über deren Inhalt keine Aufzeichnungen vorliegen) teilgenommen haben. Neben den 4 Vorstandsmitgliedern waren dies:

 

Alfred Adametz                                   Georg Hörner                                     Karl Müller

Georg Scholz                                      Adolf Baier                                          Lorenz Jobst

Xaver Müller                                        Albert Vielberth                                  Johann Bittl

Willi Jobst                                            Michael Neulinger                            Josef Vielberth

Michael Buckl                                     Matthias Kätzelmeier                        Alfons Neumeier

Hans Waigl                                         Josef Fürsich                                     Emil Kluy

Roman Schefzik                                 Karl Waigl                                           Willi Greiner

Karl Kohl                                              Erhard Schlechte                              Franz Hörner

Karl Merkl                                            Wendelin Schneider

 

Von den noch im Gründungsjahr 1946 beigetretenen Mitgliedern sind bekannt:

 

Franz Adametz                                   Josef Hartinger                                  Max Margraf

Max.Rußer                                          Walter Anding                                   Otto Heimisch

Bonifaz Merkl                                      Josef Schneider                                Franz Betz

Xaver Heimisch                                   Franz Merkl                                       Georg Stachel

Xaver Biber                                         Franz Jobst                                       Richard Muggenthaler

Karl Vielberth                                      Karl Buckl                                         Paul Kluy jun.

Max Regler                                         August Winhard                                Leonhard Eberle

Matthias Lang                                    Josef Renn                                        Michael Fürsich

MichaelLang                                       Karl Renn sen.                                 Xaver Greiner

Hans Ludwig                                      Karl Rußer


Niederschrift über die Gründungsversammlung des am 1. Mai 1946 gegr. Fußball – Vereins Obereichstätt.

 

Nachdem nach und nach ein Teil der sportbegeisterten Jugend von Obereichstätt aus der Gefangenschaft in die Heimat zurückgekehrt war, wurde von allen Seiten wieder eine allgemeine Sportbetätigung herbeigeführt. Demzufolge wurde eine Versammlung für den 1. Mai verabredet, die dann zur Gründungsversammlung des Fußballvereins Obereichstätt wurde.

 

Die Versammlung wurde von insgesamt 25 männlichen Sportanhängern besucht. Als man sich auf den Zweck und die Ziele des Vereins geeinigt hatte, wurde in geheimer Abstimmung jeweils einstimmig folgender Vereinsausschuss gewählt:

 

Kluy Paul sen.                      I.  Vorsitzender

Bierfreund Max                    II. Vorsitzender

Kätzelmeier Ludwig             Schriftführer

Rumpf Georg                      Kassier

 

Der Vereinsausschuss hat sich den derzeitigen und künftigen Mitgliedern des Vereins verpflichtet, sich entsprechend einzusetzen, damit die Ziele und Aufgaben der inzwischen aufgestellten Satzungen jederzeit gewahrt werden und der gegründete Verein bestrebt ist, die heranwachsende Jugend für sich zu gewinnen, diese sportlich und im Gemeinschaftsgeist zu erziehen.

 

I. Vorsitzender

gez. Paul Kluy sen.


 

Mit Stand 31.12.1946 wurden dem Bayer. Staatsministerium für Unterricht und Kultus insgesamt 65 Mitglieder unter folgender Aufschlüsselung gemeldet: 30 aktive Mitglieder für die Sparten Fußball und Leichtathletik sowie 35 passive Mitglieder mit folgender Altersschichtung:  6 - 13 Jahre: Keine Mitglieder, 14 - 18 Jahre: 20 Mitglieder, über 18 Jahre: 45 Mitglieder

 

In der Folgezeit, etwa bis zur Währungsreform im Juni 1948 war die Mitgliederentwicklung zum Teil recht erheblichen Schwankungen mit insgesamt leicht fallender Tendenz unterworfen. Etliche spät aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrende junge Männer traten dem Verein bei, andere, meist Vertriebene und Ausgebombte, wanderten ab. Ende 1948 gehörten dem Verein nur mehr 55 Mitglieder an, und zwar 15 Schüler, 15 Jugendliche und 25 Erwachsene. Dieser Stand gilt in etwa auch für die folgenden Jahre, jetzt allerdings wieder leicht ansteigend.

 

Erwähnt sei ferner, dass der Verein vorübergehend auch weibliche Mitglieder hatte. In der Niederschrift über eine Mitgliederversammlung am 13.6.1947 sind davon namentlich genannt:

 

Irmgard Anding, Gertraud Bartag, Maria Beck, Maria Fürsich, Zenta und Walli Hirschbeck, Rosa Schneider, Friedl Schöneweis, Lilo Schwarz, Friedl Wöllner und Elly Wrusch.

 

Ihre Vereinszugehörigkeit bezog sich auf die Sparte Leichtathletik, die allerdings allein schon wegen der fehlenden Einrichtungen und Gerätschaften keine dauerhafte Zukunft haben konnte und deshalb nur für kurze Zeit (etwa 1947) bestand.

 

Ein besonderes und zugleich auch zeitgeschichtlich aufschlussreiches Kapitel der Vereinsgründung war wohl die Zulassung des neu gegründeten Vereins durch die Behörden, insbesondere der amerikanischen Besatzungsmacht. Zwei Genehmigungsverfahren lassen sich feststellen.

 

Zu einem ersten Genehmigungsantrag wurde der Verein mit Schreiben des damaligen Sportbeauftragten beim Landratsamt Eichstätt, Hans Denzinger (der auch ein maßgeblicher Funktionär beim VfB Eichstätt war) am 23.5.1946 aufgefordert. Neben den solchen Anträgen üblicherweise beizufügenden Unterlagen waren vorzulegen:

eine vom Vorstand unterzeichnete Erklärung darüber, dass die Organisation keine militärische oder vormilitärische Tätigkeit entfalten will und keine aktiven früheren Nazis aufnimmt";

die Erklärung eines Offiziers der Militärregierung in Eichstätt, dass die politischen Fragebögen (zur Entnazifizierung!) der Vereinsleiter überprüft und "diese Persönlichkeiten" als Vereinsleiter zugelassen sind.

 

Einem Anmahnungsschreiben vom 7.12.1946 ist zu entnehmen, dass das Genehmigungsverfahren wegen bereits im Juli 1946 erfolgter Veränderungen in der Vereinsführung erschwert und verzögert worden ist.

 

Bereits nach einem knappen Vierteljahr war 1. Vorstand Kluy wegen Arbeitsüberlastung zurückgetreten und 2. Vorstand Bierfreund nach Berlin verzogen.

 

Der Militärregierung wurden die Änderungen wie folgt angezeigt:

 

Foot Ball Club Obereichstätt, July 1946

 

List of the Club Management

 

Ist Chairman:                      Michael Buckl, Obereichstätt

Ilnd Chairman:                    Matthias Lang, Obereichstätt

Treasurer:                          Georg Rumpf, Obereichstätt

Scribe:                                Ludwig Kätzelmeier, Obereichstätt

 

Ist (First) Chairman            Ilnd (Second) Chairman                   Treasurer                             Scribe

1. Vorstand                           2. Vorstand                                     Kassier                           Schriftführer


Der Fußballverein Obereichstätt dürfte damit mit zu den ersten nach dem Krieg gegründeten bzw. wieder gegründeten Sportvereinen im Landkreis Eichstätt gehören.

Zu einem zweiten Genehmigungsverfahren kam es dann bereits im darauf folgenden Jahr 1947. Anlass dazu gab die mittlerweile von der Besatzungsmacht den deutschen Behörden erteilte Befugnis, Sportorganisationen in eigener Zuständigkeit zuzulassen. Wiederum mit Schreiben des Sportbeauftragten Hans Denzinger wurden alle Sportvereine im Kreis Eichstätt beauftragt, "sich schnellstens um eine Lizenz zu bemühen", auch wenn eine solche von Seiten der Militärregierung bereits schon bestehe.

 

Die Anträge waren u.a. mit folgenden Auflagen verbunden:

 

1. "Mitläufern" (Begriff aus dem Befreiungsgesetz) dürfen leitende Funktionen (Vereinsausschuss)" nicht übertragen werden.

 

2. "Personen, die unter die Jugend- bzw. Weihnachtsamnestie fallen, bedürfen zur Obernahme von Funktionen einer Ausnahmegenehmigung". Für drei Mitglieder der amtierenden Vorstandschaft waren solche Ausnahmegenehmigungen einzuholen (1 Fall mit Weihnachts- und 2 Fälle mit Jugendamnestie).

 

3. Das Zulassungsgesuch ist von mindestens fünf Personen als Bürgen zu unterzeichnen. Diese Bürgen waren Xaver Müller, Alfons Neumeier, Michael Neulinger, Hans Pfefferle und Willi Jobst.

 

4. Beigefügt werden müssen die Spruchkammerbescheide für alle Mitglieder der Vorstandschaft und die Bürgen.

 

5. "Eine Erklärung des Vereinsvorstandes, dass er sich verpflichte, Hauptschuldige, Belastete und Minderbelastete im Sinne des Befreiungsgesetzes nicht als Mitglieder in den Verein aufzunehmen."

 

Die Erklärung wurde am 3.9.1947 von Karl Strobel abgegeben.

 

6. Die Erklärung von drei politisch vollkommen unbelasteten Personen (die nicht zugleich Bürgen sein sollen), "dass alle jetzigen und künftigen Mitglieder politisch vollkommen einwandfrei oder nicht mehr als Mitläufer nach dem Befreiungsgesetz sind, und dass die Tätigkeit des Vereins mit den demokratischen Zielen der Besatzungsmächte übereinstimmt, d.h. dass sie weder umstürzlerisch noch militaristisch oder nationalsozialistisch ist und in keiner Weise den Nationalsozialismus fördert."

 

Abgegeben wurde diese Erklärung ebenfalls am 3.9.1947 von Michael Buckl, Johann Stark und Franz Tratz.

 

Die Lizenz, "sich im Kreis Eichstätt als Verein zu organisieren" wurde vom Landratsamt Eichstätt am 7.11.1947 erteilt. In dem Zulassungsschreiben wird der Verein ausdrücklich auf die strikte Einhaltung aller Auflagen und die Folgen bei deren Nichtbeachtung (Suspendierung bzw. Auflösung des Vereins durch die Militärregierung) hingewiesen.

 

 

Der alte Kassenbestand war 400,38 Reichsmark und der Mitgliederbeitrag 225,50 Reichsmark. Der Fußball-Verein fängt mit einem Gesamtbetrag von 625,88 Reichsmark seinen Neuanfang an.

 

Ein paar Ausgabeposten aus dem Jahr 1947 mögen interessant sein. Für ein Spiel am 6. April gegen Ingolstadt-Ringsee wurden 114,60 Reichsmark bezahlt und 84 Reichsmark eingenommen. Am 18. April wurde für die Reparatur von Fußballblasen 2,50 Reichsmark bezahlt. Beim Spiel gegen die Reserve des VfB in Eichstätt am 1. Mai 1947 gaben die Zuschauer 86,50 Reichsmark an Eintrittsgeldern.

 

Zwei Paar Fußballschuhe kaufte der FV am 14. Juli 1947 und zahlte dafür 55,50 Mark. Drei Ster Eichenprügel kosteten 17,50 Mark (31. Juli). Ein Schlagerspiel scheint die Begegnung mit Wellheim vom 28. September 1947 gewesen zu sein, denn es gingen 147,32 Reichsmark ein. Für den Schiedsrichter bei dem Treffen mussten 15,60 Mark berappt werden.

 

Für ein Einnahmeplus im November 1947 sorgte eine Spende von Xaver Schöpfel in Höhe von 50 Reichsmark. Für den Kameradschaftsabend am 15. Dezember 1948 wurden 65,50 Mark ausgegeben und für einen Prostet nach dem Spiel Solnhofen gegen Obereichstätt am 15. Dezember 1948  21,50 Mark. Ein warmer Regen für die Vereinskasse war ein Totozuschuß von sage und schreibe 500 Mark, der am 23. Mai 1949 überwiesen worden war. Dafür wurden postwendend vier Paar Fußballstiefel gekauft, die 148,50 Mark kosteten.              

In den Annalen des Fußball-Vereins Obereichstätt findet sich erstmals eine Niederschrift einer Generalversammlung am 30. Juli 1949. Dazu waren 31 Mitglieder gekommen. Wesentlichster Punkt war die Neuwahl des Vorstands, die folgendes Ergebnis brachte: Vorsitzender Xaver Biber, zweiter Vorsitzender Hermann Renn, Schriftführer Egid Vielberth, Spielleiter Paul Kluy, Kassier Georg Rumpf, Zeugwart Bonifaz Merkl, Spielleiter Karl Strobl und Karl Renn.


Spielbetrieb

 

Als Mitglied des Bayer. Landessportverbandes gehörte der Fußballverein Obereichstätt ab 1946 zum "Gruppenausschuss" (später in Bezirk umbenannt) Weißenburg und war mit seiner ersten Seniorenmannschaft (weitere Mannschaften existierten anfänglich noch nicht) in die dortige III. Liga eingereiht, zusammen mit den Vereinen Dollnstein, Dietfurt, Mörnsheim, Monheim, Rennertshofen, Röttenbach (bei Pleinfeld), Solnhofen, Stirn und Wellheim. Der Verbandsspielbetrieb in dieser Liga wurde bereits Anfang Juli 1946 aufgenommen. Nur Monheim, Rennertshofen, Wellheim und Obereichstätt (vermutlich am 28. Juli) begannen jeweils zwischen 3 und 5 Wochen später.

Dies geht aus einer Tabelle mit Stand 1.9.1946 hervor Der FVO in seinen ausgebleichten schwarz-grau gestreiften Trikots (ohne Vereinsaufschrift und ohne Rückennummern!) war damals mit 4 Siegen, 1 Unentschieden und 1 Niederlage, einem Torverhältnis von 21:10 und mit 9 : 3 Punkten Tabellenvierter (Tabellenführer mit 9 Spielen und 14:4 Punkten war Dollnstein, Tabellenletzter war Dietfurt mit 4 : 14 Punkten.)

Leider sind nicht mehr alle Spieler bekannt, die von Anfang an (und in den unmittelbar darauf folgenden Runden) zum Spielerkreis der 1. Mannschaft gehört haben. Zu den ersten Spielern zählen:

 

Franz Adametz                    Franz Merkl                         Xaver Müller

Erhard Schlechte                Franz Hörner                      Karl Merkl

Michael Neulinger               Wendelin Schneider           Willi Jobst

Karl Müller                          Alfons Neumeier                Josef Vielberth

 

sowie von auswärts:

 

Michael Fürsich (Schernfeld), Georg Stachel (Wasserzell), Willibald Nieberle (ESV Eichstätt), Leo Binder, Xaver Böll und Anton Pfaller vom VfB Eichstätt, Vadovas Steponavicius und Stays Madzehiauskas, zwei Exil-Balten aus dem UNRA- Lager Rebdorf (die später in die USA bzw. nach Australien auswanderten). Aus späteren Zugängen (bis etwa 1948) sind noch nachweisbar Bronius Meskauskas (genannt "Bruno" und ebenfalls UNRA- Angehöriger), Johann Bittl, Eduard Fürsich, Erich Saalbach, Hans Hampel, Hans Waigl, Rudolf Böhm, Rudolf Rindfleisch und schließlich Heiner Orthgieß, der 1948 als damaliger Lehrer in Obereichstätt zum FVO wechselte und bis dahin der seinerzeitigen Meistermannschaft des VfB Eichstätt angehörte. Letzterer war es schließlich auch, der als Spielertrainer einen geordneten Trainingsbetrieb einführte und eine Schüler- und Jugendmannschaft aufbaute. (Es gab zwar vorher schon in lockerer Form eine Jugendmannschaft und auch eine 2. Mannschaft, die aber nur gelegentlich, meist zu Vorspielen der 1. Mannschaft antraten.)

 

Es mag heutzutage erstaunen, wie in der damaligen Zeit überhaupt ein geregelter Sportbetrieb durchführbar war. Ein Jahr nach Ende eines verheerenden Weltkrieges, wo es "hinten und vorne" an allem fehlte, wo die Sorge und der Kampf um das tägliche Brot, um ein Dach über dem Kopf, um Arbeit und Einkommen das Leben der Menschen bestimmte. Wie konnte man da noch an Sport denken?

 

Zumal es keine gut ausgebauten Sportplätze und schon gar keine Vereinsheime mit Duschräumen und Umkleidekabinen gab. Wo man schon zufrieden war, wenn der Vereinswirt einen Trog mit kaltem Wasser bereitstellte, in dem sich die 11 Spieler gemeinsam von Schmutz und Schweiß befreien konnten. Vermögend war der Verein, der einen oder gar zwei Fußbälle besaß (geschnürte Lederbälle, die sich bei Nässe in eiförmige und kiloschwere Klumpen verformten und als solche bei Kopfbällen durchaus für eine Gehirnerschütterung gut sein konnten), und glücklich jene Spieler, die ein Paar ausgetretene Fußballschuhe ("Schläuche" im wahrsten Sinn des Wortes) ihr eigen nennen konnten. Fahrten zu Auswärtsspielen waren beschwerliche Tagesreisen, für die weder Auto noch Omnibus zur Verfügung standen.

 

Verkehrsmittel waren die Bahn mit ihren wenigen Zügen, sperrmüllverdächtige Fahrräder und gelegentlich das "Milchauto" der Firma Lamm aus Mörnsheim. Da es außer der "Öffentlichen" so gut wie keine Telefone gab, war meist die Postkarte das einzige Verständigungsmittel zwischen den Vereinen. Und trotzdem ging es! Im Folgenden sei an einige solcher "besonderen Umstände" jener Zeit erinnert.


Im Rundschreiben des BLSV, Sparte Fußball, vom 25.11.1946 wird den Vereinen u.a. mitgeteilt:

 

Fußballschuhe

 

Wach langen Verhandlungen ist es gelungen, von der Landesstelle die Genehmigung zur Herstellung von Fußballschuhen zu erhalten. Die Verteilung der Schuhe erfolgt durch die Landes - Spartenleitung an die Kreise auf Grund der bezogenen Spielerpässe. Die Kreise haben die Verteilung dementsprechend an die Vereine durchzuführen.

 

Die Fabrikation der zugeteilten Mengen wird auf 1 Jahr verteilt. Es können deshalb nicht alle Kreise bzw. Vereine gleichzeitig in der zustehenden Gesamtmenge berücksichtigt werden, sondern die Belieferung erfolgt durch Teilsendungen, Die Dringlichkeit des Bedarfes der einzelnen Vereine ist durch den zuständigen Kreis festzustellen."

 

Sportbekleidung für Jugend

 

"Die amerikanische Militärregierung stellte u.a. Fußballschuhe für Jugendorganisationen zur Verfügung. Die Verteilung wird durch die Jugendausschüsse vorgenommen. Leider konnte bisher bei der Verteilung die Einschaltung des Sportverbandes nicht erreicht werden, um den tatsächlich sporttreibenden Jugendlichen eine Zuweisung von Fußballschuhen zu sichern. Die lizenzierten Jugendgruppen wollen sich deshalb, wenn noch nicht geschehen, sofort an den zuständigen Kreis- Jugendausschuss wegen Zuweisung von Schuhen, Bällen usw. wenden. "Fußballhüllen und -blasen sind bisher noch nicht zur Herstellung genehmigt worden.“

 

Ein entsprechender Antrag des Vereins im Jahr 1947 auf Zuteilung eines Fußballes und 4 - 5 Paar Fußballschuhen hatte nur teilweise Erfolg. In einem Antwortschreiben des Bezirksspielleiters Riedmayer, Treuchtlingen, heißt es dazu u.a.:

 

"Dass Ihnen der Bezirksspielleiter über den Kreis keinen Fußball besorgen konnte, geht es Ihnen nicht anders als allen anderen Vereinen. Nachdem Sie noch einen spielfähigen Ball haben, rate ich Ihnen, den jeweiligen Gegner zu ersuchen, als Reserve einen Ball mitzubringen."

 

Letzteres praktizierten z.B. die Vereine Dietfurt und Monheim, die 1946 zu den auf ihren Plätzen stattfindenden Verbandsspielen wissen ließen-.

 

Es wäre angebracht, wenn Sie einen Ball mitbringen könnten" (Dietfurt) und "Ferner müssen wir Sie leider bitten, die nötigen Bälle mitzubringen, da unsere sämtlichen Bälle augenblicklich in Reparatur sind und infolge widriger Umstände bis zum Sonntag nicht fertig werden. " (Monheim)

 

Etwas mehr Glück hatte der Antrag bezüglich der Fußballschuhe. Obwohl es zunächst geheißen hatte, dass die Fabrikation vorübergehend eingestellt bzw. verboten worden sei, erhielt der Verein am 28.6.47 über das Sportgeschäft Wurzel in Weißenburg dann doch 2 Paar.

 

Mit Schreiben vom 8.11.1946 teilt der Fahrbereitschaftsleiter beim Landratsamt Eichstätt mit, dass nach einer Anordnung des Bevollmächtigten für den Nahverkehr in München Omnibusfahrten für Sportmannschaften nur bis zu einer Entfernung von 20 km ausgeführt werden dürfen.

 

Die Hinfahrt zum Verbandsspiel in Rennertshofen am 8.9.1946 erfolgte mit dem Personenzug IngoIstadt Hbf ab 5.06 Uhr; Abfahrt in Obereichstätt also gegen 5.45 Uhr!

 

Zu einer interessanten Vereinbarung (vermutlich mit Milchfahrern der Fa. Lamm, Mörnsheim) kam es am 24. Juli 1946:

 

Bestätigung Die Unterzeichneten verpflichten sich, die Spieler des Fußballvereins Obereichstätt am Sonntag, den 25.7.1948, nach Beendigung eines Spiels von Mörnsheim bis Dollnstein mit einem Fahrzeug zu fahren.

 

Obereichstätt, den 24.7,1948

 

gez. Hanrieder Josef         gez. Langenmoser Josef


Ein Antrag an das Forstamt Eichstätt West, dem Verein Stangenmaterial zur Einzäunung des Sportplatzes zu liefern, wurde wie folgt abgelehnt:

 

«Ihrem schriftl. Gesuch v. 26.6.47 um Abgabe von 21 Stck. 25-30 cm starken Föhren-Zaunsäulen, 40 Stck., 8 m langen Querriegeln und 180 Stck. 6-7 m langen Derbstangen bedaure ich, nicht entsprechen zu können, weil das Forstamt wie übrigens jeder Waldbesitzer infolge der heute außergewöhnlichen Holznot, Derbnutzholz (also alles über 7 cm starke Holz) nur mehr gegen Holzeinkaufscheine oder Holzbezugs- Genehmigungen abgeben darf und bei Nichtbeachtung dieser strengen Vorschrift sich strafbar machen würde.

Aus diesem Grunde musste das Forstamt leider schon sehr viele ähnliche Gesuche um Abgabe von Zaunmaterial auch für Kleingärten, Weiden usw. abschlägig verbescheiden, trotz der damit eventuell verbundenen nachteiligen Auswirkungen für die Volksernährung.

Wenn Sie freilich Rundholzeinkaufscheine dafür vorlegen könnten, ist das Forstamt bereit und in der Lage, das benötigte Zaunmaterial abzugeben. Ich glaube aber bestimmt, dass Sie für Einzäunung von Sportplätzen solche Einkaufscheine kaum erhalten können, nachdem der doch ungleich wichtigeren Ernährungswirtschaft - bedingt durch die ungeheuere Holznot - keineswegs mehr ausreichend Rechnung getragen werden kann. Holz ist eben auch zur ganz seltenen Mangelware geworden in der heutigen Zeit. "

 

gez.: Nüßler

 

So konnte der Sportplatz seine erste Einzäunung einschließlich eines hangseitigen Ballfanges erst 1949 erhalten. Dies war in erster Linie Karl Strobel zu verdanken, der von seinem Arbeitgeber, dem Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) Ingolstadt das benötigte Rohrmaterial (450 kg Rohre zum Preis von 54 RM!) organisieren und vom BLSV aus Mitteln des Fußballtotos einen Baukostenzuschuss von 500 DM locker machen konnte.

 

Eine Besonderheit anderer Art waren seinerzeit auch die zahlreichen Spielangebote fremder Vereine, insbesondere aus dem Nürnberger Raum. Ihre Bereitschaft, in ländlichen Gebieten "gerne" Freundschaftsspiele austragen zu wollen, hatte aber wohl weniger sportliche, als vielmehr "ernährungswirtschaftliche" Hintergründe. So bot sich der Sportverein Unterreichenbach an, über die beiden Osterfeiertage 1947 nach Obereichstätt zu kommen, doch müsste der gastgebende Verein für Quartier und zusätzliche Verpflegung sorgen. Auch dem Turnerbund St. Johannis 1888 Nürnberg und dem FC Eintracht Nürnberg lag daran, "freundschaftliche Sportbeziehungen" aufzunehmen. Dem Wunsch folgte aber gleich die Bitte um Verpflegung für 18 - 20 Personen.

 

SpVgg Wellheim gegen FC Obereichstätt 2 : 5 (1 : 4): Dies ist die erste Nachricht die vom Fußballverein Obereichstätt, die sich im "Donau Kurier, Neue Zeitung für Ingolstadt und die Kreise Aichach, Eichstätt ,Pfaffenhofen, Riedenburg und Schrobenhausen" findet. Es war auf Seite 7 der Ausgabe 67 vom Dienstag, 30. Juni 1946, als letzte Zeile der Rubrik "Sport und Spiel. So eindeutig freilich haben die Obereichstätter in ihrer vierzigjährigen Geschichte nicht immer gewonnen; doch die nächste Sportnachricht vorn 30. August 1946 liest sich noch besser: FC Dietfurt gegen FV Obereichstätt 0 : 6 (0 : 4).

 

Eine 2. Verbandsrunde wurde im Zeitraum vom 10. 11. 1946 bis 18.5.1947 durchgeführt. Die III. Liga war jetzt in eine Nord- und Südgruppe unterteilt. Obereichstätt gehörte zusammen mit Dollnstein, ESV Eichstätt II, Langenaltheim, Mörnsheim, Pappenheim II, Solnhofen und Wellheim der Südgruppe an. Der FVO hat diese Runde aber nicht zu Ende gespielt. Gründe hierfür sind nicht bekannt. In einer Tabelle vom 16.3.1947 heißt es nur: "Obereichstätt und Pappenheim II sind von den Verbandsspielen zurückgetreten".

 

Gleichwohl wurde Torwart Wendelin Schneider in eine Kreisauswahlmannschaft berufen, die am 28. Juni 1947 vor 1500 (!) Zuschauern in Eichstätt ein Freundschaftsspiel gegen die 1. Mannschaft des VfB Eichstätt zugunsten der Flüchtlinge bestritt, das die Stadt-Elf mit 2 : 1 gewann.

 

Im Zeitungsbericht hieß es über Schneider: "Nicht zu vergessen sind die guten Leistungen des Schlussmannes, der sich durch seinen zähen Einsatz und sein schnelles Reaktionsvermögen würdig in diese Abwehr einschließt."

 

Ab der Verbandsrunde 1947/48 wurden die Bezirksliga I (heute A-Klasse) und die Bezirksliga II (heute B-Klasse) mit einer Nord- und Südgruppe eingerichtet.

 

Der Bezirksliga I gehörten an: Berolzheim, SV Eichstätt (ESV), Ellingen, Gunzenhausen, Ottingen, Pappenheim, Pleinfeld, Rennertshofen, Solnhofen, ESV Treuchtlingen Res. und Weißenburg.

 

Die Bezirksliga II, Gruppe Nord bildeten: Altenmuhr, Gunzenhausen II, Gunzenhausen III, Ottingen II, Pleinfeld II, Stirn, Weiboldshausen und Weißenburg II .

 

Zur Bezirksliga II, Gruppe Süd zählten: Dietfurt, Dollnstein, SV Eichstätt II, VfB; Eichstätt Res., Langenaltheim, Mörnsheim, Obereichstätt, Pappenheim II, Rennertshofen II und Wellheim.

 

Auch diese Meisterschaftsrunde stand für den FVO unter keinem allzu günstigen Stern. Am 7.12.1947 stand die Mannschaft nach 15 Spielen (also 3 Spiele vor Rundenschluss) mit je 7 Siegen und Niederlagen sowie 1 Unentschieden auf dem 5. Tabellenplatz (bei einem Torverhältnis von 29: 35 und 15 : 15 Punkten).

 

Trotz dieses an und für sich befriedigenden Mittelplatzes schlitterte der Verein nun in eine ernste Krise, die offenbar durch das Verbandsspiel in Mörnsheim am 30.11.1947 ausgelöst worden ist. Bei diesem wahrscheinlich verlorenen Spiel hat  ein in der 2. Spielhälfte mehr nach den Zureden der Mörnsheimer Vereinsanhänger und weniger nach den Bestimmungen pfeifender" Aushilfsschiedsrichter drei Obereichstätter Spieler vom Platz gestellt. Außerdem sollen auf Mörnsheimer Seite zwei gesperrte Spieler mitgewirkt haben. Obereichstätt fühlte sich "verschaukelt."

 

Vor diesem Hintergrund kam es am 2.12.1947 zu einer Spielerversammlung, in der man folgenden Beschluss fasste:

 

"Aufgrund der allgemeinen Unstimmigkeiten innerhalb der B-Klasse des Bezirks und im besonderen der Gegebenheiten des Spieles Mörnsheim - Obereichstätt am 30.11.1947, wird die Runde abgebrochen. Der Verein besteht gem. Vereinbarung bis zum Ablauf des Geschäftsjahres (3 1, Juli 48). Sportgerät wird beim Vereinsgerätewart Merkl sachgemäß aufbewahrt.

 

gez. Strobel

 

Dieser Beschluss wurde am 5.12.1947 der Bezirksspielleitung in Treuchtlingen mitgeteilt, ergänzt allerdings um die weitergehende Begründung,

dass wir bezüglich der Bälle größte Schwierigkeiten haben. Unser Antrag.... (auf Zuteilung von Bällen) konnte nicht berücksichtigt werden und somit haben wir nunmehr einen einigermaßen spielfähigen Ball.

Der Rückzug aus dem Pflichtspielbetrieb wurde, wie nicht anders zu erwarten sein konnte, von der Bezirksspielleitung abgelehnt. Ob die restlichen drei Verbandsspiele dann noch zur Ausführung gelangten, ist nicht bekannt.

Fest steht nur, dass die Mannschaft zum nächsten Spiel am 7.11.1947 in Dollnstein nicht angetreten ist und das Spiel mit X : 0 für Dollnstein gewertet wurde. Eine Folge der Einstellung des Spielbetriebes war dann u.a. auch der Wechsel von Torwart Schneider zum SV Eichstätt (bis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes 1948). 

In der außerordentlichen Generalversammlung am 24.1.1948 wurde der Beschluss vom 2.12.47 bestätigt und darüber hinaus sogar die Auflösung des Vereins beschlossen. Im Abmeldeschreiben an den BLSV hieß es dazu:

Weil wir infolge unserer geringen Einwohnerzahl nicht in der Lage sind, aktiven Sport zu betreiben. Somit bitten wir dass wir ab 1. 2.1948 nicht mehr als Fußball- Verein Obereichstätt geführt werden.

Soweit kam es dann aber doch nicht. In der nur 4 Monate später (am 27.5. 1948) abgehaltenen und von 43 Mitgliedern besuchten außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde der Beschluss vom 24.1.1948 "mit Stimmenmehrheit' wieder aufgehoben und festgelegt:


"Der Fußball- Verein Obereichstätt bleibt mit den gleichen Zielen bestehen.“

 

In der gleichen Versammlung wurden die zwischenzeitlich zurückgetretenen Mitglieder der Vorstandschaft Karl Strobel (l. Vorstand), Michael Buckl (2. Vorstand) und Franz Merkl (Schriftführer) bis zur nächsten ordentlichen Wahl ersetzt durch Xaver Biber, Hermann Renn und Egid Vielwerth. Die Wiederanmeldung des Vereins beim BLSV und beim Bezirk Weißenburg erfolgte am 1.6.1948.  Damit waren der Fortbestand des Vereines und die Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der Verbandsrunde 1948/49 gesichert, zumal in der am 21.8. 1948 stattgefundenen ordentlichen Generalversammlung 35 Mitglieder folgender Vorstandschaft überzeugend ihr Vertrauen bekundeten:

1. Vorstand: Xaver Biber, 2. Vorstand: Hermann Renn,  Schriftführer: Egid Vielwerth, Kassier: Georg Rumpf, Spielleiter: Karl Strobl

Zeugwart: Bonifaz Merkl.


Die Verbandsrunde 1948/49 wurde in der B-Klasse, Gruppe Süd ausgetragen von den Mannschaften Dietfurt, Dollnstein, SV Eichstätt, VfB Eichstätt Res., Mörnsheim, Obereichstätt, Pappenheim I, Schernfeld, Solnhofen und Wellheim. Dazu liegen aus der Vorrunde noch die folgenden Ergebnisse vor:

 

Mörnsheim           Obereichstätt       1 : 2

Obereichstätt       Schernfeld            4 : 2

Obereichstätt       Solnhofen             2 : 3

Dollnstein             Obereichstätt       2 : 0

Obereichstätt       VfB Eichstätt         4 : 1

Obereichstätt       SV Eichstätt          2 : 2

Dietfurt                  Obereichstätt      1 : 4

Obereichstätt       Pappenheim        1 : 5

 

Das Spiel Obereichstätt - VfB Eichstätt Res. am 29.8.1948 war wegen des unmittelbar davor erfolgten Wechsels des VfB-Spielers Orthgieß nach Obereichstätt, ein emotional stark aufgeheiztes Schlagerspiel besonderer Art, das auch viele auswärtige Zuschauer angelockt hatte. Der eindrucksvolle 4 : 1 Sieg über den Stadtrivalen zeigte deutlich die damalige Spielstärke der Mannschaft und wurde zu einem noch lange positiv nachwirkenden Ereignis.

 

Unter diesem Aspekt bietet es sich an, mit der folgenden Wiedergabe der Nachbetrachtung zu diesem Spiel das Kapitel "Aus den Anfängen des Fußballvereins Obereichstätt" zu schließen.

 

FV Obereichstätt

 

Montag, den 30. August 1948

 

Betreff: Gestriges Verbandsspiel gegen VfB Eichstätt, Res.

 

Der Verein dankt auf diesem Wege allen Sportfreunden und besonders seinen treuen Anhängern für die gute moralische Unterstützung, die sie unserer ersten Mannschaft bei dem gestrigen schweren Spiel geschenkt haben. Sie haben damit nicht unwesentlich zu dem eindeutigen Sieg beigetragen.

 

Der Objektivität halber sei angeführt, dass die Reserve des VfB mit 3 Mann Ersatz (für Mittelläufer Stigler, den Halbstürmer Schmid 11 und dem Außenläufer Graubmann) spielen musste. Dafür stand ihnen aber der Mittelstürmer der 1. Mannschaft (Kölle Max) zur Verstärkung zur Verfügung.

 

Andrerseits war auch unsere Mannschaft gezwungen, mit 3 Ersatzleuten anzutreten, denn Hampel ist leider für lange Zeit verletzt, Müller Karl ist erkrankt und Vielberth leidet an einem beruflichen Unfall. An dem zur Verfügung stehenden Spielermaterial gemessen, waren die Chancen für beide Mannschaften also ziemlich gleich.

 

Wir geben in den folgenden Zeiten den Spielbericht wieder der vom VfB Eichstätt in seinem Vereinskasten am Hotel "Adler" über das gestrige Spiel veröffentlicht wurde. Wir überlassen es dabei vollkommen den Lesern, sich ein entsprechendes Urteil über diesen Bericht zu bilden, den wir selbstverständlich wörtlich wiedergeben.

 

(Verfasser wahrscheinlich H. Orthgieß)

 

FV Obereichstätt - VfB Eichstätt res.

 

4.- 1 (3: 0)

In der Vorschau wurde berichtet: Wenn sich die Reserven voll einsetzen und die Leistungen zeigen wie in den vergangenen Spielen, wird die Orthgieß-Mannschaft zu keinem Punkt kommen. Es kam aber anders. Die Orthgieß-Mannschaft hat bei diesem Spiel gezeigt, dass sie etwas gelernt hat. Sie hat sich voll eingesetzt und konnte ein besseres Stürmerspiel vorführen. Jedenfalls hat sie verdient gewonnen.

 

Bei den Reserven fehlten Schmid, Graubmann unrl Stigler Es soll aber keine Entschuldigung sein,' denn was die Reserven zeigten, war alles, nur kein Spiel. Hinzu kommt noch, dass sich Beilner (Anmerkung: Der Torwart) 2 grobe Schnitzer leistete, die zu 2 Toren führten. Ohne Training geht es eben nicht und das müssen sich die Leute merken. Auch ist bei einem Mannschaftskampf nicht angebracht, dass einige Spieler am Sonnabend ihre Nachtruhe vermissen.

 

Das Spiel:

 

Das Spiel war in den ersten 15 Minuten ausgeglichen. Ein schöner Kopfball von Kölle ging an die Latte. Bei einem Gegenstoß konnte der Mittelstürmer von Obereichstätt über den herauslaufenden Beilner zum 1 - 0 einsenden. In der 23. Minute wurde ein Handelfmeter zum 2: 0 verwandelt. Die Grünweißen (VfB) erzielten im weiteren Verlauf einen Lattenschuss. Sie hatten sichtlich Pech. In der 40. Minute konnte Obereichstätt auf 3: 0 erhöhen.

 

Nach dem Wechsel war das Spiel ausgeglichen. Durch einen weiteren Fehler von Torwart Beilner kamen die Obereichstätter in der 62. Minute zum 4 - 0. Ein schöner Schuss von Waldmüller ging an die Latte, der Nachschuss wurde abgewehrt. Die Grünweißen zogen nun mächtig los, doch konnte sich die Fünferreihe nicht durchsetzen. Erst in der 78. Minute gelang es Model, der auf Rechtsaußen durchgegangen war den Ehrentreffer zum 4.- 1 anzubringen. Trotz weiterer Überlegenheit blieb das Spiel beim 4 : 1 für Obereichstätt.

 

Schiedsrichter Merkl, Dollnstein, leitete gut.


In Obereichstätt wurden dank der Einsatzfreude der Spieler, durch Trainingsfleiß, aber auch durch gute Trainer doch häufig beachtliche Resultate erzielt. Immerhin befanden sich die Rot-Schwarzen doch von 1951 bis 1967 in der B-Klasse Jura-Süd und ein Jahr in der A-Klasse. In der vorliegenden Schrift, die ja auch Amüsantes zu Lesen bieten soll, werden deshalb weniger die vereininternen Probleme aufgerollt, sondern es sollen packende Spielberichte eine nette Jubiläumslektüre sein.

 

Zu einer schweren Auseinandersetzung kam es im November 1950, in deren Folge der Fußballverein Obereichstätt mit seinen sämtlichen Mannschaften einige Zeit für jeden Spielverkehr disqualifiziert wurde. Im Protokollauszug heißt es wörtlich, "die Täter sind bekannt, die Schiedsrichter Meyer überfielen und bewusstlos schlugen. Passiert war das Ganze beim Treffen mit Pappenheim, das laut Gerichtsbeschluss mit 10 : 0 Toren für Pappenheim gewertet wurde. Die Vereinsleitung legte gegen das Urteil Beschwerde ein und bezeichnete es "als ein großes Unrecht". Insbesondere wurde bedauert, dass die Belästigung des Obereichstätter Torwarts durch Pappenheimer Publikum geduldet worden war. Die Obereichstätter sahen sich in ihrer Ehre schwer gekränkt. Als Beweis für faires Spielen legten sie mehrere Briefe vor. So schrieb der Sportverein Eitensheim u.a.: "Wir unterhalten seit dem Jahr 1946 sportliche Beziehungen zum Fußballverein Obereichstätt. Es wurden sieben Freundschaftsspiele ausgetragen, die jedes Mal in fairer und sportlicher Manier verlaufen sind. Wir können den Obereichstättern das denkbar beste Zeugnis ausstellen".         

 

Schon im August 1950 wurde der Vorstand neu gebildet und Karl Strobel übernahm die Verantwortung. Im Spieljahr 1950/51 klappte es ausnehmend gut auf dem grünen Rasen. Die Obereichstätter wurden ungeschlagen C Klassen-Meister mit der Bilanz von 40: 16 Toren und 23 : 1 Punkten. Der Sturm musste Gewaltiges geleistet haben.' Damit war natürlich der Aufstieg in die B-Klasse klar. Am 27. Juli 1951 war wieder Generalversammlung mit Neuwahlen. Vorsitzender wurde Paul Kluy, sein Vertreter Willy Jobst, Schriftführer Paul Kluy junior, Kassier Josef Adametz, Spielleiter der 1. Mannschaft Karl Hörner, der zweiten Mannschaft Franz Adametz, Gerätewart Bonifaz Merkl, Beitragseinbringer Karl Klieber und Franz Wittmann.

 

Die Liste der Mitglieder des Fußball Vereins Obereichstätt nach dem Stand vom 1. Februar 1951: Franz Adametz, Josef Adametz, Georg Anding, Walter Anding, Xaver Biber, Karl Blahusch, Wilhelm Bittl, Ludwig Fürsich, Josef Fürsich, Xaver Greiner, Anton Grimm, Willi Greiner, Kaspar Hirschbeck, Anton Hirschbeck, Josef Hartinger, Hans Hartinger, Hans Hampel, Anton Heimisch, Josef Helmschmidt, Georg Hörner, Karl Hörner, Franz Hörner, Johann Hruschovsky, Willi Jobst, Matthias Kätzlmeier, Paul Kluy (1.8.1896), Paul Kluy (9.11.1922), Paul Knopf, König, Michael Lang, Ludwig Lutz, Max Müller, Karl Müller, Xaver Müller, Bonifaz Merkl, Andreas Merkl, Franz Merkl, Max Margraf, Michael Neulinger, Heiner Orthgieß, Karl Renn, Hermann Renn, Josef Renn, Franz Rumpf, Georg Rumpf, Josef Schneider, Wendelin Schneider, Walter Schneider, Erhard Schlechte, Josef Stiegler, Victor Stumpp, Andreas Strobel, Karl Strobel, Eduard Schöpfel, Hans Vielberth, Karl Vielberth, Josef Vielberth, Albert Vielberth, Egid Vielwerth, Karl Waigl, Hans Waigl, Josef Wechsler , Karl Weißmantel, Josef Thanner.

 

Jugendliche: Anton Beck, Adolf Fürsich, Horst Findeis, Andreas Kraus, Franz Kolitsch, Karl Renn, Ludwig Renn, Werner Schöneweiss, Ludwig Stangl, Michael Strauss, Hans Strobel, Karl Stumpp und Hans Vielberth.

 

Eine völlig neue Führungsmannschaft bekam der FV Obereichstätt bei der Generalversammlung am 13. Juli 1952: Vorsitzender Franz Adametz, zweiter Vorsitzender Hans Renn, Kassier Xaver Müller, Spielleiter Wendelin Schneider, Schriftführer Franz Kolitsch, Gerätewart Bonifaz Merkl, Beitragseinbringer Adolf Fürsich und Ernst Helmschmidt. Schon ein Jahr später nahm Karl Hörner die Fäden in die Hand und Max Müller wurde Spielleiter.

 

Nach verschiedenen Briefen mit Fußballvereinen der engeren und weiteren Umgebung, mit Schiedsrichtern und Verbänden kann man darauf schließen, dass den Obereichstättern beim Kampf um das runde Leder immer wieder ihr Temperament durchging und es sogar zu Handgreiflichkeiten kam. Auch die Zuschauer hielten zu ihrer Elf. So musste der Fußballverein am 30. August 1953 eine Anweisung öffentlich bekanntmachen. "In Zukunft darf während des Spiels kein Zuschauer mehr das Feld betreten, auch wenn noch zu krasse Zwischenfälle vorkommen. Den Anweisungen der Ordnungsleute ist strengstens Folge zu leisten. Man schützt dadurch erstens den Verein, und zweitens sich selbst vor dem Bezirksgericht. "

 

Dem Kassenbuch lässt sich ohne weiteres entnehmen, dass die Sportler nicht nur Fußballspielen, sondern auch recht gut wirtschaften konnten. Meist konnte der Ausgleich des Etat hergestellt werden. Doch 1955 kam der Vorstand nicht umhin, die Eintrittspreise, wenn auch bescheiden, zu erhöhen. Nach einem Anschlag vom 7. März haben Männer 40 Pfennig, Damen 25 Pfennig und Jugendliche 20 Pfennig zu zahlen, wollen sie ein Spiel verfolgen. Im übrigen verlangte der FV erst ab 1951 überhaupt feste Eintrittsgebühren.

 

Zu den Auswärtsspielen reiste man damals mit der Eisenbahn, auch der Schiedsrichter kam mit dieser zu den Heimspielen des FVO. Es kam öfters vor, dass der Schiri nach gepfiffenem Spiel in der Hüttenschänke einkehrte und den letzten Zug zu seinem Heimatort verpasste. So geschah es auch am 28.03.1955, zur späten Stunde wurde der Schiri von einem Spieler mit nach Hause genommen, wo er nächtigen konnte. Als er in der Frühe schlaftrunken zum Zug ging, hatte mittlerweile die Ehefrau des Spielers einen gesunden Jungen zur Welt gebracht, wovon der Schiri nichts mitbekam.

 

Wie schon erwähnt, machte das spärliche Gras auf dem Spielfeld den Kickern Sorgen (und sorgte für manche Schrunde). Da ärgerten sich die Aktiven nicht schlecht, als auch noch die Schafe und Kühe das wenige Grün wegfraßen. So wandte sich der Verein an die Gemeinde, die möge das Beweiden des Sportplatzes verbieten. Weiter soll der Rat untersagen, dass Kies und Geröll vom Hang neben dem Sportplatz weggeschafft werde, da der Hang dauernd nachrutsche (3. April 1955).

 

Bei einer vorweihnachtlichen Feier bekam der Fußballverein Besuch vom Nikolaus der über jeden Funktionär "etwas wusste". Daraus ein paar Auszüge. "Vorstand Karl Strobel ist der geborene Capo und hat die lockeren Zügel wieder straffer angezogen. Sein Stellvertreter Willi Jobst ist vornehmlich bei den gemütlichen Veranstaltungen zugegen, was aber nicht gegen seinen rastlosen Einsatz spricht. Kassier Karl Merkl dürfte nach halbjähriger Amtszeit allmählich mit seinen Hilfskassierern fertig werden. Spielleiter Karl Hörner hat sich verrechnet: Er glaubte einen ruhigen Posten zu bekommen, hat jetzt aber mehr Ärger denn als Vorstand. Ohne Hauptgerätewart und Ballwart Faze Merkl geht gar nichts. Auch als Sanitäter ist er unentbehrlich. Martin Lacker, Schriftführer und Berichterstatter für die Zeitung, verfolgt wegen Zeitnot nicht immer die Spiele selbst, sondern lässt sich den Verlauf erzählen."

 

Für den Samstag, 23. Juni 1956, war Gemeinschaftsarbeit am Sportplatz angesetzt. Mit dem aufmunternden Satz "Und nun alle frisch ans Werk, viele Hände machen ein schnelles Ende", wollte der Vorstand halt eine gute Beteiligung erreichen.

 

An den Bayerischen Fußballverband meldete der FV Obereichstätt am 20. Juli 1956 sechs Spieler mit dem Antrag auf Erteilung des Jugendspielerpasses. Dies waren: Johann Weinzierl, Bernhard Daum, Günther Weinzierl, Wendelin Schmidtmeier, Siegfried Bauer und Franz Renn.

 

38 Mitglieder kamen zur Generalversammlung am 17. Mai 1958 in die "Hüttenschänke". Der Vorstand dankte den aktiven Spielern für ihren Einsatz, bedauerte aber auch, dass keine Jugendmannschaft zammging". Die Wahl ergab: Vorsitzender Franz Kolitsch, zweiter Vorsitzender Wendelin Schneider, Kassier Karl Merkl, Spielleiter Erhard Schlechte, Schriftführer Xaver Müller, Jugendleiter Georg Rumpf, Gerätewart Bonifaz Merkl.

 

Eine schlechte sportliche Bilanz musste Franz Kolitsch bei der ersten von ihm geleiteten Generalversammlung am 30. Mai 1959 ziehen: Von 22 Verbandsspielen wurden nur vier gewonnen und vier gingen unentschieden aus. Von neun Freundschaftsspielen entschieden die FVOIer fünf für sich. Bei der Generalversammlung am 14. Mai 1960 berichtete der Vorsitzende davon, dass die 1. Mannschaft den zehnten Tabellenplatz einnimmt. An Veranstaltungen waren durchgeführt worden: Omnibusfahrt nach Salzburg, ein Schafkopfrennen, und ein Faschingsball. Spielleiter Schneider verlangte, dass ein Trainer verpflichtet werden müsste, um bessere Leistungen auf dem Feld zu erzielen. Das Ergebnis der fälligen Wahlen: Vorsitzender Xaver Müller, sein Stellvertreter Willi Jobst, Spielleiter Wendelin Schneider, Kassier Franz Kolitsch, Gerätewart Bonifaz Merkl, Hilfskassier Josef Schneider, Jugendleiter Willi Marx.

 

Schon besser sah der Bericht von Xaver Müller bei der nächsten Hauptversammlung aus, sie war am 29. April 1961 in der Hüttenschänke. Die erste Mannschaft war auf dem achten Platz, die Jugend gar auf dem zweiten Tabellenplatz. Im Berichtsjahr waren 2164,53 Mark eingenommen und 1829,71 Mark ausgegeben worden. Wesentliche Änderung an der Spitze der Vereinsleitung war die Wahl von Andreas Kraus zum Vorsitzenden und von Ernst Helmschmidt zu seinem Stellvertreter.

 

Im Spieljahr 1962/63 machte die Jugendmannschaft des FVO von sich reden. Sie wurde Kreismeister und nahm sogar an der mittelfränkischen Bezirksmeisterschaft teil, scheiterte dabei aber. Unter Jugendleiter Hermann Vielwerth und Trainer Albert Böll waren die Nachwuchsfußballer aus Obereichstätt 1963/64 Jugendmeister ihrer Klasse.

 

Aus dem Jahr 1966 ist eine Bestandserhebung, angefordert vom Landessportverband Bayern, erhalten. Daraus einige der interessantesten Angaben: Vereinsort Obereichstätt, Landkreis Eichstätt, Einwohnerzahl 665, Hauptsportart Fußball, Mitglied beim BLSV seit 1946, Kinder bis 14 Jahren 1, Jugendliche von 14 bis 18 Jahren 9, Erwachsene von 18 bis 21 Jahren 13, über 21 Jahren 75. Ergibt eine Gesamtmitgliederzahl von 98 (ausschließlich männlich).

 

Die Spieleinnahmen ließen eigentlich immer mehr zu wünschen übrig. Ein paar Zahlen aus dem Jahr 1960: 12. April Spiel gegen Wasserzell 42,30 Mark; 8. Mai Spiel gegen Pappenheim 31,45 Mark; 1. Juni Spiel gegen Mörnsheim 33,90 Mark.

 

Vom Bayerischen Fußball-Verband (München) bekam der FVO im Juni 1960 "in Anerkennung der Arbeit um den Jugend-Fußballsport" zwölf Garnituren Spieltrikots. Die Vereinsfarben sind weinrotes Trikot und schwarze Hose, die Ersatzgarnitur: blau/blau.

 

Im Jahr 1966 kam das "Aus" für die Jugendmannschaft. Vorsitzender Ernst Helmschmidt musste melden: "Wegen akuten Spielermangels sind wir gezwungen, die Jugendmannschaft für 1966 abzumelden". Doch wenigstens gab es für die Erste Mannschaft 1967/68 große Erfolge. Sie schaffte die Meisterschaft in der B-Klasse, der sie seit 1951 angehörte, und stieg in die A-Klasse auf. Aber es kommt noch toller: In der doch recht hohen Klasse wurden die Neulinge sogar Herbstmeister. Doch dann gab es empfindliche Rückschläge: Spieler wanderten ab oder beendeten ihre Fußballerlaufbahn und in der Rückrunde gewann der Herbstmeister kein Spiel mehr. Zum Verbleib in der A-Klasse fehlte ein einziger Punkt.


Die wilden sechziger Jahre

 

Einen nicht mehr erreichten Höhepunkt hatte der FVO in den sechziger Jahren. Dies bezog sich sowohl auf den sportlichen, wie auch auf den gesellschaftlichen Bereich. Zu Beginn der sechziger Jahre reifte eine Jugendmannschaft heran, die weit über die Grenzen des Ortes hinaus bekannt wurde.

 

Höhepunkt war, nach Erringung der Kreismeisterschaft, die Teilnahme an der fränkischen Meisterschaft, gipfelnd mit dem Spiel gegen die Jugend des 1. FC Nürnberg, die mit einigen späteren Bundesligaspielern antrat. Dieses Spiel wurde zwar verloren, machte aber den kleinen Ort Obereichstätt in der "großen Welt des Fußballs bekannt. So weigerte sich der 1 FC Nürnberg, in Obereichstätt auf dem engen Platz anzutreten, so dass das Spiel in Georgensgmünd stattfand.

 

Aus dieser Jugendmannschaft rekrutierte sich zum größten Teil auch jene Mannschaft, die im Spieljahr 1966/67 die Meisterschaft der B-Klasse errang und in die A-Klasse aufstieg, in der man auch auf Anhieb Herbstmeister wurde. Leider zerfiel danach diese Mannschaft durch den Weggang einiger Spieler, teils beruflich bedingt, teils sportlicher Art, so dass der Abstieg - denkbar knapp- nicht zu vermeiden war. Bei den Spielen in der A-Klasse hatte der FVO Zuschauerzahlen von 700 - 800 zu verzeichnen, mehr als der Ort Obereichstätt Einwohner hatte. Selbst eingefleischte VfB ler kamen aus Eichstätt.

 

Meistermannschaft der B-Klasse 1966/67: Franz Renn, Bernd Daum, Siegfried Findeis, Ludwig Renn, Johann Bittl, Josef Bittl, Alois Haunschild; Johann Kätzelmeier, Ernst Helmschmidt, Karl Hörner, Herbert Resch; Willi Vielberth, Franz Kislik.

 

Auch in gesellschaftlicher Hinsicht tat sich in dieser Zeit einiges. Bedingt durch die sportlichen Erfolge tat sich ein gewisses Mäzenatentum auf. Die erfolgreichen Kicker brauchten sich zumindest um ihre Zeche in der Hüttenschänke keine Gedanken machen. Diese wurde in aller Regel von begeisterten Anhängern übernommen.

 

In dieser Mannschaft befanden sich einige Schüler und Studenten, die dieses "Zubrot" dankbar begrüßten. Namen wie Willi "Url" Greiner, "Faze" Merkl, Wilhelm Kohl, "Kuckuck" Marx, Walter Schneider, um nur einige zu nennen, werden wohl in stetiger Erinnerung bleiben. Unvergessen sind auch die Weihnachtsfeiern aus dieser Zeit, die in der übervollen Hüttenschänke, die aus allen Nähten platzte, stattfanden, wie überhaupt in jener Zeit die Hüttenschänke der Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im Ort war. Die damaligen Wirtsleute, Georg und Herta Aures sorgten für ein angenehmes Klima, in dem der Sportverein - und auch der Männergesangsverein - sich zu voller Blüte entfalten konnten.

 

In dieser Zeit wurden auch gemeinsame Ausflüge, die von der ganzen Bevölkerung begeistert angenommen wurden, durchgeführt. Erinnert sei hier nur an die Fahrten nach Nürnberg, wo einige FVOler hinter einer gewissen Mauer versumpften, nach Flintsbach im Inntal oder nach Rüdesheim am Rhein. Diese Fahrten wie auch die übrigen Veranstaltungen waren in dieser Zeit aus dem gesellschaftlichen Leben des Ortes nicht wegzudenken. Meist endeten sie in der Wohnung eines Sportkameraden, wo erst das Donnerwetter der Ehefrau überstanden werden musste, bevor die Runde bis zum nächsten Morgen durchfeierte. Ein Teil der mühsam antrainierten Kondition ging dabei wieder flöten.

 

Mit dem Zerfall der damaligen A-Klassenmannschaft endeten leider diese "wilden" sechziger Jahre und eine gewisse Normalität kehrte wieder in das Vereinsleben ein.

 

Vorsitzender Georg Aures füllte für den Bayerischen Landessportverband im Jahr 1970 die Bestandserhebung aus. Danach waren keine Kinder in dem Verein, Jugendliche bis 18 Jahren vier, bis 21 Jahren zwölf und Erwachsene 43. Dies ergibt eine Gesamtmitgliederzahl von 59, wobei keine Frau dazugehörte.


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Vereinschronik     1971- 1986

 

Am 17. Juni 1971 war eine Generalversammlung mit Wahl des Vorstands. Vorsitzender wurde Rudolf Biller, sein Stellvertreter Bernd Daum, Spielleiter Walter Schneider, Schriftführer Josef Vielberth und Kassier Andreas Kraus.

 

Am 12. August ging ein Brief an den Bayerischen Fußballverband in München mit wenigen Zeilen. Der traurige Inhalt: "Der FV Obereichstätt stellt wegen Spielermangels den Spielbetrieb ein. Wir geben sofort folgende Spieler für die DJK Schernfeld frei: Franz Renn, Konrad Schneider und Bernhard Daum. Wir bedanken uns bei den Spielern für die jahrelange Treue und wünschen ihnen bei ihrem neuen Verein viel Erfolg".

Eine weitere Spielerfreigabe - diesmal für den SC Wasserzell - erfolgte ein paar Tage später und betraf Franz Wittmann und Helmut Katzmeyer. Die Gesamtzahl der Mitglieder war im Jahr 1972 auf 48 abgesunken.

 

Doch schon für das Verbandsjahr 1971/ 72 hatte sich das Blatt gewendet. Vorsitzender Rudolf Biller meldete beim Bayerischen Fußball-Verband eine 1. Mannschaft und eine Jugendmannschaft an. Als Leiter der Fußballabteilung wird Walter Schneider genannt, der Jugendleiter ist Josef Kislik.

 

Eine ordentliche Jahreshauptversammlung war am 20. Juli 1974. Das Wahlergebnis: Vorsitzender Andreas Kraus, zweiter Vorsitzender Hans Kätzelmeier, Spielleiter Bernd Daum, Jugendleiter Ludwig Renn, Schriftführer Werner Rindfleisch und Kassier Wendelin Schneider. - Vorsitzender Kraus beleuchtete dabei im Gasthaus Kammerbauer auch die sportliche Situation. Er meinte, die neu formierte erste Mannschaft habe zwar die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllt, doch von einer enttäuschenden Saison könne man auch nicht sprechen. Er bedauerte allerdings, dass das Training schlecht besucht sei. Spielleiter Daum hieb in die selbe Kerbe und erklärte, "durch mangelnden Einsatz sind Siege verschenkt worden". Zufrieden war Jugendleiter Renn.

 

Eine außerordentliche Generalversammlung war für den 31. Mai 1975 einberufen worden. Beschlossen wurde die Eintragung des Fußball-Vereins Obereichstätt in das Vereinsregister beim Amtsgericht Ingolstadt. Ferner ging es um die Beiträge, die wie folgt beschlossen wurden: bis 14 Jahren beitragsfrei, 14 bis 18 Jahre 1 Mark, ab 18 Jahre 2 Mark. Heftig wurde dann Vorsitzender Andreas Kraus gegenüber der Gemeindeverwaltung, die in Sachen Sportplatzsanierung "Passivität zeigt". Die ordentliche Generalversammlung 1975 war im Oktober. Vorsitzender Andreas Kraus konnte von einer Aktivierung des Vereinslebens berichten. Kraus erwähnte die Geselligkeit, den Arbeitsgeist bei der Sportplatzsanierung, und die Bemühungen von Bernd Daum um Gründung einer Alten-Herren-Abteilung. Auch eine "Damenriege" sei gegründet worden.

 

Die Mitgliederliste der Saison 1974/ 1975: Georg Aures, Rudolf Biller, Franz Betz, Reinhard Bittl, Herbert Buckl, Edi Bittl, Richard Christill, Christa Daum, Marlene Ettle, Elisabeth Eder, Franz Fröstl, Hans Hartinger, Helmut Heindl, Ernst Helmschmidt, Rainer Helmschmidt, Franz Hruschovsky, Edward Ilko, Franz Jobst, Helene Kätzelmeier, Josef Kislik, Franz Kolitsch, Konrad Koderer, Annemarie Koderer, Walburga Köhler, Werner Lacker, Franz Maier, Karl Müller, Erhard Matzke, Ewald Niefnekker, Leo Pfister, Hans Renn, Ludwig Renn, Werner Rindfleisch, Maria Rumpf, Karl Renn, Siegfried Russer, Wendelin Schneider, Berta Schneider, Walter Schneider, Eduard Schöpfel, Ulrich Scholz, Ludwig Bittl, Johann Buckl, Gisela Buckl, Ludwig Böswald, Bernd Daum, Klaus Gärtner, Werner Endrich, Siegfried Findeis, Raimund Haunschild, Anton Hirschbeck, Manfred Hirschbeck, Alfred Helmschmidt, Johann Hruschovsky, Georg Hörner, Günter Jobst Johann Kätzelmeier, Franz Kislik, Arnoli Kolitsch, Andreas Kraus, Bernd Koderer, Georg Karl, Claudia Köhler, Michael Lang, Ernst Morgott, Max Margraf, Caroline Muggenthaler, Monika Neumeier, Franz Renn, Hans Renn, Josef Regnat, Ingrid Resch, Franz Rumpf, Gerhard Renn, Robert Schneider, Josef Schneider, Konrad Schneider, Eduard Schöpfel, Xaver Schöpfel, Johann Stark, Xaver Stark, Karl Strobel, Josef Vielwerth, Hermann Vielwerth, Egid Vielwerth, Rita Vielwerth, Franz Wittmann, Monika Wittmann, Andreas Strobel, Josef Stiegler, Willi Vielberth, Johann Vielwerth, Georg Vielwerth, Johann Weinzierl, Hans Wittmann, Elfriede Waigl.

 

In einer außerordentlichen Generalversammlung am 31. Mai 1975 wurde die Satzung neu gefasst und die Beiträge neu festgelegt. Ab 18 Jahren waren künftig zwei Mark zu zahlen, Jugendliche von 14 bis 18 zahlten eine Mark.

 


 

Probleme ergaben sich für die Fußballer durch die Verlegung des Spielbetriebs nach Dollnstein, da der Platz in Obereichstätt hergerichtet werden musste. Dies lässt sich dem Protokoll der Ausschusssitzung vom 1. Dezember 1976 entnehmen. Spielleiter Daum beklagte ferner, dass ein Gerätewart fehle. Schon in der nächsten Sitzung, am 10. Januar 1977, konnte Vorsitzender Andreas Kraus mit konkreten Zahlen für die Sanierung des Sportgeländes aufwarten. Danach möchte der Verein 20 000 Mark selbst aufbringen und erwartet 40 000 Mark von der Gemeinde sowie weitere 40 000 Mark als Beihilfe.

 

Die Mitbenutzung durch die Fußballer von Obereichstätt, wie auch durch die Volleyballdamen, der Turnhalle in Dollnstein war Thema einer Vorstandssitzung am 11. September 1977. Der Antrag ging durch.

 

"Herzlichen Dank an alle, die beim Sportplatzbau mitarbeiteten", brachte Vorsitzender Andreas Kraus in der Generalversammlung am 16. Juni 1978 zum Ausdruck. Den Dank an die Spieler sprach Bernd Daum aus, während Monika Wittmann namens der Volleyballdamen darum bat, es möchte jemand gesucht werden, die über die Spielregeln genau Bescheid geben könnte.

 

Beim Abbruch des alten Schulhauses in Obereichstätt verdienten die Fußballer Geld für ihre großen Vorhaben dazu. Natürlich waren auch wieder die Arbeiten am Sportplatz im Vordergrund bei der Generalversammlung am 4. Mai 1979. Bernd Daum bat darum, bei der Bewältigung der Probleme wie Trikotwaschen, Pflege der Bälle und Duschgelegenheit für die Sportler mitzuhelfen.

 

Am 5. und 6. August 1978 konnte der Sportplatz nach langer Bauzeit und vielen freiwilligen Arbeitsstunden wiedereröffnet werden. Er wurde - wie früher auf der alten Schlackenhalde - zu einem recht gut bespielbaren Sportfeld. "Dies war der Höhepunkt in der bisherigen Vereinsgeschichte", sagte in der Generalversammlung am 16. Juni 1979, Andreas Kraus. Einen Aufwärtstrend in sportlicher Hinsicht konstatierte Spielleiter Bernd Daum, was schon der vierte Platz in der Tabelle belegte. Bei dieser Versammlung standen auch Neuwahlen an. Das Ergebnis: Vorsitzender Andreas Kraus, sein Stellvertreter Franz Renn, Schriftführer Werner Rindfleisch, Kassier Wendelin Schneider, Spielleiter 1. Mannschaft Michael Neulinger, B-Jugend Bernd Daum, Reserve Edward Ilko, Beisitzer Ludwig Bittl, Franz Wittmann, Kassenprüfer Eduard Bittl, Leo Spielvogel, Leiterin der Volleyball Damen-Gruppe Monika Wittmann.

 


 

Waren es bisher vor allem Fußball und seit einiger Zeit Volleyball der Damen, die das sportliche Geschehen des FVO bestimmten, so wollte man nun auch Tennis spielen. In der Ausschusssitzung vom 29. Juli 1979 wurde ein Gesuch an die Gemeinde Dollnstein um Mitbenutzung der Plätze dort geschrieben. Dies wurde zustimmend beschieden.

 

1979/80 nahmen die Rot-Schwarzen an den Aufstiegspielen in die B-Klasse teil. In Dollnstein wurde die Begegnung Obereichstätt gegen Mörnsheim ausgetragen, wobei die Mörnsheimer mit 2: 1 die Oberhand behielten, in Bieswang bezwangen die Wettelsheimer die Obereichstätter gar mit 0 : 4 Toren. Doch in der nächsten Runde klappte es. Die Meisterschaft in der C-Klasse wurde gewonnen und der Aufstieg in die B Klasse erreicht.

 

Am 20. August 1980 kamen die Mitglieder zur ordentlichen Versammlung in der Hüttenschänke zusammen. Vor allem Spielleiter Michael Neulinger wartete mit einem Bericht über das Sportjahr auf. Den Trainingsfleiß bezeichnete er als durchschnittlich, fleißigster war Reinhard Bittl. In der 1. Mannschaft mussten 25 Spieler eingesetzt werden, bei allen Spielen waren nur Franz Renn und Franz Wittmann dabei. Von den 92 geschossenen Toren gingen 51 auf das Konto von Helmut Heindl, wofür er eine Torschützenkanone erhielt. "Nur mit einer guten Jugendmannschaft kann der Verein sorglos in die Zukunft blicken", mahnte Jugendleiter Bernd Daum.

 


 

Die Trainingsarbeit des FVO trug Früchte. Schon der Generalversammlung vom 27. Juni 1981 konnte Vorsitzender Andreas Kraus voll Stolz berichten, dass die erste Mannschaft in die B-Klasse aufgestiegen ist. Lob fand er auch für die Jugendarbeit. Nach der Darstellung von Spielleiter Neulinger war die Saison 1980/ 81 mit 36 : 12 Punkten beendet worden. Helmut Heindl schoss 31 Tore, Hans Wittmann trug sich 15 mal in die Torschützenliste ein.

 

1981 stieg die Erste Mannschaft des FVO in die B-Klasse auf. Spielertrainer und Torschützenkönig Helmut Heindl, Bernhard Palecki, Karl Hörner, Josef Schneider, Gerhard Renn, Hans Bösl, Franz Wittmann, Michael Neulinger, Hans Wittmann, Reinhard Bittl, Franz Renn, Siegfried Russer, Robert Schneider und Max Biedermann.

 

Die Mitglieder stimmten am 23. Oktober 1981 dafür, die Satzung des Vereins zu ändern, damit de Status der Gemeinnützigkeit erreicht werde.

 

Die nächste Generalversammlung war dann am 25. Juni 1982. Besonders bedauerte Andreas Kraus den Weggang von Spielertrainer Helmut Heindl. In der B Klasse hatte die Mannschaft recht gut Fuß gefasst und belegte immerhin den 6. Platz in der Tabelle. Wieder war Helmut Heindl der treffsichere Stürmer mit 35 Toren. "Mangelnder Ehrgeiz": Dies nannte Jugendleiter Bernd Daum als Grund dafür, dass die Nachwuchskicker auf dem letzten Platz sich "einnisteten".

 

Wie schnell doch im Sport sich Höhen und Tiefen abwechseln, zeigte schon das Protokoll der Hauptversammlung vom 28. Mai 1983. Andreas Kraus musste davon zu berichten, dass die 1. Mannschaft in die C Klasse abgestiegen ist. Spielleiter Max Biedermann stellte sich vor Trainer Bernhard Palecki "den keine Schuld am Punktekonto von 13: 41 trifft". Das Torverhältnis war mehr als enttäuschend, nämlich 31 : 94. Die Reserve konnte sich "gerade noch über Wasser halten", war die Feststellung von Biedermann. Über die Neubesetzung des Vorstandspostens konnte keine Einigung erzielt werden.

 

Aus diesem Grund war am 15. Juli 1983 eine außerordentliche Sitzung. Das Ergebnis der Wahl: Vorsitzender Josef Schneider, zweiter Vorsitzender Bernhard Palecki, Schriftführer Rudolf Rindfleisch, Kassier Wendelin Schneider, Kassenprüfer Eduard Bittl, Leo Spielvogel, Beisitzer Bernd Daum und Michael Neulinger, Spielleiter 1. Mannschaft Max Biedermann, Spielleiter Reserve Franz Wittmann.

 

Der neue Vorstand packte gleich tatkräftig an. Zunächst wollte man eine Hütte beim Sportplatzgelände aufstellen. Ehrend gedacht wurde des verstorben Ehrenmitglieds Eduard Schöpfel. Somit hat der FVO am 31. Juli 1983 noch die Ehrenmitglieder Karl Müller, Hans Stark, Karl Strobel und Egid Vielwerth.

 

Josef Schneider leitete die Generalversammlung am 16. Juni 1984 im Vereinslokal Hüttenschänke. Er berichtete von bereitgestellten Werbeflächen auf dem Sportplatz und von der neu gebauten Hütte für die Mitglieder, wobei er vor allem den Eifer von Bernd Daum hervorhob. Die Holzhütte wurde durch Vermittlung der Brauerei Guttmann und Unterstützung von der Fa. Schöpfel mit einem Lastwagen unter reger Beteiligung der Vereinsmitglieder von Nürnberg herbeigeholt, danach aufgestellt. Eingerichtet mit Theke und Bestuhlung, für ca. 60 Plätze wurde aus der ehemaligen Schreinerhütte eine schmucke Unterkunft für den FVO. Schneider bedauerte außerdem, "dass bei der Jugend nichts zusammengeht", konnte er sich über die angelaufene Arbeit der Damengymnastikgruppe freuen. In seinem Bericht zeigte sich Spielleiter Biedermann mit dem 9. Tabellenplatz der ersten Mannschaft in der C-Klasse nicht zufrieden. Mit elf Toren wurde Robert Schneider Torschützenkönig.

 

Im Jahr 1985 liefen die Vorbereitungen für das Fest zum 40jährigen Bestehen (Fußball-Vereins Obereichstätt an. In der Generalversammlung am 29. Juni 1985 regte Josef Schneider an, das Jubiläum mit einer Sportwoche zu feiern. Mittlerweile gehören dem Verein 134 Mitglieder an. Gratuliert wurde der Leiterin der Damengymnastikgruppe, Walburga Köhler, die die Prüfung zum Übungsleiterschein bestand. Ein Wermutstropfen für Vorsitziden Schneider war die Tatsache, dass wieder keine Jugendmannschaft aufgestellt werden konnte, allerdings "quasi zum Ausgleich" gab es eine AH- Mannschaft, die von Bernd Daum und Hans (Martl) Kätzelmeier geleitet wird. Die 1. Mannschaft landete auf dem 10. Tabellenplatz, insgesamt, so erklärte Spielleiter Biedermann, seien 24 Mann eingesetzt worden. Hans Buckl wurde mit elf Treffern Torschützenkönig.

 

Nachdem Josef Schneider aus beruflichen Gründen (Meisterprüfung) nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden bereitstand, kandidierte Bernhard Palecki. Das Gesamtergebnis der Wahlen: Vorsitzender Bernhard Palecki, zweiter Vorsitzender Josef Schneider, Schriftführer Rudolf Rindfleisch, Kassier Hans Mödl, Spielleiter 1. Mannschaft Robert Schneider und Reinhard Bittl, Spielleiter 2. Mannschaft Anton Schneider, Kassenprüfer Eduard Bittl und Leo Spielvogel, Jugendleiter Helmut Heindl, Beisitzer Andreas Kraus, Robert Schneider und Thomas Wechsler.

 


 

"Fußball ist die herrlichste Nebensache der Welt. Der Satz ist bekannt und hat auch heute noch nichts von seinem Wahrheitsgehalt eingebüßt. In einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist, ist ebenso richtig. So kann derjenige, der sich sportlich betätigt, froh und stolz darüber sein. Freilich kann man, ob als Jugendlicher, Frau oder Mann auch für sich allein im Keller auf dem Hometrainer strampeln, doch sicher macht es mehr Spaß, zusammen mit anderen sich fit zu halten, hinter dem runden Leder herzujagen und gemeinsam Erfolge zu erzielen. Geselligkeit ist bestimmt ein ebenso wichtiger Teil eines Sportvereins. Und hier können sich die Obereichstätter sehr wohl sehen lassen. Sie nehmen am Ball der Vereine rege teil, feiern Grillabende am Sportplatz, den Kappenabend und organisieren seit acht Jahren Ski-Ausflüge nach Österreich. Hinzu kommen Fahrten in die nähere und weitere Umgebung, bei denen auch immer die Schläuche und die Trikots im Reisegepäck sind und das fußballerische Können getestet wird.

 

So ist allen Verantwortlichen, die in den vergangenen 40 Jahren über das Schicksal des Fußball-Vereins Obereichstätt mitbestimmten, ein herzlicher Dank abzustatten. Dem FVO ist eine gute Zukunft zu wünschen und ein sportliches Comeback. 

 


 

Grußwort des Schirmherrn

 

Jahre des Wachstums und der Blüte

 

Nach Feuerwehr und Schützenverein ist nunmehr im Jahr 1986 der Fußballverein Obereichstätt an der Reihe, ein Jubiläum zu feiern. 1946,' also bereits im ersten Nachkriegsjahr, wurde der Fußballverein als erster der örtlichen Vereine nach Jahren der Zwangspause wieder gegründet. Auch die jüngere Generation dürfte erahnen können, welcher Mut, welches Engagement und welcher Idealismus wohl notwendig waren, in dieser alles anderen als "normalen" Zeit einen Sportverein zu gründen, wo die Sorgen um das tägliche Brot und das Schicksal der noch nicht aus dem Krieg heimgekehrten Väter und Söhne das Leben der Menschen auch bei uns beherrschten.

 

Heute, vierzig Jahre später, sollte denn auch besonders jenen Männern der ersten Stunde Respekt, Anerkennung und Dank gezollt werden, die damals mit neu gewonnenem Optimismus ans Werk gingen. Der Fußballverein hat in jenen Tagen nicht nur den Sportbetrieb wieder aufgenommen

 

und den vielen jungen Menschen Gelegenheit zu sportlicher Betätigung gegeben, er hat gleichzeitig auch das gesellige und gesellschaftliche Leben in Obereichstätt wieder mit in Gang gebracht und wesentlich mitgestaltet. Jahre des Wachstums und der Blüte waren dem Verein beschieden.

 

Leider blieb aber auch er in der Folge vor dem eintretenden "Wandel der Zeit nicht verschont. Kino, Motorrad, Auto und Fernsehen führten insbesondere die nachwachsende Jugend in andere Betätigungsbereiche, der dörfliche Zusammenhalt nahm ab, das Interesse am aktiven Sport schwand und der Verein geriet, wie andere auch, in Schwierigkeiten bis hin zur Existenzgefährdung. Doch bis auf den heutigen Tag gab es aber zu jeder Zeit immer wieder Sportfreunde, die zum Verein standen, die den Geist des Sportes wach hielten und die sportliche Jugend um sich scharten. Stellvertretend für alle sei hier der Sportfreund und langjährige Vereinsvorsitzende Karl Strobel erwähnt, dem der Verein und seine Mitglieder vieles zu danken haben.

 

Und so ist es heute eigentlich für den gesamten Ort erfreulich, dass sich der Fußballverein nach Jahren der Krise wieder festigen konnte und mit Umsicht von engagierten Sportlern geführt wird. Dass dem so sein muss, zeigt auch der Wille, das 40jährige Vereinsjubiläum zwar in nicht allzu großem Rahmen, aber dennoch gebührend zu feiern. Als Schirmherr und ehemals selbst Aktiver wünsche ich dem Fußballverein, dass sein Jubiläum zu einem Fest der ganzen Gemeinde werde und das - richtigerweise hauptsächlich auf sportliche Veranstaltungen abgestellte Festprogramm harmonisch und erfolgreich in jeder Hinsicht verlaufen möge. Vor allem aber wünsche ich im Interesse unserer sportlich tätigen Jugend, dass der Fußball in Obereichstätt auch in Zukunft wie eh und je rollen kann.

 

Franz Kolitsch

Schirmherr

 


 

Grußwort des 1.Vorsitzenden

 

Gesundheit durch Sport

 

Liebe Mitglieder und Freunde des Fußballvereins Obereichstätt!

 

Bereits vier Jahrzehnte besteht der Fußballverein Obereichstätt und bietet vielen ansässigen Bürgern die Möglichkeit Sport zu betreiben und sich körperlich gesund zu halten, egal, ob es sich um den sonntäglichen Fußball oder die Damengymnastikgruppe handelt oder ob sich viele Freunde des Vereins im Winter beim Skifahren sportlich betätigen. Um sich aber auch der Gemeinde bei weltlichen und kirchlichen Anlässen repräsentieren zu können, wurde mit Unterstützung der Obereichstätter Bevölkerung zum Jubiläum eine Standarte angeschafft.

 

Wie überall, so wechselten auch beim FV Obereichstätt sportliche Erfolge und Misserfolge. Es ist daher das Bestreben des Vereins eine kontinuierliche Aufbauarbeit zu betreiben, um der Jugend einen Aufenthalt zu ermöglichen sowie den Verein zu erweitern und sportlich konstant zu halten.

 

Danken möchte ich allen Personen und Institutionen, die bisher für den Verein tätig waren und diesen auch in weniger rosigen Tagen unterstützten und die Treue hielten, Gleichfalls gilt mein Dank unserem Schirmherrn, dem 2. Bürgermeister der Gemeinde Dollnstein, Franz Kolitsch, der sich gerne bereit erklärte, dieses Amt zu übernehmen.

 

Für unsere Sportwoche wünsche ich allen Teilnehmern an unseren Veranstaltungen viel Glück und Erfolg und unseren Gästen einen angenehmen Aufenthalt in Obereichstätt.

 

Bernhard Palecki

Vorsitzender des FVO

 


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Vereinschronik    1987-1996


Jugendleiter Mödl beim Neubeginn der Jugendarbeit in Obereichstätt im Jahr 1986.

 

Der erste Trainingstag.

 

Wir erinnern uns heute noch daran, welche Probleme durch das lange Fehlen einer Jugendmannschaft auftraten. Gab es überhaupt noch Trikots, mit denen man spielen konnte? 10 Spieler für eine Kleinfeldmannschaft waren leicht zu finden. Aber wer von den Jugendlichen hatte überhaupt Fußballschuhe? Haben alle Eltern ihr Einverständnis signalisiert?

 

Der Schriftführer musste Spielberichtsbögen anfordern, ein Trainingstag musste in Einklang mit dem Schulbetrieb festgelegt werden, Jugendspielbälle mussten beschafft werden. Hatte man auch an alles gedacht? Nein, man musste zuerst einmal die Mannschaft beim Kreisspielleiter anmelden, um am Rundenbetrieb teilnehmen zu können.

 

Als diese Hürden genommen waren, traf man sich zum ersten Training. Wer hat schon mal Fußball gespielt? Natürlich jeder. Wer ist Verteidiger, wer möchte im Sturm spielen? Ich, ich. Na klar, es musste zuerst einmal eine Sichtung vorgenommen werden. Zwei Mannschaften wurden gewählt, ein Spiel sollte mehr Klarheit bringen. Wenn auch der Ball nicht immer ausfindig gemacht werden konnte, er war aber immer dort zu finden, wo sich alle acht Feldspieler befanden. Die Geduld und das behutsame Einschreiten von Hannes Mödl waren schon bewundernswert. Spätestens am Ende dieses ersten Trainings war ihm klar, dass er sich eine Pfeife zulegen müsse, um sich einigermaßen bemerkbar machen zu können.

 

Das erste Spiel

 

Ein Freundschaftsspiel wurde auf heimischen Boden vereinbart. Der Gegner durfte nicht übermächtig sein, fliegender Wechsel war festgelegt. Jugendleiter Mödl hatte für dieses Spiel zusätzliche Hilfskräfte in Form aktiver Herrenspieler rund um das Spielfeld postiert. Er konnte ja nicht überall gleichzeitig sein. Hinzu kamen nicht wenige Zuschauer, die alles hautnah miterleben wollten.

 

Kaum war der Anpfiff erfolgt, stürzten sich alle Richtung Spielmitte, um ja immer am Leder zu bleiben. Der Torwart konnte noch rechtzeitig zurückgehalten werden, er musste doch schließlich Gegentore verhindern. Von allen Seiten versuchten die Betreuer, auf die begeisterten Spieler einzuwirken. Der Gegner konnte ob dieser Übermacht den Ball nur noch ins Aus spielen. Einwurf. Gleich drei Spieler stritten sich um das Leder, dann warf einer den Ball ins Spielfeld zurück. Der SR, der mit dieser Art des Einwerfens wirklich nicht einverstanden sein konnte, pfiff ab und ließ noch einmal einen Versuch zu. Es war zwar noch immer kein Einwurf, aber das Spiel ging weiter.

 

Überhaupt hatte der überforderte SR alle Hände voll zu tun, denn ein Pfiff allein wurde selten wahrgenommen. Wenige Minuten vor Schluss lag man 8:0 hinten, da wurde auf Elfmeter für unsere Cracks entschieden. Jeder wollte den Ball ins Tor befördern.

 

Da meldete sich energisch der schon etwas heisere Couch und legte den Strafstoßschützen fest. Der richtete sich nach Profimanier den Ball zurecht und wartete auf den Pfiff des SR. Sieben Mitspieler riefen ihm zu, in welches Toreck er den Ball zu schießen hätte. Dann lief er an, Schuss! Der Torwart, der mit einem Hammer gerechnet hatte flog ins linke Toreck, doch der Ball erreichte gerade noch die andere Ecke und kullerte ins Netz. Sieg, Sieg auf der ganzen Linie. Das erste Tor war geschafft.

 

Der Torschütze konnte mit dem Schlusspfiff eingefangen werden. Die Spieler verabschiedeten sich mit dem Sportlergruß, die Zuschauer applaudierten und spendeten Trost für die knappe Niederlage. Die anschließende Spielanalyse des Trainers musste wegen Heiserkeit ausfallen.

 


 

Anbau der Vereinsgaststätte "Am Platz'l"

 

Der Zulauf in den achtziger Jahren, insbesondere durch den Wiederbeginn der Jugendarbeit, bescherte dem Verein auch eine fast tägliche Trainingsarbeit am Sportplatz. Spielersitzungen, Besprechungen und Ausschusssitzungen sind hierfür eine beständige Routine.

 

So wurden auch konkrete Oberlegungen angestellt, den als ursprüngliche Schutzhütte gedachten Aufenthaltsraum in eine Gastwirtschaft umzuwandeln. Besonders für die wirtschaftliche Situation des Vereins war eine zusätzliche Einnahme quelle unerlässlich, wenn der gesamte Spielbetrieb auf Dauer aufrechterhalten werden sollte.

 

Konkrete Planungen waren notwendig, sollten die für eine Gastwirtschaft notwendigen Forderungen des Landratsamtes erfüllt werden. Dies führte schließlich zu einer großen Kraftanstrengung vieler Mitglieder. In der ersten Planungsphase wurden die erforderlichen Toiletten entsprechend den Vorgaben geschaffen. Die zweite Phase befasste sich mit dem Anbau eines Kühlraumes und eines Personal-WC sowie einer Heizung für die kalte Jahreszeit. Im Frühjahr 1992 waren alle Anbauten fertig gestellt.

 

Diese Maßnahmen konnten mit der großzügigen Unterstützung der Marktgemeinde und der Brauerei Gutmann durchgeführt werden.

 

Nach der erforderlichen Beschulung übernahm unser Sportkamerad Schillhuber mit seinem Stellvertreter Regnath die Führung der Vereinsgaststätte auf ehrenamtlicher Basis.

 


 

Vizemeisterschaft 1989/90

 

Seit dem Aufstieg in die B-Klasse in der Saison 1980/81 war das Erreichen der Vizemeisterschaft und somit die Berechtigung zur Teilnahme an den Relegationsspielen in der Saison 1989/90 sportlich das herausragendste Ereignis.

 

Bis zum Ende der Saison 1989/1990 war der 2. Tabellenplatz in der C-Klasse Jura Süd 2 zwischen dem SV Burgsalach/Indernbuch und dem FV Obereichstätt hart umkämpft. Und so kam es nicht überraschend, dass beide Teams zum Saisonende punktgleich auf dem 2. Tabellenplatz standen. Somit musste ein Entscheidungsspiel um den Relegationsplatz auf neutralem Platz stattfinden. Die Verantwortlichen entschieden sich für die Sportanlage der TSG Solnhofen.

 

Dort fand dann auch vor großer Kulisse das Entscheidungsspiel um die Vizemeisterschaft statt. Von Anfang an übernahm der FV Obereichstätt, der von Spielertrainer Helmut Heindl hervorragend eingestellt war, die Initiative. Nach einem gelungenen Angriff über die linke Seite war es dann Robert Schneider, der das 1:0 Mitte der 1. Halbzeit erzielte. Trotz wütender Gegenangriffe seitens des SV Burgsalach/Indernbuch konnte man den Vorsprung mit in die Kabine nehmen. Hoch motiviert gingen die Akteure des FV Obereichstätt in die 2. Spielhälfte. Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel, bei dem die Stürmer des SV Burgsalach/Indernbuch gegen die sichere Abwehr des FV Obereichstätt ohne Chancen waren. Den Angreifern des FV Obereichstätt eröffneten sich noch einige Chancen das Spiel vorzeitig zu entscheiden, diese ließ man jedoch alle ungenutzt. Mit Geschick und Cleverness wurde der Vorsprung über die Zeit gebracht. Die Vizemeisterschaft war unter Dach und Fach.

 

Im erfolgreichen Spieljahr stand dem FV Obereichstätt folgender Kader zur Verfügung : Wechsler Thomas, Dalgülge Recep, Wittmann Hans, Waigl Karl, Bucki Herbert, Helmschmidt Rainer, Kammerbauer Markus, Hirschbeck Manfred, Haunschild Werner, Daum Armin, Knopf Reinhard, Bittl Reinhard, Schneider Robert, Templer Eduard, Rucker Ludwig, Heindl Helmut, Hruschovsky Helmut.

 

Gebührend wurden die Spieler dann von den zahlreichen Fans in der Vereinsgaststätte "Am Platzl' empfangen. Zur Begrüßung wurde den Akteuren ein roter Teppich am Eingang zum Empfang ausgerollt und die Zuschauer standen dazu Spalier.

 

Gemeinsam wurde dann noch recht ausgiebig bis spät in die Nacht hinein gefeiert, und jedes Mal wenn das Spiel erneut angeschaut wurde - Daum A. hatte dies auf Video aufgezeichnet - wurden die Aktionen der Spieler euphorisch bejubelt.

 

Nicht so erfolgreich verlief das Aufstiegsspiel in die B-Klasse Jura Süd gegen den SC Ettenstatt in Raitenbuch. Durch die Erkrankung einiger Spieler war der FV Obereichstätt entscheidend geschwächt und so verlor man recht deutlich mit 3:0 Toren.

 


 

Sportplatzneubau

 

Seit langem beschäftigte die Vereinsverantwortlichen die Überlastung des alten Sportplatzes. Mit der Jugendarbeit war eine fast tägliche Nutzung durch den Trainingsbetrieb gegeben. Bei schlechter Witterung konnte häufig nur ein eingeschränkter Trainingsbetrieb durchgeführt werden. Obendrein waren Verbandsspiele am Samstag bzw. Sonntag sehr oft gefährdet.

 

Zusammen mit der Gemeinde suchte man einen geeigneten Platz, um diesen Missstand zu beseitigen. Die örtlichen Gegebenheiten ließen ein zusammenhängendes Sportareal nicht zu. So wurde schließlich das heute neue Sportgelände in Angriff genommen, das in seinen Ausmaßen einen großzügigen Spielbetrieb zulässt.

 

In einer Kraftanstrengung vieler Mitglieder wurde zur Staatsstraße ein Fangzaun errichtet, der 75 m lang und sieben Meter hoch ist. Diese Ausmaße entsprachen den Vorgaben der Sportversicherung. Auf der Altmühlseite konnte man den Zaun auf vier Meter Höhe begrenzen.

 

An einem sonnigen Sonntagvormittag wurde der neue Sportplatz durch H.H. Pfarrer Söllner geweiht und durch Bürgermeister Liepold seiner Bestimmung übergeben.

 


 

Sportheimneubau

 

Der Bau eines Sportheimes war ein langgehegter Wunsch des Fußballvereins. Die unzureichenden Umkleidemöglichkeiten ließen dieses Problem von Jahr zu Jahr zum täglichen Gesprächsstoff werden. Die Planungen hierfür sind in einer Schrift festgehalten, die beim Richtfest eingemauert wurde. Im folgenden wird sie für den Leser abgedruckt.

 

SPORTHEIMBAU

 

Fußball- und Schützenverein Obereichstätt

 

Chronologie zur Entstehung des Sportheimes:

 

In den Jahren 1984 und 1985 wurden von Seiten des Schützenvereins "Gut Heil Obereichstätt lose Gespräche mit dem 1. Bürgermeister Karl Wagner über einen notwenigen Bau eines Schützenstandes geführt. Der bisherige Schützenstand im Keller der Gastwirtschaft Kammerbauer entsprach nicht mehr den Vorschriften des Bayer. Schützenverbandes.

 

Zur gleichen Zeit gab es beim Fußballverein Obereichstätt Überlegungen zum Bau von Dusch- und Umkleideräumen, da der vorhandene Raum im Ostflügel der ehemaligen "Hüttenschänke" zum Duschen zweier Fußballmannschaften völlig unzureichend war.

 

Am 16. September 1987 stellten beide Vereine einen gemeinsamen Antrag an die Marktgemeinde Dollnstein zum Neubau eines Sportheimes für Fußball- und Schützenverein.

 

Im weiteren Verlauf der Planung wurde von den Vereinen ein Kostenplan für ein Sportheim an der Altmühlbrücke erstellt und der Marktgemeinde vorgelegt. Dieses Vorhaben wurde jedoch abgelehnt, da Bedenken wegen einer weiteren (dritten) Gastwirtschaft in Obereichstätt geäußert wurden.

 

Die Marktgemeinde ihrerseits schlug vor, in den bestehenden Wirtschaftsgarten der "Hüttenschänke" das Vorhaben zu platzieren. Diese Planung wurde allerdings wieder verworfen, da es zu einem Wertverlust der Gastwirtschaft "Hüttenschänke" kommen könnte. Als weiteren Vorschlag der Marktgemeinde sollten die Vereine die "Hüttenschänke" übernehmen, die zu diesem Zeitpunkt wegen dringend notwendiger Reparaturen nicht mehr betrieben werden konnte. Beide Vereine lehnten jedoch ab, weil die Unterhaltungskosten wahrscheinlich nicht zu bestreiten gewesen wären.

 

Zwischendurch wurde der bestehende Kinderspielplatz am Hüttenbach in Erwägung gezogen, aber von allen Beteiligten wieder verworfen.

 

Im Jahr 1990 favorisierte der neu gewählte Bürgermeister Bauch ein Gelände mit Sportanlagen am Anwesen Schöpfel im Bahnhofsbereich. Wegen abzusehender immens hoher Kosten sowie einer untauglichen Geländeform wurde das Vorhaben aufgegeben.

 

Im Mai 1991 kam es wegen des vorzeitigen Rücktritts des 1. Bürgermeisters Bauch zur Wahl von Konrad Liepold. Unter seiner Leitung wurde das Gelände zwischen Allee und Unterer Dorfstraße konkret als noch einzige Möglichkeit für den geplanten Bau vorgeschlagen. Alle beteiligten Vereine und der Marktgemeinderat erklärten sich mit dem Vorschlag einverstanden.

 

Der erste Planentwurf wurde im Dezember 1990 vorgelegt, der erste fertige Plan der Architektengruppe 4 Ingolstadt im September 1991 im Marktgemeinderat eingebracht. Im Dezember 1993 war Baubeginn zum Bau eines Sportheimes für den Fußball- und Schützenverein Obereichstätt. Nach einer kurzfristigen Baueinstellung (bereits nach einer Woche Baubeginn) wegen der Entnahme von Bodenproben wurde vom Landratsamt Eichstätt grünes Licht zum Weiterbau gegeben.

 

Als Bauherr fungierte die Marktgemeinde Dollnstein. Die Bauausführung wurde nach Ausschreibung der Fa. Hugo Rehm, Inh. Hugo Bittlmeyer, als Generalunternehmer übertragen.

 

Voraussichtliche Kostenzusammenstellung:

 

Fa. Rehm                                                    690.000,- DM

Eigenleistung Vereine                     ca.   150.000,- DM

Sonstige Kosten                                       285.000,- DM

 

Geschätzte Baukosten insgesamt:   1. 125.000,- DM

 

Der Bau wurde im Frühjahr 1996 fertig gestellt und eingeweiht. Zum Zeitpunkt der Baumaßnahme haben die beteiligten Vereine folgenden Mitgliederbestand-.

 

Fußballverein e.V.:                               252 Mitglieder

Schützenverein "Gut Heil":                 110 Mitglieder

 

Fußballverein Obereichstätt e.V.

 

H e i n d l

1. Vorsitzender

 

Schützenverein "Gut Heil"

 

R e n n

1. Schützenmeister

 


 

Sportheimeinweihung

 

Am Samstag, 08.02.1996, war für den Fußballverein ein großer Augenblick gekommen. Nach langer Arbeit und mit vielen Arbeitsstunden der Mitglieder beider beteiligter Vereine konnte der Neubau eingeweiht werden. Das Interesse seitens der Obereichstätter Bevölkerung war anlässlich der Besichtigung des Heimes sowie der anschließenden Festlichkeit enorm groß.

 


 

Die Ehrenmitgliedschaft im Verein

 

Der FV Obereichstätt hat es sich zum Ziel gesetzt, besonders verdienten Mitgliedern die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen.

 

Zum Kreis derer, die diese Ehrung erhalten haben, darf sich seit dem Dezember 1995 auch unser Schirmherr, Andreas Kraus, zählen. Ihm lag es besonders am Herzen, in schwierigen Jahren den Verein aufrechtzuerhalten und sich gerade in diesen harten Zeiten als Verantwortlicher in der Vereinsarbeit zur Verfügung zu stellen. So kann er heute darauf zurückblicken, dass er insgesamt 26 Jahre lang im Vorstand, davon 18 Jahre als 1. Vorsitzender, dem Verein zur Verfügung stand. Diese Leistung würdigte auch der Bayer. Fußballverband mit der höchsten Auszeichnung, die er an seine Mitglieder zu vergeben hat, der Verbandsehrennadel in Gold.

 

Außerdem wurde bisher die Ehrenmitgliedschaft verliehen an:

 

Vielwerth Egid, Müller Karl, Stark Hans, Schöpfel Xaver sowie dem viel zu früh verstorbenen Sportkameraden Schneider Wendelin.

 


 

Spielbetrieb der Seniorenmannschaften in den letzten vier Jahren.

 

Das Abschneiden unserer Senioren ließ trotz der anfangs guten Vorsätze zum jeweiligen Saisonbeginn immer etwas zu wünschen übrig. Klar war, dass die immer dünner werdende Spielerdecke durch Abgang der älteren Spieler das Spielniveau sinken ließ. So war das ganze Augenmerk darauf gerichtet, neue Spieler zu gewinnen. Dass es gelang, den kompletten Spielbetrieb Jahr für Jahr aufrechtzuerhalten, war dem Mitwirken unserer türkischen Spieler zu verdanken. Andererseits wusste man auch, dass es noch ein paar Jahre dauern würde, bis unsere Nachwuchsspieler aus der Jugend zur Verfügung stehen werden. Die Berichte aus den Generalversammlungen zeigen dieses Problem auf.

 

Auszüge aus den Generalversammlungen

 

Saison 1992/93:

 

Am 16.07.1993 kamen die Mitglieder im Kammerbauersaal zur Generalversammlung zusammen. 1. Vorsitzender H. Heindl gab bekannt, dass für die neue Saison U. Richter als Trainer verpflichtet werden konnte. Zugleich bedankte er sich bei dem ausscheidenden Spielertrainer H. Hruschovsky. Spielleiter A. Daum berichtete, dass die 1. Mannschaft mit 19:37 Punkten und 46:66 Toren den 12. Tabellenplatz erreichte. Von den 46 geschossenen Toren gingen jeweils 11 auf das Konto von H. Hruschovsky und L. Rucker. Der Rest verteilte sich auf die Mannschaft. Das gesteckte Saisonziel, einen Platz in der Tabellenmitte zu erreichen, konnte nicht realisiert werden. Ein Hoffnungsschimmer sei die Neuverpflichtung von vier Spielern im kommenden Jahr.

 

Saison 1993/94: Generalversammlung am 28.05.1994 im Platz'l.

 

Spielleiter A. Daum berichtete, dass man zum Saisonbeginn gestärkt in die neue Runde ging. Ein paar Niederlagen gleich zu Beginn ließen das Selbstvertrauen jedoch schnell sinken und die Moral der Mannschaft ging zusehends zurück. Ausschlaggebend sei auch der mangelnde Trainingsbesuch gewesen, der trotz der guten Arbeit des Trainers nicht zu verstehen war. So sei die Abschlusstabelle im wesentlich identisch mit der vom Vorjahr.

 

Saison 1994/95: Generalversammlung am 08.07.1995 im Platz'l.

 

Für den verhinderten Spielleiter M. Kammerbauer gab X. Kleinhans den Bericht für die 1. Mannschaft ab. Mit dem neuen Trainer H. Frohberg starteten unsere Kicker anfangs sehr gut. Probleme innerhalb der Mannschaft veranlassten jedoch den Trainer, in der Winterpause zurückzutreten. Zum Rückrundenstart war die Mannschaft zuerst trainerlos, bis sich Hruschovsky H. bereiterklärte, das Amt bis zum Saisonende zu übernehmen. Es setzte ein Aufwärtstrend ein, der die Mannschaft noch den 9. Tabellenplatz erreichen ließ.

 

Saison 1995/96: Generalversammlung am 30.03.1996 im Platz’l

 

Für diese Saison stand wiederum U. Richter als Trainer zur Verfügung. Der neue Spielleiter M. Schmidt verlas den Bericht zur 1. Mannschaft. Er vermerkte, dass bis dato wiederum nur der 12. Tabellenplatz erreicht werden konnte. Ein Grund hierfür dürfte der geringe Trainingsbesuch von durchschnittlich sechs Spielern sein. Die kurze Spielerdecke zwinge auch häufig zu improvisieren.

 

1. Mannschaft: Hruschovsky H., Polak J , Zengerle K., Sapmaz V., Taspinar A., Haunschild R., Pfaller R., Sen H., Kammerbauer M., Kögler M., Rucker Chr., Schmidt M., Haunschild W., Endrich W., Strobl F., Taspinar R.

 


 

Die Reserve

 

Blickt man auf die vergangenen 10 Jahre der zweiten Mannschaft zurück, so ist festzustellen, dass in diesem Bereich Erfolg und Misserfolg besonderen jährlichen Schwankungen ausgesetzt sind. Zunächst muss man jedoch in den Vordergrund stellen, dass der FV Obereichstätt ununterbrochen mit einer Reservemannschaft am Spielbetrieb teilnehmen konnte. Die zuständigen Reserveleiter hatten es zwar meist schwer, Sonntag für Sonntag 11 Mann auf den Sportplatz zu bewegen, eine Spielabsage wegen Spielermangel musste jedoch nur ganz selten erfolgen.

 

Auffallend ist, dass der Erfolg der Reserve oft mit dem Misserfolg der 1. Mannschaft einhergeht. So belegte beispielsweise die "Erste" im Meisterjahr der Reserve 1987/ 88 den letzten Tabellenplatz.

 

Obwohl die Reserve im Verein nur ein "Stiefmütterchendasein" genießt, trägt sie mehr und mehr zur Völkerverständigung bei. Dies wird deutlich, wenn man den Anteil an ausländischen Mitspielern betrachtet. Während vor 10 Jahren im gesamten Verein nur 3 Ausländer Mitglied waren, besteht die Zweite derzeit aus 60 - 90 Prozent türkischen Staatsangehörigen.

 

Bekanntlich hängt der Erfolg einer Fußballmannschaft von dessen Trainer ab. Bei der Obereichstätter Reserve konnte jedoch bisher kein Trainer den enormen Rückgang des Trainingsbesuches der Reservespieler verhindern. Denkt man an vergangene Jahre, als im Training noch Spiele "Erste gegen Reserve" möglich waren, so kann man im Moment keinen Reservespieler bei einer der zweimal wöchentlich stattfindenden Übungsstunden begrüßen. Derzeit kann von der Reservemannschaft kein allzu großer Erfolg verbucht werden, was allerdings vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die Mannschaft an fast keinem Sonntag mit der gleichen Aufstellung wie in der Vorwoche auflaufen kann. Die jährlich eingesetzte Zahl von über 30 Spielern macht das deutlich.

 

Trotz aller Querelen in der vergangenen Zeit ist jedoch für die Zukunft der Reserve eine steigende Tendenz zu verzeichnen.

 

2. Mannschaft: TW Schneider J., Haußner E., Jobst F., Di Terlizzi A., Pfaller R., Kalafat 0.; Oysal N., Sen C" MazIum A., Oysal R., MazIum Y.; Sen A., Caliskan 0., Yüce E., Gürcan N.

 


 

Alte Herren

 

Die Widergründung der AH- Mannschaft erfolgte im Jahr 1985. Unter Spielleiter Daum Bernd und Kätzelmeier Johann wurden im Jahr durchschnittlich 20 Spiele organisiert, Ausflüge und Kameradschaftsabende gestaltet. Ab der Saison 1994/ 95 hat sich die AH einer Verjüngungskur unterzogen. Dabei wechselte auch die Spielleitung. Bernd Daum gab sein Amt an Josef Weinast weiter. Ab der Spielsaison 1995/96 hat sich die Zahl der Spiele wesentlich erhöht (ca. 30 Spiele).

 

Daneben war die erfolgreiche Teilnahme an einigen Pokal- und Hallenturnieren ein schöner Nebeneffekt.

 

Im Einzelnen:

 

1985 erreichte man beim AH- Turnier der DJK Eichstätt den 3. Platz.

 

1986 beim eigenen 40-jährigen Vereinsjubiläum erzielten unsere Oldies den 1. Platz.

 

1989 war die Teilnahme beim Pfingstturnier des VfB Mörnsheim (unter sechs Mannschaften) wieder mit dem 1. Platz gekrönt.

 

1995 erreichte man beim Hallenturnier der TSV Ingolstadt Nord den 10, Platz. 1996 wiederum Teilnahme am Hallenturnier beim TSV Ingolstadt Nord. Unter zehn Mannschaften belegte man den hervorragenden 5. Platz.

 

Im Jahr 1989 wurde nach langer Zeit endlich wieder eine Ausflugsfahrt nach Mölten in Südtirol durchgeführt. Dieser Ausflug, der von Mödl Hannes bestens organisiert war, fand bei allen Teilnehmern großen Anklang.

 

Bereits ein Jahr später unternahm man deshalb eine mehrtägige Fahrt nach Kals am Großglockner. Es sollte der erlebnisreichste Ausflug bisher gewesen sein. Beste Wetterbedingungen und hervorragende Stimmung unter allen Teilnehmern sorgten für abwechslungsreiche Tage. Die Wanderung von der Glorerhütte zur Lucknerhütte und Lucknerhaus ist heute noch immer eine Erinnerung wert.

 

Um die gesellschaftlichen Ereignisse hat sich Heinz Walter im besonderen durch sein Grillfest anlässlich seines 50-jährigen Geburtstages und durch sein jährliches Radifest im Altmühlgarten besonders verdient gemacht.

 


 

Frauensport findet immer mehr Zuspruch.

 

Angefangen hat es im Jahr 1974. Einige Obereichstätter Frauen trafen sich einmal in der Woche auf dem Schulhof zum Volleyballspiel. Das Spielfeld war steinig und uneben. Doch trotz aufgeschlagener Knie und lädierter Ellenbogen hatten die Sportlerinnen viel Spaß. Sogar das Netz war selbst geknüpft. Von 1978 - 1983 trafen sich die Frauen dann einmal in der Woche in der Turnhalle in Dollnstein. Danach löste sich die Gruppe leider auf.

 

Ein Jahr später, 1984 suchten einige Frauen nach neuen Möglichkeiten und Ideen, um den Sport wieder interessanter werden zu lassen. Nach dem Motto "Sport treiben, fit bleiben" wurde eine Damengymnastikgruppe gegründet, die von Köhler Walli geleitet wurde. Ihre Kenntnisse hat Sie in der Ausbildung zum Übungsleiterin erworben. Die Gymnastik kam gut an. Dies zeigte die steigende Zahl der Mitglieder. Bis zum Sommer 1995 wurde in der Turnhalle in Dollnstein gesportelt. Bei schönem Wetter wurden Radtouren und Wanderungen unternommen.

 

Viel Spaß bereiteten auch die lustigen Einlagen beim Faschingsball der Vereine. Nun hat Obereichstätt sein eigenes Sportheim. Mit Sieglinde Bittl und Anneliese Meier sind zwei neue Übungsleiterinnen dazugekommen. Im neuen Gymnastikraum wird nun von drei Übungsleiterinnen Sport für jeden angeboten, wozu alle Frauen jeden Alters eingeladen sind.

 

Damengymnastik: Bösl M., Koderer A., Rauch L., Salzner M., Linz E., Hermannsdörfer L., Baier P., Hruschovsky R., Wechsler H., Bittl I., Helmschmidt L., Schneider H., Mödl A., Kammerbauer H., Köhler W., Betz J., Schneider B.; Berlinghof I., Daruka J., Frohberg B., Müllers D., Meier A., Bittl S., Rußer I.

 


 

1996  Umbau Vereinsgaststätte "Am Platzl'

 

ein Volltreffer für den FV Obereichstätt !

 

Solche oder ähnliche Worte hört man oft von Gastmannschaften, die ihre Visitenkarte in Obereichstätt abgeben und dabei das schmucke, kleine Vereinslokal am alten Sportplatz aufsuchen. Aber auch bei den Ortsbewohnern findet die Sportgaststätte zwischenzeitlich eine breite Akzeptanz.

 

Für die Fußballer und für viele Vereinsmitglieder ist es das Lokal aber überhaupt. Doch bis dahin war ein weiter Weg. So mussten erhebliche Baumaßnahmen durchgeführt werden, bis das Landratsamt Eichstätt dem Fußballverein Obereichstätt die Konzession zum Betreiben einer Gaststätte erteilte.

 

Heute ist das Vereinslokal Mittelpunkt vieler geselliger und kameradschaftlicher Veranstaltungen. Feste Größen" im Kalenderjahr sind dabei der Kappenabend, das Sommernachtsfest und die Hauskirchweih. Sogar Brettelatmosphäre kam schon auf, als eine kleine Theatergruppe etliche Einakter vor voller Kulisse zum Besten gab.

 

Wie wichtig die Sportgaststätte für den Verein sein kann, zeigt sich vor allem auch in der Betreuung und Bewirtung seiner Jugendmannschaften. Kann doch die Vorstandschaft bei der Preisgestaltung der Getränke voll auf die Belange und Geldnöte der jungen Sportfreunde Einfluss nehmen. Bei den Kartenspielern ist das Vereinslokal längst ein Geheimtipp, denn ein "Schafkopf' geht immer!

 

Die Gaststätte wird von Mitgliedern ehrenamtlich und unentgeltlich bewirtschaftet. Zum Ausschank kommen, neben antialkoholischen Getränken, die gepflegten Biere der Brauerei Gutmann, sowie heimische Schoppenweine. Der FV Obereichstätt bedankt sich für Ihren Besuch!

 

Der Start in die "Zweiten Fünfziger`

 

Durch die Entwicklung der zurückliegenden Jahre, besonders nach de 40-Jahrfeier, die Neuanlage des zweiten Sportplatzes, den Ausbau de Sportgaststätte "Am Platzl' und den damit verbundenen gemeinsamen Unternehmungen, und zuletzt durch den Neubau unseres Sportheims gemeinsam mit dem Schützenverein "Gut Heil" Obereichstätt, hat unser Verein einen Aufschwung genommen, der für die Zukunft hoffen lässt.

 

Besonders erfreulich ist dabei, dass durch die Vereinsarbeit der letzten Jahre ein zunehmendes Interesse von Schülern und Jugendlichen am Fußballsport und am Vereinsgeschehen erreicht werden konnte. Hängt doch die Zukunft unseres Vereins (und nicht nur die) gerade von den Schülern und Jugendlichen ab.

 

Mit derzeit ca. 300 Mitgliedern erreichte unser Verein damit die höchste Mitgliederzahl seit seinem Bestehen.

 

Hält man nun zum 50-jährigen Jubiläum des Fußballvereins Obereichstätt bewusst Rückschau, wird jeder für sich feststellen können, dass die Vereinsgeschichte nur eine Seite der Medaille ist. Mit der anderen Seite untrennbar verbunden ist immer ein Teil einer ganz persönlichen Lebensgeschichte. Jedes Vereinsmitglied brachte sich mit ein und trug in all den Jahren mehr oder weniger, je nach Engagement, seinen Teil dazu bei. Nur wenn jedes Mitglied auch zukünftig bereit ist, nach seinen Möglichkeiten mitzuwirken, kann der Verein weiter gedeihen. In der heutigen, hektischen Zeit ist Gemeinschaft wichtiger denn je. Der Auftrag für die Zukunft könnte also darin gesehen werden, diese Gemeinschaft zu pflegen und zu erhalten. In unserem schönen Sportheim, in der Sportgaststätte "Am Platzl' und auf unseren Sportanlagen, ist die Möglichkeit gegeben, sich bei Geselligkeit und Sport zu begegnen. Dazu laden wir Euch alle, auch im "Zweiten Fünfziger, ganz herzlich ein.

 


 

Grußwort des Schirmherrn

 

Der Fußballverein Obereichstätt kann in diesem Jahr auf fünfzig Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Manch einer denkt jetzt vielleicht, was sind schon fünfzig Jahre. Fünfzig Jahre sind zunächst einmal rein rechnerisch gesehen ein halbes Jahrhundert, vor nicht allzu langer Zeit war dies sogar ein ganzes Menschenleben. Ich vertrete deshalb die Auffassung, dass das fünfzigjährige Gründungsjubiläum des Fußballvereins Obereichstätt nicht nur als ein besonderes Datum betrachtet werden darf, sondern vor allen Dingen im Hinblick auf die langjährige Vereinsarbeit der zahlreichen aktiven und passiven Sportler gewürdigt werden muss.

 

1946 ist im weitesten Sinn ein ähnliches Jahr wie 1996.

 

Standen die Menschen damals, ein Jahr nach Kriegsende vor der großen Frage, wie die Zukunft wohl aussehen mag, nachdem ganz Deutschland in Schutt und Asche lag, so stehen sie jetzt vor der Frage: Was bringt uns Europa?, das neue Jahrtausend? Damals wie heute waren und sind wir alle gefordert, in anderen Dimensionen denken zu lernen, sich mit anderen Techniken auseinanderzusetzen und wieder einmal ein neues Weltbild zu akzeptieren. Aber gerade in solchen Zeiten ist es wichtig, dass der Mensch die Gemeinschaft mit anderen pflegt und von dem durch Egoismus und Hektik geprägten Alltag Abstand finden kann. Was bietet sich da denn mehr an, als ein Sportverein, der neben der Möglichkeit des geselligen Beisammenseins mit Gleichgesinnten auch noch eine Sportart anbietet, bei der nicht nur Fitness, sondern auch Fairness und Gemeinschaftsgeist gefragt sind ?

 

Diese Gemeinsamkeiten, sowie ein unermüdliches Wirken der verschiedenen Mitglieder haben bewirkt, dass der FV Obereichstätt nicht in seinen Kinderschuhen stecken blieb, sondern sich über fünfzig Jahre hinweg weiterentwickelt hat. Dies war nicht immer einfach, da sich immer wieder Situationen ergaben, die sowohl Einfallsreichtum als auch Durchsetzungsvermögen der Verantwortlichen erforderten, um Probleme, wie mangelndes Interesse am Sport oder zu geringen Zulauf, zu bewältigen. Aber trotz allem konnten sportliche Erfolge verzeichnet werden. Doch auch Erfolge, die für gewöhnlich nicht an die Öffentlichkeit gelangen, wie Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn, haben sich im Laufe der Zeit entwickelt. Denn ohne diese wäre es nicht möglich gewesen, so lange die Vereinslandschaft eines Ortes mitzuprägen und auch die äußeren Rahmenbedingungen wie z.B. die Anlage eines neuen Fußballplatzes oder den Neubau eines Vereinsheims zu bewerkstelligen.

 

Ich danke allen, die im Laufe der Jahrzehnte dazu beigetragen haben, dass der FV Obereichstätt weiter besteht, selbst in schwierigen Situationen nicht den Mut verloren haben und immer für die Interessen des Vereins eingetreten sind, damit dieser wachsen und gedeihen konnte.

 

Für die Festlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Gründungsjubiläums in diesem Jahr wünsche ich dem FV Obereichstätt einen reibungslosen Ablauf und hoffe, dass die geplanten sportlichen Aktivitäten, die auch diesmal einen Großteil des Festprogramms ausmachen, in einer stets fairen und sportlichen Atmosphäre ablaufen.

 

Andreas Kraus

 

Schirmherr

 


 

Grußwort des 1. Vorsitzenden

 

50 Jahre Fußballverein Obereichstätt sind 50 Jahre mit Höhen und Tiefen. In dieser Zeit haben es engagierte Mitglieder immer wieder geschafft, Tiefen zu überwinden und auch sportliche Erfolge zu erzielen. Wir feiern jetzt gemeinsam das 50-jährige Bestehen des FV Obereichstätt, dabei denken wir in erster Linie an diese engagierten Mitglieder und danken Ihnen dafür, dass Sie den FV Obereichstätt  bis heute mitgetragen und mitgeformt haben.

 

In einer Ortschaft mit rund 700 Einwohnern werden große sportliche Erfolge immer die Ausnahme sein. Der Glücksfall, dass ein Jahrgang so viele gute Fußballspieler hervorbringt, um an die Spitze der A-Klasse zu kommen, wird nicht alle Tage eintreten. Aber ein Sportverein in einer Ortschaft unserer Größe muss neben den sportlichen Erfolgen noch weitere Ziele haben. Die Arbeit mit der Jugend und die Pflege des Gemeinschaftsgedankens sind gleichwertige Aufgaben. Gerade auf diesen beiden Gebieten kann auch ein kleiner Sportverein dauerhafte Erfolge erzielen. Angefangen bei den Jugendleitern über die Verantwortlichen im Verein bis zu jenen, die Arbeitsstunden beim Sportheimneubau geleistet haben, ist von den Mitgliedern des FV Obereichstätt für den Verein und für Obereichstätt viel getan worden.

 

Bleiben die Pflege der Gemeinschaft mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit dauerhafte Leitziele des FV Obereichstätt, werden sich auch größere sportliche Erfolge wieder einstellen und der Verein wird sich auch in Zukunft positiv weiterentwickeln.

 

Für das bevorstehende Fest wünsche ich allen Teilnehmern Glück und Erfolg bei den sportlichen Veranstaltungen und viel Spaß bei den Festlichkeiten.

 

Xaver Kleinhans

1. Vorstand des FV Obereichstätt

 


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Vereinschronik   1996-2006

 

Der FV Obereichstätt kann in sportlicher und gesellschaftlicher Hinsicht auf 10 besonders ereignisreiche Jahre zurückblicken. Nach der 50-Jahrfeier hätte keiner geglaubt, dass sich der FV Obereichstätt in diesem Maße weiterentwickelt. Das Ziel der Vereinsführung war es immer, den Verein sowohl in sportlicher Hinsicht mehr Perspektiven zu geben, als auch das Gesellschaftliche zu erhalten und weiterhin positiv zu gestalten. Alle Maßnahmen, die beim FVO in den letzten zehn Jahren gelaufen sind, wären nicht möglich gewesen, wenn nicht eine große Anzahl von Mitgliedern den FVO unterstützt hätte. Dabei sind die Mitglieder, die in Abteilungen aktiv sind, die nicht im Vordergrund stehen, oft besonders rührig. Die Damen, Mädchen und Senioren der Gymnastikgruppen usw., die jede Woche unter fachkundiger Leitung unserer Übungsleiterinnen und -leiter ihrem Sport nachgehen, oder die Alten-Herren, die genauso eifrig und gekonnt Fußball spielen wie die Jungen, sind immer bereit, bei anstehenden Arbeiten ihren Teil zum Gelingen beizutragen.

 

Der FVO kann sich glücklich schätzen, dass ein reges Vereinsleben durch unsere Mitglieder gestaltet wird. Vom alljährlichen Sommernachtsball, über die Kindernachmittage bis zu den Festen am Platz'l, beim FVO war in den letzten zehn Jahren ein aktives und abwechslungsreiches Vereinsleben geboten. Wir wünschen uns, dass in den nächsten Jahren die Entwicklung nicht still steht, sondern genauso positiv weiter läuft.

 


 

1. und 2. Herrenmannschaft

 

Der FV Obereichstätt kann im Bereich der 1.- und 2. Herrenmannschaft auf erfolgreiche 10 Jahre zurückblicken. Es gelang aus der ehemaligen C-Klasse bis in die heutige Kreisliga aufzusteigen. Nach einem vorläufigen Tiefpunkt in der Saison 1996/97, in der der FVO nur im hinteren Tabellendrittel der damals untersten Spielklasse (C-Klasse) zu finden war, gelang ein fast unheimlicher Aufschwung. Durch die Verpflichtung eines neuen Trainers - Fritz Strobl - und einigen Neuzugängen kam die große Wende in sportlicher Hinsicht. Der FVO stieg als Zweiter der C-Klasse Jura-Süd in die B-Klasse Jura-Süd auf. Seit dieser Zeit hat der Verein mit der untersten Spielklasse keine Bekanntschaft mehr gemacht. Dies soll auch in Zukunft so bleiben.

 

Nach schwierigen Anfangsjahren, in denen man wiederholt gegen den Nichtabstieg kämpfte, wendete sich das Blatt zugunsten des FVO im Spieljahr 2002/2003. Mit abermals einem neuen Trainer - Helmut Heindl - wurde in dieser Saison erstmals ein Platz im oberen Tabellendrittel erreicht. Der sportlich absolute Höhepunkt war die Saison 2003/04, als sich der FVO zur Spitzenmannschaft in der Kreisklasse entwickelte. Unter demselben Trainer wurden in Obereichstätt Erinnerungen an längst vergangene A-Klassenzeiten wach. Nach fast 40 Jahren gelang der Aufstieg in die höchste Liga des Kreises Jura - die Kreisliga (ehemals A- Klasse). Bewegende Bilder spielten sich am Sportplatz in Obereichstätt ab, als der Aufstieg vorzeitig perfekt gemacht wurde. Alte Obereichstätter Fußballgrößen (Johann Hruschovsky, Franz Renn, Bernd Daum, Johann KätzImeier und viele andere) und alle Obereichstätter Fußballfans waren gerührt, begeistert und überwältigt von der herausragenden Leistung dieser Mannschaft. Sie schaffte unter Trainer Helmut Heindl etwas, was in Obereichstätt noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

Im selben Jahr feierte unsere zweite Mannschaft die Vizemeisterschaft in der Reserverunde. Erst im letzten Spiel mussten sie sich dem Meister geschlagen geben. In den Jahren davor und danach nahm die zweite Mannschaft stets mit wechselndem Erfolg an der Runde teil. Obwohl diese Mannschaft oft nicht so im Blickpunkt steht wie die erste Mannschaft, ist sie für die sportliche Entwicklung enorm wichtig. Es war, ist und wird stets ein Anliegen des Vereins sein, eine schlagkräftige Zweite ins Rennen um die Punkte zu schicken. Leider konnten wir mit der ersten Mannschaft diese Klasse nicht halten und mussten nach einem Jahr wieder in die Kreisklasse Jura-Süd absteigen. Erwartet schwer gestaltete sich das Spieljahr 2005/06. Unter dem neuen Trainer Wilhelm Radmacher ist es das Ziel, die Spielklasse zu erhalten und zu einem anständigen Ergebnis zu kommen. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir unsere gesteckten Ziele erreichen und auch in der kommenden Saison wieder eine gute Rolle in der Kreisklasse Jura-Süd spielen werden.

 

1. Mannschaft Aufstieg Kreisliga 2004: Tobias Heindl, Christian Hoffmann, Tobias Schillhuber, Markus Kammerbauer, Ferug Ören, Johannes Kammerbauer, Helmut Hruschovsky, Markus Hüttinger, Trainer Helmut Heindl; Andreas Haug, Christian Geyer, Rasit Taspinar, Alexander Hornung, Dominik Neuber, Christian Rucker, Daniel Endrich, Michael Schmidt, Peter Kleinhans, Andreas und Philipp Mödl, Markus Betz, Christoph Meyer Andreas Gränz, Simon und Jan Kräck, Thomas Mössie, Jochen Polak, Christian Reimann, Stefan Renn, Hafil Sen, Rainer Wölfel.

 


 

Damen und Mädchen

 

Völliges Neuland betrat der FVO im Jahr 1996/97, als eine Mädchenmannschaft ins Leben gerufen wurde. Nach einem Probejahr, in dem nur Freundschaftsspiele bestritten wurden, meldete man im Jahr 1997/98 zwei Kleinfeldmannschaften im Kreis Donau - Ilm im Rundenbetrieb an. Auf Anhieb gelang den Mädels das Erreichen der Meisterschaft. Durch einige Neuzugänge aus umliegenden Ortschaften, wechselte man im darauf folgenden Jahr aufs Großfeld.

 

Aus dieser Jugendarbeit erwuchs im Laufe der Jahre eine schlagkräftige Damenmannschaft, die sich jetzt im vorderen Drittel der Bezirksliga Mittelfranken etabliert hat. Der Spielleiter, die gute Seele und "Mädchen für alles" im Mädchen und Damenbereich - Robert Reimann - hat entscheidend zu diesem Erfolg beigetragen. Derzeit (2007) spielt die Damenmannschaft in der Bezirksliga Mittelfranken, die U-15 Juniorinnen spielen in der Bezirksoberliga und die U-17 Mädels in der Bezirksoberliga sehr erfolgreich Fußball.

 

Damenmannschaft Aufstieg - Bezirksliga 2004: Trainer Matthias Ablassmeier, Sigrid Weidenhiller, Sophie Scheer, Maria Rußer, Susanne Schillhuber, Lisa Mödl, Marion Thirmeyer, Kathrin Schillhuber, Franziska Rudingsdorfer, Helga Weidenhiller, Beate Schneid, Christine Rössler, Michaela Reimann, Beatrice Schillhuber, Jutta Kahoun, Katja Weber, Manuela Lux, Andrea Regler.

 


 

Juniorinnen-/Juniorenfußball

 

Ein weiterer Schwerpunkt in den vergangenen 10 Jahren war die Arbeit mit den Jugendlichen. Nachdem Wiederbeginn der Jugendarbeit vor fast genau 20 Jahren durch Hannes Mödl, schickte der FVO jedes Jahr in fast allen Altersgruppen aussichtsreiche Mannschaften ins Rennen. Zahlreiche Meisterschaften und Pokalsiege konnten in den letzten 10 Jahren im Jugendbereich errungen werden. Einer der Höhepunkte war zweifellos der Aufstieg der A-Jugend in die Kreisklasse Jura im Spieljahr 1997/98. Aufgrund der hervorragenden Arbeit unserer Betreuer und Trainer konnten sich immer wieder Jugendliche im Mädchen- und Jungenbereich für die Auswahlmannschaften qualifizieren.

 

Meisterschaft U19-Junioren 1998: Trainer Hartmut Frohberg, Co-Trainer Helmut Heindl, Alexander Hornung, Tobias Schillhuber, Johannes Kammerbauer, Markus Betz, Christoph Schillhuber, Peter Würzburger, Christian Reimann, Daniel Wittmann, Axel Wittmann, Daniel Endrich, Roland Hagemann, Andreas Mödl, Neuber Dominik, Tobias Heindl, Sven Templer, Manuel Neuber, Stefan Schneider.

 

Momentan (2007) schickt der FVO folgende Mannschaften im Jugendbereich ins Rennen:

 

Mannschaft                                                         Betreuer

U  9 (F) - Junioren                                              Beatrice Schillhuber

U 11/2 (E2) – Junioren                                       Helmut Hruschovsky, Oliver Salbeck           

U 11/1 (E1) –Junioren                                        Christoph Kräck

U 13 (D) – Junioren                                           Rudi und Stefan Dannemann

U 19 (A) – Junioren                                           Markus Hüttinger, Armin Micki, Stefan Renn

U 15 (C) – Juniorinnen                                      Hans Bösl

U 17 (B) – Juniorinnen                                      Markus Rein

 

Wir hoffen, dass die Jugendarbeit auch in den folgenden Jahren erfolgreich weitergeführt werden kann, wenn sich auch die Suche nach Betreuern und Trainern immer schwieriger gestaltet.

 

Hoffnungsvoll stimmt uns jedoch, dass mit Helmut Heindl und Helmut Hruschovsky zwei erfahrene und bewährte Kräfte als Jugendleiter gewonnen werden konnten. Diese beiden genießen das volle Vertrauen des FVO, die Zukunft des Jugendfußballs erfolgreich zu gestalten.

 

Mädchen Meister Bezirksoberliga Saison 2004/05: Karina Meilinger, Marie Kraeck, Andrea Regler, Sabrina Neumayer, Juliane Weinast, Birgit Lux, Barbara Eichhorn, Bettina Sandner, Teresa Frühholz, Christine Fichtner, Hannah Ingelmann, Lisa Stark, Saskia Naumilkat, Angela Pfaller, Andrea Naujokat, Verena Steinrück, Sophie Bösl, Sabine Zinsmeister, Lisa Haußner, Jana Heimschmidt, Christine Göbel, Theresa Fuchs, Katharina Schlamp, Eva Böttle, Juliane Steinrück, Katharina Schneider.

 


 

Ehrungen

 

Eng verbunden mit dem sportlichen Erfolg sind auch immer bestimmte Personen, die in besonderer Weise dazu beigetragen haben. Der FVO ist besonders stolz in den letzten 10 Jahren drei Ehrenamtspreisträger des Bayerischen Fußballverbands in seinen Reihen zu haben: Xaver Kleinhans 1998, Beatrice Schillhuber 2002 und Robert Reimann 2005. Der Fußballverein Obereichstätt wurde 2004 mit der "Silbernen Raute" ausgezeichnet. Diese Auszeichnungen sind in erster Linie persönliche Ehrungen, aber auch der FVO kann stolz auf seine Würdenträger sein.

 


 

Baumaßnahmen

 

Nicht nur sportlich, auch im Bezug auf die Ausstattung hat sich der FVO weiterentwickelt. Der unter Helmut Heindl begonnene Neubau des Sportheims in der Allee, wurde vor genau 10 Jahren eingeweiht. Um die immer größer werdende Anzahl an Sport- und Pflegegeräten sachgerecht unterbringen zu können, wurden zwei Garagen in vollständiger Eigenleistung errichtet.

 

In den Jahren 2001/2002 wurde ein kompletter Neubau der Vereinsgaststätte am Platz'l errichtet. Johann Hruschovsky, Hermann Vielwerth, Robert Reimann, Josef Regnath, Franz Hruschovsky, Thomas Wechsler, Anton Schillhuber und Helmut Heindl sind nur einige derer, die zum guten Gelingen des Neubaus beigetragen haben.

 

Am 13.Juli 2002 erfüllte sich dann der Traum aller FVOler, die Einweihungsfeier schloss den Neubau ab und eröffnete gute Perspektiven für die Zukunft des FVO. Inzwischen ist das Platz'l nicht mehr nur die Heimat des FVO, sondern auch Heimatverein, Obst - und Gartenbauverein, Feuerwehr und "Obereichstätt Aktiv" halten ihre Veranstaltungen am Platz'l ab.

 

Ganz besonders freut es die Verantwortlichen des FVO, dass seit der Schließung der Gaststätte Kammerbauer der Männergesangsverein im Platz’l eine neue Heimat gefunden hat. Damit wird auch dem Ziel des FVO, die Dorfgemeinschaft näher zusammen zu bringen, Rechnung getragen.

 


 

VEREINSJUGENDLEITUNG

 

Am 1. August 2004 wurde ein neues Organ des FV Obereichstätt ins Leben gerufen: die Vereinsjugendleitung. Gemäß der Satzung des BLSV gehören alle jungen Vereinsmitglieder bis zum 27. Lebensjahr, sowie die gewählten und berufenen Jugendmitarbeiter der Vereinsjugend an. Wie ein Verein, hat auch die Vereinsjugend ihre eigenen Vertreter und so wurde folgende Leitung gewählt:

 

1. Vorsitzende                                                    Susanne Schillhuber

Stellvertretender Vorsitzender                           Florian Jobst       

Jugendsprecher                                                Jürgen Wittmann

 

1. Beisitzer           Max Bösl

2. Beisitzer           Georg Biedermann

3. Beisitzer           Selim Sen

4. Beisitzer           Sinan Sen

 

Diese Vereinsjugendleitung ist seitdem für alle Jugend Angelegenheiten des Vereins zuständig. Ihre Aufgaben sind die Förderung der sportlichen Jugendarbeit, sowie die Jugenderziehung/-hilfe unter Berücksichtigung der Interessen der Jugendlichen. Auch bestimmt sie die Gestaltung des Vereinslebens mit und entscheidet über die Verwendung der der Vereinsjugend zufließenden Mittel. Geregelt ist dies durch Beschlüsse der Jugendvollversammlung und der Satzung des Vereins. So wurden seitdem die Jugendmannschaften jährlich finanziell unterstützt, es wurde für die Jugendlichen eine Jugenddisco veranstaltet und der Kindernachmittag des FVO mitgestaltet. Die Basis für die Vereinsjugendleitung wurde auf der Generalversammlung des FV Obereichstätt am 4. Juli 2004 gelegt. Es wurde beschlossen, eine Vereinsjugendleitung zu etablieren; dazu wurde folgender neue Paragraph in die Vereinssatzung des FV Obereichstätt aufgenommen:

 

§ 13 Vereinsjugend

 

1) Die Jugend des Vereins führt und verwaltet sich selbständig und entscheidet über ihre durch den Haushalt des Vereins zufließenden Mittel im Rahmen der Finanzordnung. Die Jugendabteilung kann kein eigenes Vermögen bilden.

 

2) Der Vorsitzende der Vereinsjugendleitung, der zugleich Gesamtjugendleiter und Mitglied im Vereinsausschuss ist, wird von der Jugendversammlung gewählt. Soweit eine solche Wahl nicht stattfindet, ist von der Mitgliederversammlung ein Gesamtjugendleiter zu wählen, der dann im Vereinsausschuss ist.

 

 3) Das nähere regelt die Jugendordnung.

 


 

"ALTE HERRENMANNSCHAFT" Des FV OBEREICHSTÄTT

 

Die Sparte "AH" des FV Obereichstätt besteht zur Zeit aus 33 aktiven und passiven Mitgliedern. Die aktiven Mitglieder haben ihre fußballerische Laufbahn in den Seniorenmannschaften beendet, fühlen sich aber noch zu jung, um endgültig zum alten Eisen zu gehören. Hier spielt man nun von April bis Oktober, samstagnachmittags in der "AH". Sollte jedoch ein Engpass bei den Seniorenmannschaften bestehen, findet man auch immer wieder Spieler der "AH" in deren Reihen, die gerne aushelfen. Was an jugendlicher Spritzigkeit fehlt, wird von den "Alten Herren" mit Erfahrung und Routine ersetzt. Zu den Aktivitäten im Jahr gehören neben den Spielen ein Ausflug, eine Grillparty und eine Abschlussfeier. Trainiert wird jeweils am Donnerstag am "Platz'l, denn ohne Training geht bekanntlich nichts. Willkommen ist hierzu jeder, auch wenn er kein AH - Mitglied ist. Im Jahr 2005 fanden 13 Spiele statt. Hiervon konnten 4 Spiele gewonnen werden und 9 Spiele gingen verloren. Insgesamt waren 27 Spieler eingesetzt. Für das bereits begonnene Spieljahr 2006 sind 18 Begegnungen angesetzt. Jede Sparte im Verein benötigt auch einen Verantwortlichen. Ab dem Jahr 2004 ist es hier Franz Lux für die AH. Unterstützt wird er in seiner Tätigkeit von Josef Schneider und Thomas Wechsler. Seine Vorgänger waren Eduard Templer bekannt als "Simon" und Hans Bösl. Nicht zu vergessen ist hier auch Hartmut Frohberg, der bis Ende des Spieljahres 2004 als Trainer der AH - Mannschaft tätig war und so für die Fitness sorgte.

 

Am 24.Juli 2001 fand ein absolutes "Highlight" statt. Unter der Schirmherrschaft von Herrn Raimund Wechsler, dieser war der Gründer der Alten Herrenmannschaff des FV Obereichstätt, wurde ein Pokalturnier ausgerichtet. Es nahmen daran vier AH- Mannschaften teil: VfB Pörnbach, DJK Dollnstein, DJK Pollenfeld und FV Obereichstätt. Gespielt wurde auf dem Platz'l. Wie es sich für einen guten Gastgeber gehört, überließ man die vorderen Plätze den Gästen. Turniersieger wurde die DJK Dollnstein vor dem Vfl  Pörnbach. Danach folgte die DJK Pollenfeld auf Platz 3 und die AH des FVO belegte den letzten Platz. Dieses Turnier und vor allem die anschließende Feier auf dem Platzl  fand soviel Anklang, dass der Wunsch geäußert wurde, so etwas zu wiederholen. Dieser Bitte kam man nach und es wurden weitere Turniere organisiert und durchgeführt.

 

Aber nicht nur der Fußball steht im Vordergrund, sondern auch das Kulturelle selbstverständlich verbunden mit Fußball. Im September 2001 reiste die AH nach Probstzella/Thüringen. Neben der Besichtigung einer Schokoladenfabrik und der ehemaligen Grenze einschließlich Wachturm wurde auch ein Fußballspiel ausgetragen, das sogar 1:0 gewonnen werden konnte.

 

Im Jahr 2002 führte der Ausflug in den Bayer. Wald - nach Perlesreut. Dieser Ort wurde zwischenzeitlich zur Heimat eines ehemaligen FVOler's - Michi Krickl. Nach einem Fußballspiel am Anreisetag fand am 2. Tag eine Stadtbesichtigung in Passau statt. Zuletzt nun blieb man in der Heimat und veranstaltete eine Kanufahrt auf der Altmühl. Begeistert waren vor allem die Kinder. Die Flussfahrt führte von Eichstätt flussabwärts nach Arnsberg, wo man wieder an Land ging. Einige Teilnehmer machten die Erfahrung, dass man auch in der Altmühl noch "baden" kann.

 

AH - Mannschaft 20-Jahrfeier, Schirmherr Raimund Wechsler:  Werner Haunschild jun., Jürgen Schließer, Robert Schneider, Klaus Zengerle, Max Biedermann, Thomas Wechsler, Hartmut Frohberg, Franz Wittmann, Ernst Linsenbühler, Rudi Maile, Anton Schillhuber, Hans Bösl, Erwin Meindl, Eduard Templer, Karl Kölle, Peter Kahoun, Reiner Knopf, Ludwig Meyer, Franz Lux, Konny Seitz, Josef Schneider, Norbert Kettner, Elmar Haußner, Werner Endrich, Reiner Heimschmidt, Johannes Forster, Mmaju Eke, Siegfried Naumilkat, Ömer Inci, Arif Sen, Markus Kammerbauer

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IN SIEBEN JAHREN VON DER A-KLASSE IN DIE KREISLIGA

 

In der Saison 1997/98, dem 51. Jahr der Vereinsgeschichte, führte Trainer Uli Richter die "Erste Mannschaft" in der damaligen C-Klasse auf den 9. Platz. Spielleiter Michael Schmidt konnte Helmut Hruschovsky zum Gewinn der "internen Torjägerkanone" mit 24 Treffern beglückwünschen. Die Reserve fand sich unter Leitung von Xaver Kleinhans am Saisonende auf einem Mittelfeldplatz.

 

Zur neuen Saison konnte Franz-Josef (Fritz) Strobl als Trainer verpflichtet werden. Zu seiner ersten Trainerstation einer Seniorenmannschaft brachte er einige Studenten, wie Johannes Forster und Christoph Meyer (genannt Ackermann), für den Spielerkader, sowie seinen Bruder Oskar als Pausenclown und Organisationstalent, mit. In dieser Saison kam auch unser neues unvergessliches Sprachrohr, sowohl am Sportplatz als auch außerhalb, Tobias Ückert, genannt Ücki. Motivationskünstler Fritz und Spielleiter Werner Endrich konnten mit ihrer Mannschaft die Herbstmeisterschaft feiern, ungeschlagen. Oskar Strobl organisierte im Auftrag des Trainers ein einwöchiges Trainingslager in der Türkei, welches sportlich und kameradschaftlich sehr erfolgreich war. Ergebnis einer tollen Saison war der vorzeitige Aufstieg in die Kreisklasse. Mit großem Vorsprung auf Platz drei und nur 22 Gegentoren bei 52 Punkten konnte schon vier Spieltage vor Schluss gefeiert werden. Top-Torjäger Helmut Hruschovsky traf diesmal 21 mal. Die Reserve, betreut von Xaver Kleinhans und Max Biedermann, erreichte einen guten 7. Platz.

 

Aufstiegsmannschaft Kreisklasse: Trainer Fritz Strobl, SL Werner Endrich, Helmut Hruschovsky, Werner Haunschild, Yüksel Mazium, Recep Dalgülge, Thomas Wechsler, Jochen Polak, Volkan Sapmaz, Richard Pfaller, Akkus Ayhan, Taspinar Rasit, Christian Rucker, Markus Kammerbauer, Peter Kleinhans,  Halil Sen, Michael Schmidt, Tobias Ückert, Johannes Forster, Christoph Meyer, Eduard Templer.

 

Achter Platz als Aufsteiger

 

In der Kreisklasse konnte Fritz's Mannschaft erst am 4. Spieltag den ersten Punkt holen. Dennoch freute man sich in Obereichstätt am Saisonende über den 8. Platz. Spielleiter Werner Endrich gratulierte Nachwuchsspieler Tobias Heindl zum Torschützenkönig mit 14 Treffern. Die Reserve wurde unter Leitung von Max Biedermann und Xaver Kleinhans ebenfalls Achter.

 

Kurz vor der Winterpause der Saison 1999/2000 endete die Zusammenarbeit mit "Fritz" Strobl. Student Markus Rein übernahm als Spielertrainer die 1. Mannschaft. An seiner Seite fungierte Studienkollege Andreas Haug. Die durch Nachwuchsspieler verjüngte Mannschaft konnte am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt feiern. Spielleiter war Xaver Kleinhans und Torschützenkönig wurde erneut Tobias Heindl mit 16 Toren. Max Biedermann und seine Reserve wurde diesmal nur 12.

 

In der Saison 2000/01 übernahm Andreas Haug als Spielertrainer das Ruder der 1. Mannschaft. Spielleiter der Ersten und Reserve war Max Biedermann. Lange Zeit spielte der FVO im oberen Tabellendrittel und war zu Ostern sogar Tabellenführer. In der Endphase verspielte der FVO in den vielen Nachholspielen jedoch alle Titelträume und konnte sich dennoch über einen hervorragenden 7. Platz freuen. Die Torschützenliste las sich sehr gut. Helmut Hruschovsky 13, Andreas Haug 13, Tobias Heindl 12, Michael Schmidt 10 usw. Die Reserve machte es der Ersten wieder einmal gleich und wurde ebenfalls 7. In all den Jahren stießen viele Studenten, die in Eichstätt studierten, zu uns, welche ihr Herz an den FV Obereichstätt verloren, wie: Matthias Ablassmeier, Gordon Fricke, Reiner Wölfel, Frank Linkesch, Norbert Eszlinger (unser Sachse), Christian Hoffmann, Thomas Mössle, Markus Rüther, Hanno Schedler, Markus Böhm, Jörg Buchhold, Christian Wonka, usw. Auch sorgten unsere drei Musiker (Jockl, Ackermann und Reini) bei den Feierlichkeiten immer wieder für gute Stimmung.

 

Andreas Haug, Liebling nicht nur der weiblichen Fans, coachte die Mannschaft auch in der folgenden Saison. Am Ende einer durchwachsenden Saison sprang der 8. Platz heraus und Andy Haug musste Tobias Heindl mit seinen 15 Treffern die Torjägerkanone überlassen. Spielleiter Max Biedermann schaffte mit der Reserve, wie sollte es anders sein, ebenfalls den 8. Platz.

 

Für die neue Saison wurden den beiden Mannschaften mit Trainer Helmut Heindl und Spielleiter Markus Kammerbauer gleich zwei Neue präsentiert. Betreuer der Reserve wurde Xaver Kleinhans. Nach durchwachsender Hinrunde spielte sich die 1. Mannschaft in der Rückrunde in einen wahren Spielrausch und beendete die Saison auf dem 5. Platz. Die Torjägerkanone wechselte wieder zu Andy Haug (20) vor Tobias Heindl (18). Wie schon in den Jahren zuvor beendete die Reserve die Saison auf demselben Tabellenplatz wie die 1. Mannschaft. Nach dieser Saison hatte der FVO einen großen Aderlass zu verzeichnen. Viele unserer türkischen Spieler wechselten zum neu gegründeten FC Türk Gücü Eichstätt.

 

2. Mannschaft Saison 2001/02: Volkan Sapmaz, Rasit Taspinar, Kadir Ersöz, Ömer Mazium, Recep Daigütge, Christoph Schillhuber, Orhan Kalafat, Max Biedermann,  Markus Hüttinger, Halil Sen, Markus Betz, Aydin Mazium, Ümit Nacar, Yüksel Mazium, Daniel Endrich.

 

Aufstieg trotz Aderlass

 

Kreisligaaufstieg und sofortiger Wiederabstieg

 

Dennoch ging man mit demselben Führungsgespann hoffnungsvoll in die Saison 2003/04. Die erfolgreichste Saison seit 37 Jahren brachte den FVO ins Jura Oberhaus, der Kreisliga. Mit nur drei Niederlagen stand die Meisterschaft bereits vier Spieltage vor Schluss fest. Mit einer unvergesslichen Feier, wurde der lang ersehnte Aufstieg gefeiert. In der Torschützenliste der Kreisklasse Süd fand man Tobias Heindl (31 Tore) und Andy Haug (28) auf den Plätzen eins und zwei. Meistermacher Helmut Heindl trat am Gipfel seines Erfolges leider zurück. Die 2. Mannschaft war am drittletzten Spieltag nach einer langen Siegesserie ebenfalls 1., musste jedoch am letzten Spieltag die Meisterschaft im direkten Duell der DJK Workerszell überlassen. So wurde eben die Vizemeisterschaft bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Die meisten Tore in der Reserve erzielte Simon Kraeck (22 Toren), gefolgt von Markus Urlbauer (13 Toren). Bester Torvorbereiter war Spielmacher "Ackermann" (Christoph Meyer).

 

Für die Kreisligasaison 2004/05 wurde Roland Klein als Trainer und Oskar Strobl als Spielleiter engagiert. Schon im ersten Saisonspiel verletzte sich Tobais Heindl schwer. Die Misere ging weiter und so sah man sich im November gezwungen, sich vom Trainer zu trennen. Der verletzte Spieler Markus Hüttinger übernahm die Verantwortung als Coach. Die Kreisliga war für unsere verletzungsgeschwächte Mannschaft einfach zu stark und der Abstieg aus der Kreisliga war unvermeidbar Wie selbstverständlich beendete auch die 2. Mannschaft die Saison als Letzter. Unser 1. Vorsitzender Xaver Kleinhans, 58-jährig, feierte dabei sein lang ersehntes Kreisligadebüt in dem Reservespiel gegen den SV Barthelmesaurach. Schoss die Reserve mit seinem ersten Kreisligator mit 2:1 in Führung. Xaver wurde dann aber in die Abwehr zurückbeordert, da Vorstopper Markus Hüttinger verletzungsbedingt ausfiel. Wer weiß, wie das Spiel ohne die Verletzung von Markus Hüttinger ausgegangen wäre und wie oft Xaver noch getroffen hätte? Das Spiel endete 4:2 für SV Barthelmesaurach. Den sportlich größten Verlust mussten wir durch das Karriereende - aus beruflichen Gründen von Andy Haug hinnehmen.

 

Wieder in der Kreisklasse angekommen, spielte die 1. Mannschaft unter dem neuen Trainer Wilhelm Radmacher "Radi" von Beginn an im vorderen Drittel mit. Nach einer Durststrecke von acht Spielen ohne Sieg, kamen wir dem Abstieg sehr nah. Doch in den verbleibenden Spielen wurde der Klassenerhalt dann doch frühzeitig gesichert. Zum Schluss reichte es mit 51:56 Toren für den 8. Tabellenplatz bei 36 Punkten. Torschützenkönig wurde natürlich wieder Tobias Heindl (20), vor Dominik Neuber (8). Zur Winterpause übernahm Markus Hüttinger die Spielleiterfunktion der 1. Mannschaft, und Anton Schillhuber kümmerte sich um die 2. Mannschaft. Unter neuer Führung erwachte auch die 2. Mannschaft und eilte am Schluss von Sieg zu Sieg. Es reichte aber nur mehr zum 9. Platz bei 41:54 Toren und 26 Punkten.

 

1. Mannschaft Saison 2005/06: Trainer Wilhelm Radmacher, Rasit Taspinar Jörg Buchhold, SL Markus Hüttinger, Christian Reimann, Ferug Ören; Daniel Endrich, Johannes Kammerbauer, Tobias Heindl, Thomas Meier, Tobias Schillhuber, Michael Schmidt, Stefan Renn, Dominik Neuber Simon Biedermann, Christian Geier, Alexander Hornung, Andreas Mödl, Reiner Wölfel, Halil Sen, Hakki Caliskan, Davut Caliskan.

 

2. Mannschaft Saison 2005/06: SL Anton Schillhuber, Christoph Kräck, Jan Kräck, Wolfgang Wollny, Robert Riedl, Andreas Mödl, Jörg Buchhold, Markus Betz, Andreas Gränz, Simon Kräck, Markus Urlbauer, Halii Sen, Alexander Hornung, Reiner Wölfel, Stefan Schneider, Christoph Schillhuber, Richard Pfaller, Reiner Heimschmidt, Jochen Polak, Ralf Reimann, Sebastian Meindl, Jürgen Wittmann, Georg Biedermann

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U19-JUNIOREN (EHEMALIGE A-JUGEND)

 

Nachdem der FV Obereichstätt seit dem Jahr 1982 erstmals wieder in der Saison 1995/96 - im Rahmen einer Spielgemeinschaft mit der DJK Dollnstein - eine U 19-Jugend zum Spielbetrieb angemeldet hat und dieser U 19-Jugend noch dazu lediglich drei Spieler des FV Obereichstätt - namentlich Markus Betz, Christoph Schillhuber und Nicky Templer - angehörten, stellt die Spielzeit 1996/97 die eigentliche Wiederaufnahme eines regulären und eigenständigen Spielbetriebs einer U 19-Juniorenmannschaft beim FV Obereichstätt dar.

 

Die U19-Junioren des FV Obereichstätt setzte sich im Spieljahr 1996/97 nahezu ausschließlich aus "Eigengewächsen" zusammen, die zum Teil schon seit der Wiederaufnahme des Jugendspielbetriebs im Jahr 1986 beim Verein die Schuhe schnürten. Die einzigen beiden Ausnahmen stellten die aus Dollnstein stammenden Zwillingsbrüder Axel und Daniel Wittmann dar, die ihre Wurzeln allerdings auch in Obereichstätt finden. Unter dem Gesichtspunkt, dass sich die Mannschaft nahezu vollständig aus U17-Spielberechtigten zusammensetzte, wurden die Ziele vor der Saison seitens der Verantwortlichen nicht allzu hoch gesteckt und ein Platz im Mittelfeld der Tabelle als realistisch angesehen. Nachdem sich die Mannschaft von Anfang an im oberen Tabellendrittel aufgehalten hatte, konnten die Verantwortlichen und nicht zuletzt auch die Spieler, nach der Saison, wenn auch mit ein bisschen Wehmut, auf eine durchwegs erfolgreiche Saison zurückblicken, die alle Erwartungen übertroffen hatte.

 

Die Mannschaft, unter Leitung des damaligen Trainers Franz Josef "Fritz" Strobl, hatte noch vor dem letzten Spieltag den ersten Tabellenplatz inne, so dass das letzte Spiel gegen den Tabellenzweiten - die DJK Preith - die Entscheidung über Meisterschaft und Aufstieg bringen musste. Trotz des vermeintlichen Heimvorteils musste sich die Mannschaft des FV Obereichstätt am Ende - nicht unverdient und wohl nicht zuletzt auch aufgrund mangelnder Disziplin - mit 1:5 geschlagen und damit auch mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben.

 

Nach dem erfolgreichen Abschneiden in der Vorsaison wollte man im darauf folgenden Spieljahr 1997/98 erneut um die Meisterschaft mitspielen. Der neue Trainer Hartmut Frohberg, der mit seinem Co-Trainer Helmut Heindl im Wesentlichen auf die Spieler der letzten Saison zurückgreifen konnte, sah sich und die Mannschaft vor dem letzten Spieltag in der gleichen Situation wie im Vorjahr. Erneut hatte man den ersten Platz inne und musste in einem entscheidenden Spiel um die Meisterschaft gegen den um nur einen Punkt dahinter platzierten Tabellenzweiten - diesmal die DJK Workerszell - antreten.

 

Vor der sagenhaften Zuschauerkulisse von ca. 250 Besuchern konnte der FV Obereichstätt in einem hart umkämpften Spiel gegen den Rivalen aus Workerszell diesmal den Heimvorteil nutzen und das Spiel verdient mit 3:1 für sich entscheiden. Erstmals seit den erfolgreichen 1960'er Jahren konnte der FV Obereichstätt damit wieder eine Meisterschaft mit den U19 Junioren erreichen und den Aufstieg in die Kreisklasse feiern. Ausschlaggebend für diesen Erfolg dürfte, über die gesamte Saison gesehen, neben dem Trainingseifer, mit Sicherheit der hervorragende Zusammenhalt innerhalb der U19-Mannschaft gewesen sein.

 

Beim Aufstieg in die Kreisklasse wurden in 20 Spielen (16 Siege - 2 Unentschieden - 2 Niederlagen) 50 Punkte, bei einem Torverhältnis von 101:37, erspielt. Bester Torschütze war Tobias Heindl mit 51 Treffern.

 

In der Saison 1998/99 mussten die U 19-Junioren um Trainer Anton Schillhuber in ihrer ersten Kreisklassensaison erkennen, dass hier auf einem höheren Niveau gespielt wird. Und mussten auch das ein oder andere Mal, insbesondere gegen Mannschaften aus dem Nürnberger Umland, Lehrgeld bezahlen. Dennoch konnte die Saison zufrieden stellend auf dem 8. Tabellenplatz, mit 15 Punkten, bei einem Torverhältnis von 45:82, abgeschlossen und damit das Saisonziel "Klassenerhalt" erreicht werden. Bester Torschütze mit 23 Treffern war erneut Tobias Heindl.

 

Nach dem Ausscheiden einiger Leistungsträger zum Saisonende 1998/99 beschäftigte die Verantwortlichen vor der zweiten Kreisklassensaison 1999/2000 vor allem die geringe Spielerdecke der U 19-Junioren sowie die Spielstärke der Mannschaft. Gegen alle Bedenken belegte die U 19 unter dem Trainer Helmut Heindl am Ende der Saison mit 15 Punkten, bei einem Torverhältnis von 50:98, den 9. Tabellenplatz und konnte die Kreisklasse abermals halten. Mit ausschlaggebend hierfür, dürfte erneut der Zusammenhalt unter den Jugendlichen gewesen sein.

 

Nachdem zum Saisonende erneut fünf Leistungsträger wegen des Erreichens der Altersgrenze ausscheiden mussten, gestaltete sich die Saison 2000/01 wegen einer geringen Spielerdecke und einer starken "Verjüngung" der U 19-Junioren zunehmend schwieriger. Da einige Spieler zusätzlich den nötigen Einsatz vermissen ließen und als Folge daraus der sportliche Erfolg ausblieb - bis kurz vor Saisonende konnte nur ein Sieg eingefahren werden - war die Abmeldung der U19-Junioren vom Spielbetrieb (aus Spielermangel) zwei Spieltage vor Saisonende nicht mehr vermeidbar. Die älteren Spieler wechselten zum Saisonende in den Herrenbereich, jüngere Spieler verließen den Verein, um ihr Glück bei der DJK Schernfeld und dem VfB Eichstätt zu suchen.

 

Die Situation in den darauf folgenden Spielzeiten 2001/02 und 2002/03 war nicht mehr zufrieden stellend, da der Verein aufgrund des anhaltenden Spielermangels keine U19-Juniorenmannschaft zum Spielbetrieb melden konnte. Nach den erfolgreichen Anfangsjahren der U 19-Junioren können diese beiden Jahre getrost als Tiefpunkt seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Bereich der U19 Junioren bezeichnet werden.

 

Unter großen Anstrengungen konnten die Verantwortlichen in der Saison 2003/ 04 wieder eine U 19-Juniorenmannschaft zum Spielbetrieb (Gruppe) anmelden. Die Mannschaft unter der Leitung von Trainer Christoph Kräck und Co-Trainer Max Biedermann, die sich großteils aus U17-Spielberechtigten zusammensetzte, belegte zum Saisonende mit 13 Punkten, bei einem Torverhältnis von 49:90, den 10. Tabellenplatz. Auch wenn die Mannschaft mit etwas mehr Konstanz einen besseren Tabellenplatz hätte erreichen können, so war zumindest das Ziel der Verantwortlichen des FV Obereichstätt, durch einen geordneten Spielbetrieb der U19-Junioren, regelmäßig Spieler an die Herrenmannschaft heranzuführen, erreicht.

 

Als Trainer für die Saison 2004/05 konnte Jörg Buchold gewonnen werden, der von Stefan Renn, Armin Micki und teilweise auch von Tobias Heindl unterstützt wurde. Obwohl sich der 16 Spieler umfassende Kader erneut aus größtenteils in der U 17-Spielberechtigten zusammensetzte, konnte am Ende der Saison mit 36 Punkten ein hervorragender 4. Tabellenplatz, bei einem Torverhältnis von 78:73, verzeichnet werden. Wie in der Spielzeit zuvor, wäre bei mehr Konstanz und besserer Trainingsbeteiligung ein besserer Tabellen platz möglich gewesen. Bester Torschütze war Jürgen Wittmann mit 26 Treffern.

 

Nachdem die U 19-Junioren anfangs der aktuellen Spielzeit 2005/06 erneut unter der Leitung von Jörg Buchhold stand, wurde dieses Amt mit Beginn der Rückrunde von Markus Hüttinger übernommen. Als Co-Trainer fungierte erneut Stefan Renn und Armin Micki. Man erreichte den 4. Tabellenplatz bei 31 Punkten und 72:44 Toren. Die Vorrunde wurde total verschlafen und es wurden nur 11 Punkte eingefahren. In der Rückrunde zeigte die Mannschaft dann oft ihre spielerischen Qualitäten. Es wurden in der Rückrunde 7 Spiele gewonnen und nur 2 Spiele verloren. Eine kleines Endspiel um dem 2. Platz gab es am letzten Spieltag. Der FVO spielte gegen die SpVgg Wellheim-Konstein. Beide punktgleich mit Langenaltheim. Die U 19 des FVO musste sich mit 3:1 geschlagen geben. Bester Torschütze war Jürgen Wittmann mit 45 Toren.

 

U19-Juniorenmannschaft Saison 2005/06: JL Markus Hüttinger, JL Stefan Renn, JL Armin Micki, Georg Biedermann, Johannes Haußner, Jürgen Wittmann, Selim Sen, Yunus Yüce, Ralf Reimann, Tobias Renn, Ünal Sen, Philipp Knopf, Daniel Renn, Markus Micki, Sebastian Meindl, Sinan Sen, Maximilian Bösl, Tobias Kahoun, Fabian Fischer, Thomas Nemrava, David Meier, Florian Jobst, Tarik Saglam,

 


 

OBEREICHSTÄTTER FUSSBALLERINNEN STEHEN IHREN MANN

 

Begonnen hat alles an einem Sommerfest in Obereichstätt im Jahre 1996, als sich ein paar fußballbegeisterte Mädels zusammentaten, um eine Mädchenmannschaft zu gründen. Schnell fanden sich 16 spielfreudige junge Damen aus Obereichstätt und den umliegenden Orten, die sich in die Obhut eines erfahrenen Spielers der Ersten Mannschaft begaben. Nachdem im ersten Jahr nur trainiert wurde, wollten es die Mädchen ab der Saison 1997/98 richtig wissen.

 

Mädchenmannschaft in der ersten Saison 1997/98: Trikotsponsor Peter Schöpfel, JL Reiner Knopf, JL Jürgen Schließer, JL Robert Schneider, Ann-Kathrin Tempier, Maria Rußer, Lisa Mödl, Susanne Schillhuber, Kathrin Schillhuber, Julia Schneider, Birgit Betz, Daniela Stößt, Stefanie Vielberth, Michaela Reimann, Anna-Maria Fichtl, Anna Finsterer, Sonja Lacker, Natalie Lacker, Marion Thirmeyer, Ines Renn.

 

Schon bei der Anmeldung der Juniorinnen wurde klar, dass im gesamten Auflagengebiet des Eichstätter Kuriers dies die einzige Mädchenmannschaft war. Aus diesem Grund stellte der FVO einen Spielantrag im Kreis Donau/Ilm. Nachdem zunächst zwei Kleinfeldmannschaften angemeldet waren, die weit über Ingolstadt hinaus zu ihren Gegnern reisen mussten, wurden drei Betreuer für diese Truppe gefunden. Bereits im ersten Saisonspiel wurde deutlich, welches Potential in dieser jungen Mannschaft steckte. Nach einer begeisternden Saison konnten die Mädels im Alter zwischen 12 und 14 Jahren am 30.04.98 vor etwa 150 jubelnden Zuschauern die Meisterschaft der "Kreisklasse 6" für sich entscheiden. Aufgrund dieses unerwarteten Erfolges entschlossen sich Mannschaft und Trainer, eine neue Herausforderung zu suchen. In der Saison 98/99 spielte man jetzt auf Großfeld. Das hieß, da im Landkreis Eichstätt nur noch Großmehring eine Mannschaft auf Großfeld hatte, weite Fahrten nach München in Kauf zu nehmen. Erfolg ist die beste Werbung. Und so stießen in der Saison 98/99 je zwei Spielerinnen aus Nassenfels und Eichstätt zum Kader. Mit diesen spielstarken Neuzugängen, die sofort überaus herzlich von ihren Mitspielerinnen aufgenommen wurden, startete man selbstbewusst in die neue Spielklasse. Schnell wurde klar, dass hier die Lorbeeren nicht so leicht zu ernten waren. Doch selbst in dieser hochkarätigen Gruppe konnte sich unser Team hinter zwei Münchner Vereinen und noch vor dem Lokalrivalen Großmehring am Saisonende mit dem dritten Tabellenplatz sehr eindrucksvoll behaupten.

 

Anzumerken wäre noch, dass der FVO mehrere Mädchen für die Donau/Ilm- und Oberbayernauswahl abstellen konnte. Erwähnenswert ist auch, dass die Donau/ Ilm- Auswahl sich für ein Testspiel ausgerechnet den FVO aussuchte und nur knapp mit 2:1 gewinnen konnte.

 

Die Mädels wurden erwachsen. Also gab man das Großfeld zu Gunsten einer Damenmannschaft auf, die 2000/2001 an den Start gingen. Der FVO wurden auf dem Kleinfeld noch zweimal Meister. Ab der Saison 2003/2004 hatte der Spielleiter Robert Reimann wieder soviel Mädchen angeheuert, das wieder auf Großfeld gespielt werden konnte. Diesmal allerdings im Kreis Jura Süd, wie auch die Damen. In dieser Saison waren wir die Überraschung, weil wir gleich den zweiten Platz erreichten. Auf dem Kleinfeld wurden die U-15 Mädchen Pokalsieger. Reimann verglich dies mit dem Sieg der Griechen, keiner hatte uns auf dem Plan.

 

U15-Juniorinnenmannschaft Pokalsieger Mittelfranken 2004: SL Robert Reimann, Birgit Lux, Juliane Weinast, Sabine Zinsmeister, Teresa Frühholz, Katharina Schlamp, Barbara Eichhorn, Bettina Sandner, Jana Helmschmidt, Christina Fichtner, Verena Steinrück, Marie Kräck, Sabrina Neumayer.

 

In der nächsten Saison wurde dann bei der U-17 in der Bezirksoberliga die Meisterschaft eingefahren. Auch in diesem Jahr wurden wir Erster in der Gruppe Süd, verbunden mit der Möglichkeit in die Bayernliga aufzusteigen. Die ersten beiden Relegationsspiele, gegen Post SV Nürnberg, am 31.05.2006, wurde 5:2, und gegen FSV Großenseebach, am 01.06.2006, mit 4:3 n.V., gewonnen. Damit war man Bezirksoberliga-Meister Mittelfranken 2006. Beide Spiele wurden in Sulzkirchen ausgetragen. Als weitere Relegationsspiele* zur Bayernliga ging es im Juni 2006 gegen TSV Üngertshausen (Meister Unterfranken). Bei einem Sieg wartete der TV Nabburg (Meister Operpfalz). (*Details zum Redaktionsschluss nicht bekannt!)

 

Seit 2004/2005 haben wir auch eine U-15 Truppe, die in dieser Saison in der Bezirksliga auf Großfeld spielte.

 

Die Frauen belegten in ihrem ersten Jahr den fünften Platz, dann den dritten. Im Spieljahr 02/03 verspielten wir die Meisterschaft und verloren auch das Relegationspiel zum Aufstieg. In der Saison 2003/04 schafften wir dann den Aufstieg in die Bezirksliga West. Wir wurden letztes Jahr Dritter und stehen zur Zeit wieder auf dem 3. Tabellenplatz. Mit dem guten Nachwuchs, wenn er bei der Stange bleibt, könnten wir höhere Ziele in Angriff nehmen.

 

U15-Juniorinnenmannschaft Saison 2005/06: JL Markus Rein, JL Hans Bösl, SL Robert Reimann, Saskia Naumilkat, Lisa Stark, Andrea Naujokat, Alice Hirschelmann, Sophie Bösl, Angela Pfaller, Anna Leitmayr, Lisa Haußner, Annette Rachinger, Eva Böttle, Johanna Rachinger, Andrea Mayer, Theresa Fuchs, Denise Mayer, Juliane Steinrück, Hannah lnqelmann, Sabrina Baruti.

 

U17-Juniorinnenmannschaft Saison 2005/06: SL Robert Reimann, JL Hans Bösl,  Birgit Lux, Verena Steinrück, Sophie Bösl, Jana Heimschmidt, Andrea Naujokat, Katharina Schneider, Angela Pfeffer, Juliane Weinast, Karina Meilinger, Teresa Frühholz, Sabrina Neumayer, Sabine Zinsmeister, Bettina Sandner, Christina Fichtner, Barbara Eichhorn, Lisa Heitz.

 

Damenmannschaft Saison 2005/06: Trainer Stefan Schmid, Maria Rußer, Christina Fichter, Sigrid Weidenhiller, Teresa Frühholz, Barbara Eichhorn, Michaela Reimann, Christine Rössier, Andrea Regler, Helga Weidenhiller, Birgit Lux, Beatrice Schillhuber, Beate Schneid, Marion Thirmeyer, Susanne und Kathrin Schillhuber, Franziska Rudingsdorfer Sophie Scheer, Silke Würf, Jutta Kahoun, Juliane Weinast, Sabrina Sandner Elisabeth Hartmann, Sieglinde und Anna-Maria Fichtl.

 


 

U15-JUNIOREN (EHEMALIGE C-JUGEND)

 

Im Frühjahr 1998 wurden die Vereinsverantwortlichen des FVO mit der Frage konfrontiert, wie geht es weiter im U 13-/U15-Juniorenbereich. Was passiert mit den ausscheidenden fünf Spielern, die von der U13- in die U15-Junioren aufrücken? Eine U15 gab es beim FVO momentan nicht und es waren nur wenig Fußballer in diesen Jahrgängen verfügbar. Ein Großteil der U13-/U15-Spieler konnten die Vereinsverantwortlichen aber überzeugen, anstatt einer U13- eine U15-Mannschaft anzumelden. So blieb die letztjährige U13-Mannschaft komplett zusammen, verstärkt noch durch einige Zugänge. Der Vorstandschaft war klar, dass dies ein sehr schwieriges Jahr wird bzw. Jahre werden, weil altersbedingt unsere U15Juniorenmannschaft sich aus vielen U13-Juniorenspielern zusammensetzt. Nach schwierigen Jahren kann gesagt werden, die Mannschaft zeichnete sich immer wieder durch eine gute Kameradschaft und Moral aus. Die Jungs haben in den Jahren viel gelernt und immer wieder zusammengehalten, auch wenn es viele deftige Niederlagen gab. Fast alle Mann blieben die Jahre über an Bord. Nur wenige Optimisten trauten dies den Jugendlichen zu. Rückblickend muss nochmals betont werden, der FV Obereichstätt ist sehr stolz auf Euch. In den darauf folgenden Jahren wurde dann immer offensichtlicher, dass der eingeschlagene Weg mit der U15-Jugend schön langsam seine Früchte getragen hat und vor allem die Basis für die jetzige eigenständige U19-Mannschaft des FV Obereichstätt bildete.

 

Die U13-/U15-Junioren mussten in den folgenden drei Jahren einige tiefe Täler durchwandern, aber nach diesen Tälern wurden auch wieder Gipfel erklommen. Es muss hier ausdrücklich betont werden, dass im Vereinsleben auch solche Dinge wie Zusammenhalt der Jugendlichen gefördert werden muss und nicht nur allein der erfolgsorientierte Weg im Jugendbereich zählen darf. Torschützenkönig wurde in diesen Jahren Thomas Meier.

 

U15-Juniorenmannschaft Saison 1998/99: Michael Finsterer, Georg Biedermann, Simon Biedermann, Maximilian Bösl,  Serkan Görmös, Sen Selim, Ralf Reimann, Thomas Meier, Roland Berlinghof, Christoph Linz, Christian Rußer, Christian Zengerle, Sebastian Meindl, Tobias Vielberth, Jürgen Wittmann, Patrik Hetzer, Benjamin Braun, Simon Kräck.

 

In den vorausgegangen Jahren, war man primär bedingt durch die körperlichen Defizite der Spieler, sehr oft der Prügelknabe in der jeweiligen Gruppe. Ab der Saison 2001/02 stellte sich der Erfolg ein und wir etablierten uns in dem oberen Tabellenbereich. Belohnt wurde dies dann mit der Möglichkeit, in der Saison 2002/03 in der Kreisklasse zu spielen. Was bis dahin noch keine U15-Juniorenmannschaft des FV Obereichstätt erreichte. In der Saison 2001/02 erzielte Jürgen Wittmann 29 Tore, gefolgt von Ralf Reimann mit 18 Toren und Selim Sen mit 4 Toren, usw.

 

Auch in der Kreisklasse gab man eine hervorragende Figur ab und belegte am Ende den hervorragenden 6. Tabellenplatz. Abgeschlossen wurde die Saison 2002/03 dann mit einem Spiel gegen eine "Dream - Elf" des FVO am 28. Juni 2003. In all den Jahren wurden zudem viele Hallenturniere besucht. Durch die hervorragende Technik der Spieler, hatte man hier meistens einen guten Eindruck hinterlassen bzw. Platzierungen geschafft. In den Jahren von 1999 - 2002 wurde jeweils zum Abschluss, der bei den Spielern sehr beliebte, "Junior- Platz'l Cup" ausgespielt. Gespielt wurde auf 1 x1 Meter Tore, 3 gegen 3, auf einen 20 x 15 Meter großen Feld.

 

In der Saison 2003/04 wurden die U15-Junioren von Armin Micki, Tobias Heindl und Elmar Haußner betreut. Der Kader bestand aus 17 Spielern. Mit 24 Punkten und einem Torverhältnis von 52:53 erreichte man den guten 5. Platz. Besonders hervorzuheben ist der Trainingsfleiß der Mannschaft. Torschützenkönig wurde Saglam Tarik mit 13 Toren, gefolgt von David Meier mit 7 Toren, und Markus Micki mit 6 Toren.

 

Ab der Saison 2004/05 konnte der FVO aber wegen zu wenigen Spielern keine eigenständige U 15 Mannschaft mehr stellen. Man ging eine Zusammenarbeit mit der DJK Dollnstein und SF Bieswang ein. Es wurden aus den 3 Fußballvereinen alle Spieler aus dem U 15-Bereich zusammengefasst und zwei Mannschaften wurden für die neue Saison angemeldet. Leider musste bereits in der Winterpause wieder eine Mannschaft abgemeldet werden. Momentan kann der FVO keine eigenständige Ul 5 -Mannschaft mehr stellen, weil in diesen Jahrgängen nicht genügend Fußballer für eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung stehen.

 

Unvergesslich waren auch in den Jahren 1999, 2000 und 2002 die 4-TagesSaisonabschlussfahrten der U13-/U15-Mannschaft in die malerisch gelegene Jugendherberge "Don Bosco" im Kloster Benediktbeuern. Ähnlich wie dem obligatorischen Trainingslager der 1.- und 2. Herrenmannschaft stand jeweils ein umfangreiches Programm auf der Tagesordnung, angefangen von kleinen Trainingseinheiten bis zu ausgiebigen Freizeitaktivitäten. Auch die kulturellen Aspekte kamen zum Zuge und die Nächte waren in der Regel immer sehr kurz.

 

U15-Junioren Ausflug 2002 nach Benediktbeuren: Herzogstand am Walchensee; Max Biedermann, Sebastian Meindl, Elmar Haußner, Georg Biedermann, Jochen Polak, Raff Reimann, Jürgen Wittmann, Simon Biedermann, Christoph Meyer, Johannes Haußner, David Meier, Philipp Knopf, Maximilian Bösl.

 

U15-Juniorenmannschaft Saison 2001/02/03: JL Max Biedermann, JL Tobias Heindl, Selim Sen, Sebastian Meindl, Ralf Reimann, Jürgen Wittmann, Georg Biedermann, Thomas Nemrava, A Matthias Ablassmeier, Florian Jobst, Sinan Sen, Serkan Görmös, Maximilian Bösl, Mahmut Uysal, Simon Biedermann, Onal Sen, Markus Micki, David Meier, Fabian Fischer, Stefan Dannemann, Philipp Knopf, Tobias Renn, Daniel Renn.

 


 

U13-JUNIOREN (EHEMALIGE D-JUGEND)

 

Seit der Saison 1989/90 konnte der FV Obereichstätt fast in jedem Jahr eine U13-Junioren Kleinfeldmannschaft melden. In der Saison 2001/02 gelang es dem FV Obereichstätt eine Großfeldmannschaft ins Feld zu schicken. Unsere U13 Junioren erzielten in den zurückliegenden Jahren meistens hervorragende sportliche Erfolge, sowohl in der Halle als auch auf dem Felde.

 

Die U13-Junioren (Kleinfeld) werden momentan von Rudi und Stefan Dannemann betreut. In der Frühjahrsrunde 2005 bestand die Mannschaft aus 10 Spielern, die den 3. Platz in der Tabelle erreichten. Besonders erfolgreich konnte die Herbstrunde, die aus 12 Spielern bestand, mit einem 2. Platz abgeschlossen werden. Ebenso gut läuft die Frühjahrsrunde 2006, wo aktuell der 1. Tabellenplatz belegt wird. Die Stärke der Mannschaft war vor allem die sehr gute Trainingsbeteiligung, sowie die Kameradschaft der Spieler. Außerdem wurden auch gute Hallenplatzierungen erreicht. Eine sehr erfolgreiche Saison 2004/05 wurde mit einem 2-tägigen Zeltlager mit Pokalturnier in Geroldshausen beendet.

 

U13-Juniorenmannschaft Saison 2005/06: JL Rudi Dannemann, JL Stefan Dannemann, Dominik Margraf, Andreas Meier, Christian Stadtmüller, Michael Dannemann, Stefan Schlechte, Sebastian Hruschovsky, Thomas Stadtmüller, Alessandra Margraf, Ramazan Mazium, Serkan Uysal, Samet Sen,  Benjamin Bauer.

 


 

U11-JUNIOREN    (EHEMALIGE    E-JUGEND)

 

Der FV Obereichstätt kann seit 1986 nun durchgehend, Jahr für Jahr, eine U11 Jugend stellen. Nur in der Saison 1992/93 konnte keine U11- Juniorenmannschaft gemeldet werden. Im Jahr 1993 war es erneut Johannes Mödl, der die Initiative ergriff und eine U11-Jugendtruppe zusammenstellte, nachdem es in der Saison 1992/93 nicht möglich war, eine Mannschaft anzumelden.

 

Seither nimmt kontinuierlich mindestens eine U11-Juniorenmannschaft am Rundenwettkampf teil. Manchmal konnten wir sogar auf Grund von ausreichenden Spielern und Spielerinnen ein U11/1- und U11/2- Kleinfeldmannschaft melden, so wie auch im diesen Jahr. Durch eine gute Vorbereitung und Betreuung in der U9 Jugend, meistens durch Beatrice Schillhuber, konnten dann immer Klasse-Mannschaften im U11 Juniorenbereich gebildet werden. Die U11/2-Junioren werden von Helmut Hruschovsky und Oliver Salbeck gecoacht. Christoph Kräck ist für die U11/1Junioren verantwortlich. Beide Mannschaften spielen mit guten Ergebnissen in ihrer Spielklasse, obwohl sie vom Alter als recht jung zu bezeichnen sind.

 

Für die U11/1 begann das Spieljahr 2005/06 durchwachsen, da einer unserer Besten, Ramazan eine Klasse höher in die U 13-Jugend gewechselt ist. Durch seine Mithilfe konnte die U11/1-Jugend im Februar 2006 ihre Klasse durch den 1. Platz beim Allianz-Pokal in der DJK-Halle in Eichstätt unter Beweis stellen.

 

Die Trainer der U11/2-Junioren sind mit dem erreichten 2. Tabellenplatz in der Herbstrunde 2005 sehr zufrieden. Momentan steht man in der Frühjahrsrunde 2006 ebenfalls auf dem 2. Tabellenplatz.

 

Einer der großen Highlights der U9-, U11- und U13-Junioren war im Juni 2005 der Ausflug nach Geroldshausen mit den zweitägigen Fußballturnieren. Die Übernachtung erfolgte in Zelten und bis zur späten Stunde wurde Fußball gespielt, bis alle tot müde ins Bett fielen. Aber am nächsten Tag ging es schon wieder weiter mit den Finalspielen.

 

U11/1 Juniorenmannschaft Saison 2005/06: JL Christoph Kräck, Robert Kräck, Gregor Bittl, Kevin Grzes, Jonas Bösl, Veronika Schlechte, Dominik Meyer, Fathi Inci, Ramazan MazIum, Ismaei Inci, Ibrahim Taspinar.

 

U11/2-Juniorenmannschaft Saison 2005/06: JL Helmut Hruschovsky,  JL Oliver Salbeck, Lukas Schließer Markus Stadtmüller, Felix Wechsler, Lukas Hruschovsky, Roman Koderer, Moritz Bösl, Mustafa Sen, Jonathan Salbeck, Lea Kahoun.

 


 

U9-JUNIOREN (EHEMALIGE F-JUGEND)

 

Nach dem erfolgreichen Neuaufbau der Jugendarbeit durch Johannes Mödl in den 80iger Jahren, übernahm ab den Jahren 1997/98 Beatrice Schillhuber die Koordinierung der Jugendarbeit für die 4 - 9 Jahre jungen, fußball-interessierten Kinder. In dieser Altersklasse stehen vor allem der Spaß am Spiel und das Verhalten in der Gemeinschaft im Vordergrund und noch nicht der Leistungssport.

 

Dass dieses Konzept aufgeht, kann man am Trainigsfleiß der Kleinsten beim FVO sehen: 30 Kinder - und sogar oft noch mehr - finden sich regelmäßig montags am Sportplatz zum Training ein.

 

Damit diese das spielerisch Gelernte auch umsetzen können, wird am Rundenbetrieb teilgenommen und die Kleinsten können ihre neu erworbenen Fähigkeiten in Freundschaftsspielen ausprobieren. Zusätzlich wird auch noch an verschiedenen Turnieren und Hallenrunden mitgespielt.

 

Trotz oder gerade wegen dieses spielerischen Lernens des Fußballspielens lassen sich schon etliche Erfolge auf dem Konto der Kleinen verbuchen. So wurde zum Beispiel bei einem Hallenturnier in der Eichstätter DJK Halle 1996 und beim Volksbankcup 2002 jeweils der 1. Platz belegt und in der Saison 2003/ 04 wurde man Herbstmeister.

 

Um die Gemeinschaft zu fördern, werden jedes Jahr auch mehrere Unternehmungen durchgeführt. So trifft man sich im Sommer zur Bootsfahrt auf der Altmühl, zu einem Spielenachmittag mit den Eltern, zur Saisonabschlussfeier, und im Winter zur Nikolausfeier mit Fackelwanderung.

 

U9/1- und U9/2-Juniorenmannschaft Saison 2005/06: JL Beatrice Schillhuber, Johannes Völker, Maria Völker, Benedikt Haunschild, Felix Steberl, Osman Kalafat, Alena Heinrich, Sophia Meier, Tobias Beck, Bernd Meier, Manuel Haußner, Manuel Vielwerth, Frederick Hornung, Nico Elsner, Florian Nieberle, Viktoria Beck, Fabian Kahoun, Simon Koderer, Anja Winhard, Martin Würdinger, Sophia Koderer, Elias Salbeck, Kevin Ehrl, Manuel Grzes.

 

Bootsfahrt der U9-Junioren im Juli 1998: JL Thomas Wechsler, Julian Fischer, Gerald Fischer, Saskia Naumilkat, Alessandra Magraf, Mahmut Uysal, Dominik Margraf, Randolf Hetzer, Sinan Sen, Ünal Sen, Fabian Fischer, Wolfgang Finsterer, Lukas Wechsler.

 


 

Gymnastik beim FV OBEREICHSTÄTT

 

Sport treiben - fit bleiben

 

Mit dem neuen Sportheim, das 1996 fertig gestellt wurde, ist der FVO in der glücklichen Lage, einen eigenen Gymnastikraum zu besitzen. Unter dem Motto Sport treiben, fit bleiben" bildeten sich in den zurückliegenden Jahren mehrere Gymnastikgruppen. Die Fitnessstunden werden rege angenommen und zwischenzeitlich hat sich auch eine Gruppe "Sport für Ältere" etabliert. Diese positive Entwicklung zeigt sich an den steigenden Mitgliederzahlen des FVO.

 

Ein abwechslungsreiches Angebot für die unterschiedlichsten Altersgruppen und Anforderungen deckt den gesamten Bereich des Körpertrainings ab. Körpergefühl, Beweglichkeit, Koordination, Kraft und Ausdauer gehören zu den Schwerpunkten der Gymnastikstunden. Mit fetziger Musik wird zuerst der Kreislauf in Schwung gebracht und spezielle Übungen für Bauch, Beine und Po sollen diese Problemzonen kräftigen. Entspannende Übungen für Arm- und Rückenmuskulatur dienen vor allem dazu, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Entlastungen für die Arbeitswelt bzw. den Alltag zugeben.

Gezielte Stretchingübungen runden die Übungseinheiten ab, entspannen und regenerieren, so dass Geist und Seele zur Ruhe kommen.

Unter dem Motto" Sport im Freien" bieten wir unseren Mitgliedern Walking und Nordic Walking Touren an. Auch kleinere Radtouren werden in den Frühjahrs und Sommermonaten unternommen, wobei der Spaß und die Möglichkeit des Feierns nicht zu kurz geraten.

Das gesteigerte körperliche Wohlbefinden, bedingt durch sportliche Betätigung, reduziert die Stressanfälligkeit, führt zu mehr Beweglichkeit und verbessert die Lebensqualität.

 

Übersicht Gymnastikstunden

 

Montag                   09:00 bis 10:00 Uhr          Gymnastik Frauen

Dienstag                17:30 bis 18:30 Uhr           Gymnastik für Ältere

                               (Damen und Herren)

Mittwoch                19:00 bis 20:00 Uhr           Rückenschule

Donnerstag           19:00 bis 20:00 Uhr           Gymnastik Frauen

 

ÜL Anneliese Meier

ÜL Beatrice Schillhuber

ÜL Helmut Heindl

 

Damengymnastikgruppe: Edeltraud Knopf, Elfriede Linz, Emilie Niffl, Franziska Vielberth, Marianne Rußer, Stilla Wechsler, Evi Kleinhans,  Franziska Vielberth, Beatrice Schilfhuber, Luitgard Herrmannsdörfer, Walburga Spiegl, Philomena Kammerbauer, Edith Stadtmüller, Annemarie Koderer, Waltraud Meindl, Elisabeth Rauch,  Angela Mödl, Sieglinde Bittl, Anneliese Meier, Hannelore Röthlein, Christine Liebsch

 

Gymnastikgruppe: Beate Reimann, Emmy Wechsier, Elfriede Linz, Hilde Polak, Luitgard Herrmannsdörfer, Irmgard Berlinghof, Evi Kleinhans, Walburga Spiegl, Magdalena Salzner, Emilie Nißl, Annemarie Koderer, Walburga Vielwerth, Marianne Rußer, Margarete Nowak,  Sieglinde Bittl, Angela Mödl, Philomena Kammerbauer Stefanie Finsterer Hannelore Röthlein, Beatrice Schilfhuber, Birgit Renn, Elke Haußner, Stifla Wechsier, Anneliese Meier, Bettina Volnhals, Josephine Betz, Irmgard Bittl, Jutta Kahoun, Berta Schneider, Monika Wittmann, Sieglinde Heimschmidt, Irmgard Rußer, Hannelore Kolitsch, Marianne Meier, Gisela Gabler, Gisela und Josef Hagemann, Ernst Meier, Anton Hirschbeck, Peter Liebsch, Helmut Heindl.

 


 

VOLLEYBALL

 

Im Sommer 1995 formierte sich eine lose Gruppe um Martina Heindl und Angelika Schmidt, die sich wöchentlich zum Volleyballspielen traf - jeden Donnerstag von 19.00 - 20.30 Uhr in der Schulturnhalle in Dollnstein. Es gelang, außer FVO Mitgliedern auch einige Frauen und Männer aus Breitenfurt und Dollnstein zu einer Gruppe zusammenzuführen.

 

Hier die Namen von Spielerinnen die aktiv waren: Stefanie Maderthaner, Katharina Beyer, Cordula Bittl, Ilona Kammerbauer, Daniela Kleinhans, Tina und Karl-Heinz Kratzer, Karin Lepschy, Hans Meier, Heidi und Ewald Matzke, Monika Vetter, Angelika Schmidt, Carola Schneider, Sonja Heindl und Monika Wittmann; Markus Böhm (Trainer), Stilla Wechsler, Annemarie Rucker, Gabi Heindl, Alexandra Schnetz, Johanna Endrich; Sonja Hornung, Kerstin Rucker, Martina Heindl, Heidi Matzke, Steffi Böhm.

Anfangs hatten wir mit Markus Böhm einen engagierten Trainer, der aber aus Studiengründen sein Amt nach 1 1/2Jahren niederlegte. Danach übernahm Kerstin Rucker diese Aufgabe, so dass baggern, britschen und schmettern regelmäßig geübt wurden.

 

Wir spielten nie Turniere oderähnliches, aber wir hatten Spaß am gemeinsamen Spiel. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz, so dass wir manchmal noch auf ein Pils ins Platzl gingen. Außerdem gab's jedes Jahr eine Sommergrillfeier, eine Weihnachtsfeier und einige Male auch gemeinsame Maskeraden zum Weiberfasching.

 

Bei einigen Hochzeiten standen wir Spalier und das war auch mit der Grund dafür, dass wir aus Nachwuchsgründen und mangelndem Spielernachwuchs nicht mehr genug Spielerinnen waren. Nachdem wir fast ein Jahr oft nur 4 gegen 4 spielten, hat sich die Volleyballgruppe im Winter 2004 aufgelöst.

 


 

JOGGING beim FV OBEREICHSTÄTT

 

Es ist schon fast zur Tradition geworden, dass sich Laufwillige samstags um 14.00 Uhr am Ortsende beim Wasserwerk treffen. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand nach längerer Pause wieder mit dem Laufen beginnt oder ein anderer sich bereits topfit fühlt.

 

Es finden sich immer Gruppen zusammen, die nach Laufstärke bzw. getroffener Absprache das Joggen in Angriff nehmen. Schließlich soll bei solchen Läufen auch ein "Schwätzchen" nicht zu kurz kommen. Und das ist gut so. Auf diese Weise kann jeder kontrollieren, ob sein Tempo angepasst ist. Denn wer zu schnell läuft, kann schwerlich eine Unterhaltung pflegen. Und niemals darf es zu einer Sauerstoffschuld kommen. Denn ein Jogger soll immer ein Lächeln im Gesicht haben. Dann macht die Sache erst richtig Spaß. Einige Läufer beteiligten sich  auch an Halb- und Marathon Läufen, wobei Thomas Wechsler sehr erfolgreich ist..

 

Es ist auch nicht wichtig, wie weit gelaufen wird. Entscheidend ist die Bewegung. Im allgemeinen sind die Läufer etwa eine Stunde unterwegs. Nach der Rückkehr sollte natürlich nicht vergessen werden, ein paar Dehnungsübungen durchzuführen.

 

Und wer es zeitlich vereinbaren kann, wird sich auch während der Woche noch einmal zum Joggen begeben. So sieht man dienstags oder mittwochs vereinzelt ein paar Läufer Richtung Breitenfurt. Denn einmal - so sagt man - ist keinmal.

 

NORDIC WALKING

 

Eine immer beliebtere Form der Bewegung ist Nordic Walking. Das ist nicht verwunderlich. Denn diese Sportart bietet sich für jeden an, der Bewegung sucht. Was ursprünglich als Sommertraining für Spitzenathleten des Nordischen Skisports gedacht war, ist in Zusammenarbeit mit Medizinern und Sportexperten zu einer Form für Jedermann entwickelt worden.

 

Inzwischen betreiben viele Millionen Menschen diesen genial einfachen Sport. Nordic Walking steigert die Kondition und trainiert neben den Beinen und dem Po die Beweglichkeit im Schulter- und Nackenbereich und fördert zudem die Durchblutung.

 

Personen, die unter Berufs- und Alltagsstress leiden Personen mit Gewichtsproblemen Personen, die auf sanfte Weise wieder in den Sport zurückkehren möchten Personen, gerade auch ältere Menschen, die sich gesund halten möchten.

 

Nordic Walking ist sehr leicht und schnell erlernbar. Hinzu kommt eine minimale Ausrüstung in Form von Stöcken (mit Handschlaufsystem) und eine der Witterung angepasste Sportkleidung.

 

Auch der FVO bietet seit mehreren Jahren diesen Sport an. Meiden sie sich einfach an und erfragen Sie die Termine. JederlJede ist herzlich willkommen.

 

Jogger- und Nordic Walking- Gruppe, Stilla Wechsler, Josef Schneider, Renate Sutor, Helmut Heindl, Sonja Heindl, Max Biedermann,  Lisa Haunschild, Sophia Meier, Anneliese Meier, Helga Schneider, Martina Heindl, Gabi Heindl, Irmgard Berlinghof, Christine Liebsch, Peter Liebsch, Gabi Bösl, Hans Bösl, Werner Endrich, Thomas Wechsler.

 


 

FASCHING im FUSSBALLVEREIN OBEREICHSTÄTT

 

Der Fasching in Obereichstätt hatte seit jeher Tradition. Veranstaltete früher jeder Verein seinen eigenen Ball, ja sogar zusätzliche Kappenabende in den Gaststätten Kammerbauer (Obern), Spiegl (Unterwirt) und Hüttenschänke, nahm der Besuch im Laufe der Zeit stetig ab. Nachdem der Zusammenschluss von je zwei Vereinen pro Ball auch nicht den gewünschten Erfolg brachte, gab es Anfang 1990 nur noch einen Ball der Vereine.

 

Es wurde versucht, mit anspruchsvoller Saaldekoration und humoristischen Aufführungen, das Interesse der Bevölkerung wieder zu wecken. Dies gelang zweifelsfrei und viele werden sich noch an den Männercancan, den Stamm der Menschenfresser oder das Bauernballett erinnern. Zu erwähnen wäre auch Walburga Köhler, Anneliese Meier und Beatrix Schillhuber, die mit der Gymnastikgruppe immer ausgefallene und temperamentvolle Tanzeinlagen mit ihren Mädchen und Damen darboten.

 

Einen neuerlichen Rückschlag erhielt man, als der mittlerweile verstorbene Gastwirt Franz Kammerbauer den Saalbetrieb an Fasching einstellte und somit keine geeignete Örtlichkeit mehr zur Verfügung stand. Die Kappenabende in der alten Vereinshütte Am Platzl' fanden jedoch weiterhin statt. Waren die Platzverhältnisse auch etwas beengt und die Tanzfläche klein, feierte man doch lustig und ungezwungen in bester Stimmung. Unvergesslich die Aufführungen "Glocken von Rom" und das "W-Orchester'.

 

1996 wurde das neue Sportheim fertig gestellt und somit wagte unser 1. Vorsitzender Xaver Kleinhans den Versuch, einen Faschingsball dort stattfinden zu lassen. Trotz Bedenken vieler, wurde der Sportheimball ein großer Erfolg. Der Mehrzweckraum wurde zum Saal umfunktioniert und in den Umkleideräumen entstanden ein Bistro, die Bar, die Schänke sowie die Garderobe. Kurios löste man das Problem der Abdeckung des Bodens im Gymnastikraum. Da zu diesem Zeitpunkt der Eichstätter Dom eine neue Inneneinrichtung erhielt, erwarb der Sportverein in einer Blitzaktion die alten Teppichläufer und legte damit den Boden aus. Noch so mancher wird sich anfänglich an den dezenten Geruch von Weihrauch im Ballsaal erinnern und auf die Erklärung dahin glaubten viele, dies sei ein Faschingsscherz.

 

Im Jahr 2003 startete man den nächsten Versuch, den Fasching wieder zu beleben. Nachdem die Besucherzahl auch beim Sportheimball zurückging, entschloss sich die Vorstandschaft, den Ball wieder in das neuer baute "Platz'l" zu legen, da dort alles an Infrastruktur vorhanden war und durch Einbeziehen der Terrasse eine ordentliche Bar entstand. Die Bevölkerung nahm den Ball gut an und durch eine kleine humoristische Einlage im Jahr 2005 wurde die Tradition der Aufführungen wieder gegründet. Im Jahr 2006 fanden sich dann wieder Spieler der A-Jugend, ersten und zweiten Mannschaft, um die "ZDF Hitparade" darzubieten Die alten Schlager von den Darstellern dargebracht, kamen beim Publikum sehr gut an und der Applaus sprach für die überzeugende Vorstellung. Nicht vergessen werden dürfen die Maskerer, die in ihren Kostümen und Masken jedes Jahr wieder für einen Höhepunkt des Abends sorgten. In ihren phantasievollen und ausgefallenen Verkleidungen stürmten sie jedes Jahr den Ball und hofften, dass sie die Gäste mit Schabernack, Tanz und einem gewaltigen Durst etwas ärgern können. Bei der Demaskierung sind dann doch viele wieder überrascht, wer sich diesmal unter die Maskerer gemischt hat. Viele sind schon Jahre mit dabei und sorgen dafür, dass dieser alte Brauch nicht in Vergessenheit gerät.

 


 

GYMNASTIKGRUPPE AM ROSENMONTAGSUMZUG IN DOLLNSTEIN

 

Schon seit 1998 nimmt die Gymnastikgruppe des FV Obereichstätt am Rosenmontagsumzug in Dollnstein teil. Dabei sind dem Erfindungsreichtum und der Kreativität der Damen anscheinend keine Grenzen gesetzt, denn jedes Jahr sieht man sie in wundervollen und aufwendigen Kostümen.

 

Gerne beteiligen sich auch die Kinder an dieser Maskerade und sind mit voller Begeisterung bei der Sache. Anschließend gibt es meistens einen Einkehrschwung in Dollnstein, um es dann am späten Abend in der Vereinsgaststätte "Am Platzl, bei der Rosenmontagsgaudi, für diesen Tag ausklingen zu lassen.

 

So konnte man sie bisher schon als Goofys, Überraschungseier, Spaghettitöpfe, Micky Mäuse, Engel und Teufel, Sektflaschen, Wassernixen, Mond und Sterne und als Hula-Mädchen bewundern. 2007 wird nun das 10jährige gefeiert und man darf gespannt sein, in welchen Kostümen die Damen diesmal überraschen.

 


 

SKIFAHRT

 

Es ist schon zur Tradition geworden, dass der Fußballverein seit ca. 30 Jahren zum Skilaufen in die Alpenregion fährt. Es wurden Ziele wie Ischgl, Zell am See, Ratschings, Ladurns, Alpach, Innsbruck um nur einige zu nennen, ausgewählt. Es ist zu erwähnen, dass diese Fahrten immer mit dem Reiseunternehmen Frey durchgeführt wurden. In den letzten Jahren wurden Skirennen (Riesentorlauf) durchgeführt, die Altersklassen, Kinder, Jugend- weiblich/männlich, Damen, Senioren bis 40, Senioren bis 50, Senioren ab 50 und Snowboarder gingen an den Start. Wie man schon in der Klassenaufteilung sieht, sind Skifahrer aller Altersgruppen mit dabei. Diese Zweitagesfahrten organisierten Bernd Daum, Josef Schneider und Xaver Kleinhans. Im Dezember 2005 ging die Fahrt zum "Großen Arber" in den Bayerischen Wald. Leider war das Wetter so schlecht (strömender Regen), dass man sich kurzerhand entschloss, das ausgefallene Skirennen in einer Indoor- Kartrennbahn auszutragen. Hier zeigte sich, dass die Siegerpreise den Favoriten vorenthalten blieben und die so genannten "schlechteren Skifahrer" auch einmal die ersten Preise ergattern konnten. Diese Fahrten fördern das Zusammenhaltgefühl zwischen jung und alt und sind eine beliebte Veranstaltung im Vereinsleben des Fußballvereins Obereichstätt.

 


 

TRAININGSLAGER IN BELEK / TÜRKEI

 

Kurz vor der Winterpause der Saison 1997/98 bat der neue Trainer Fritz Strobl seinen Bruder Oskar ein Wintertrainingslager zu organisieren und dachte dabei wohl an die Sportschule Oberhaching o.ä...

 

Oskar beriet sich mit den türkischen Mitspielern und organisierte kurzerhand ein Trainingslager in Belek in der Türkei. Zu diesem Highlight im" Selge Park" meldeten sich mehr als 20 Spieler der 1. und 2. Mannschaft an. Als FVO- Manager Oskar mit dem Hotel-Manager die Trainingszeiten absprechen wollte, meinte dieser: "Haben nix Fußballplatz, müssen Sie Fußball spielen am Strand oder Wiese". Dank Rasit Taspinar und Recep Dalgülge, die zusammen mit Oskar beim Nachbarhotel um Hilfe baten, konnte wenigstens ein Kleinfeld organisiert werden. Trainer Fritz Strobl hatte mit seinen Jungs den Platz siebenmal zur Verfügung. Auch ein Testspiel gegen die Hotelmannschaft wurde gewonnen. Doch als der Hotelmanager zum Rückspiel mit einem Revolver erschien, stand der Sieger im zweiten Spiel schon vor Spielbeginn fest.

 

Ohne Erfahrungen bezüglich Türkeiaufenthalt machten wir auch einen kostenlosen Tagesausflug nach Antalya mit. Wir konnten doch nicht ahnen, dass wir je zwei Stunden in einer Schmuck-, Leder- und Teppichfabrik verbringen mussten. Wir wunderten uns lediglich, warum unsere türkischen Fußballer nicht mitfahren wollten. Wir hatten also bei diesem Ausflug wenig zu lachen, bis auf den Auftritt von Michael Schmidt bei der Leder-Modenschau.

 

Sportlich betrachtet war das Trainingslager jedoch ein voller Erfolg, und am Saisonende stiegen wir in die Kreisklasse auf.

 

In der nächsten Winterpause war auch Oskar schlauer geworden. Er buchte für das Trainingslager das Hotel "Letonia", mit Fußballplatz, aber nur Halbpension. So entstanden die legendären Zimmerparty's mit zuvor in Belek gekauftem "Efes Bier in Dosen. Diese Buchung war ein voller Erfolg, durften doch unsere Jungs Tisch an Tisch mit den finnischen Erstligisten von Jokerit Helsinki mit deren Trainer Pasi Rautiainen dinieren. Erwähnenswert ist außerdem, dass Markus Hüttinger vom VfL Treuchtlingen als Gastspieler und "Maserati" aus Dittenheim als Masseur mit von der Partie waren. Eine klassische Übersetzung von Rasit Taspinar klingt heute noch in den Ohren: "Lamm ruhig bleiben" mit Hannibal Lecter. Natürlich wurde auf den kostenlosen Trip nach Antalya verzichtet. Stattdessen mieteten wir uns einen eigenen Bus an und mussten die lästigen Verkaufsgespräche nicht über uns ergehen lassen. Außerdem gönnten wir uns

 

diesmal eine Masseurin, die sich ausschließlich um die Spieler kümmerte. Held dieses Ausfluges war Jim Knopf" der sich zwischen jeder Trainingseinheit ins Bett legte. O-Ton von Hannes Bösl:" Der hat gerade mal den Hintern im Bett, da schläft schon der Kopf'. Im Training und bei der Happy- hour war er aber hellwach.

 

Ende Januar 2000 fand schließlich das nächste Trainingslager im Hotel "Belconti" statt. Ohne Trainer angereist, übernahmen der mittlerweile für uns spielende Markus Hüttinger und Christian Rucker das Training. Das bis dahin beste Hotel unserer Türkeiaufenthalte überzeugte uns in allen Belangen. Schade, dass dieses Mal zu wenig Spieler dabei waren. Dennoch war auch dieses Trainingslager sportlich und kameradschaftlich gesehen ein voller Erfolg. Außerdem hatten wir zum ersten Mal ein Hotel gebucht, von dem aus wir nur zehn Minuten Fußweg nach Belek hatten. Die "Antikbar" gewann somit für unsere Jungs immer mehr an Bedeutung.

 

"Antikbar" in Belek hat Kultstatus errungen

 

Im Februar 2001 übernahm erstmals Max Biedermann das Training in der Türkei. Untergebracht waren wir im Hotel "Merit Arcadia", einem sehr gutem Hotel mit herrlicher Anlage und einem Traum von Fußballplatz. Max Biedermann lieferte dabei seinen Spielern eine spektakuläre Einlage mit einem "Rivellino- Übersteiger. Nicht wie gewohnt auf dem Fußballplatz - nein - bei einer Taktikbesprechung auf seinem Zimmer im Bett! Für viele Fußballer des FVO war das Trainingslager natürlich keine Besonderheit mehr, aber immer wieder der Saisonhöhepunkt. Und Oskar, der gleich am Ankunftstag zur Antikbar ging, um die Bierpreise auszuhandeln, war mittlerweile bekannt wie ein "bunter Hund". Hund wurde den Nachwuchsspielern übrigens abends beim Besuch in der Antikbar aufgetischt. Er wurde von fast allen -zwar mit Skepsis - verspeist und war in Wirklichkeit Osmanisches Kebap mit Kalbfleisch.

 

Am 18. Februar 2002 - die Preise in der Türkei waren enorm angestiegen fuhren wir mit dem Kleinbus zum Trainingslager nach Porec/Kroatien ins Hotel "Pical". Schon bei der Anreise sorgte Oskar Strobl für einen Aufreger, als er einen Unfall mit einem slowenischen Polizeiauto verursachte. Vorheriger Dauerregen machte anschließend ein Training auf dem Rasen unmöglich. So mussten wir auf Kunstrasen trainieren, was manchem so richtig in den Knien schmerzte. Der Lacher des Trainingslagers war ein falsch verstandener Spruch eines Spielers zur Bedienung: "What's going on this evening...".

 

Trainingslagercoach Max Biedermann hatte seine Jungs jedoch sicher im Griff und hetzte sie täglich nicht nur auf dem Kunstrasen, sondern auch auf eine Anhöhe mit etwa 150 Stufen rauf und runter, rauf und runter, .... Und abends war dann wieder Budenzauber angesagt

 

Im folgenden Jahr musste das Trainingslager aufgrund mangelnder Nachfrage ausfallen, was Oskar jedoch anspornte fürs nächste Jahr früher mit der Organisation zu beginnen. Also flogen wir im Januar 2004 wieder in die Türkei, um die nötige Fitness für die Rückrunde zu bekommen. Aus Kostengründen wurde das Hotel "Marmara" gebucht. Max Biedermann leitete in gewohnt guter Manier das Training, und beim Markt in Antalya wurde Oskar Strobl von einem Einheimischen gefragt, ob er auch deutsch spreche?!? Alles klappte wunderbar, und dass sich zeitgleich Mannschaften wie Dynamo Kiew, Schachtjor Donezk oder andere Europapokal-Teilnehmer mit uns im Hotel befanden, war mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden.

 

Mitte Januar 2005 wurde in den Katalogen wieder das Hotel "Arcadia" günstiger angeboten und so fiel uns die Hotelwahl leichter. Leider war der Fußballplatz im Preis nicht mehr inbegriffen und wir trainierten auf dem wesentlich günstigeren, aber auch kleineren Platz im Nachbarhotel Bei Conti. Erstmals hatten wir aber All inklusive" gebucht. Am Anreisetag mussten wir leider feststellen, dass Fenerbace Istanbul am selben Tag abreisen würde. Ein paar Tage später entschädigte uns jedoch Gladbachs damaliger Amateurtrainer Horst Köppel mit Peter Wynhof, Max Eberl und dem Rest der Mannschaft. Vor allem Max Eberl war nicht nur auf und neben dem Spielfeld sehr locker, sondern auch beim nächtlichen Disco-Besuch.

 

Im diesjährigen Jubiläumsjahr wurden wir schließlich erstmals von einer anderen Mannschaft, wiederum ins Hotel"Arcadia", begleitet. Die Landesligamannschaft der Weißenburger Frauen vom DSC flog vom 14. bis 21. Februar 2006 mit in die Türkei. Spielerinnen und Spieler beider Mannschaften hatten sehr viel Spaß miteinander, wobei so viel trainiert wurde wie noch nie. Erstmals hatten wir mit Trainer Wilhelm Radmacher "Radi" und Max Biedermann zwei Trainer dabei. Radi leitete die Einheiten auf dem Platz, während Max bei den täglichen Laufeinheiten vorauslief. Zum Abschluss stand ein Freundschaftsspiel gegen den Süd-Landesligisten TSV Kottern auf dem Programm.

 

Positiv ist die Tatsache, dass jedes Jahr behauptet wird, dass es dieses Mal das beste Trainingslager war.

 


 

D' BIBERTREIBER UND DER FVO

 

In Obereichstätt wird wieder Theater gespielt. Zweimal jährlich, zum Starkbierfest und zur Hauskirchweih des FVO, kann man die Aufführungen der Theatergruppe "D' Bibertreiber" im "Platzl" verfolgen.

 

Es begann vor vier Jahren, als FVO- Vorsitzender Xaver Kleinhans seinen Ansprechpartner Elmar Haußner anregte, das bevorstehende Bockbierfest des FVO mit einer Theater-Einlage zu bereichern. Dann ging alles blitzschnell. Elmar Haußner konnte innerhalb kürzester Zeit Carmen Koderer, Alexandra Grzes, Hannes Bösl und Hans Meier als Schauspieler, sowie Renate Sutor als Souffleuse für das Projekt gewinnen. In nur zwei Wochen studierte das Ensemble den Einakter "Schlimpfinger auf Abwegen" ein und feierte damit am 23. März 2002 im "Platzl" Premiere. Das Stück kam so gut an, dass es gleich am nächsten Tag bei einer Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins im Kammerbauersaal erneut zur Aufführung kam.

 

Etwa ein halbes Jahr später agierten die "Bibertreiber", wie sich die Theaterleute von Anfang an nannten, anlässlich eines Seniorennachmittags noch einmal auf der Bühne des Obereichstätter Schützenvereins, die sich im Saal des "Obern" befand.

Als Heimat der Theatergruppe darf aber das Vereinsheim des FVO Am Platzl" bezeichnet werden. Die Akteure um Elmar Haußner, Hannes Bösl und Hans Meier haben es geschafft, trotz der beengten Gegebenheiten des "Platz'ls" eine kleine, aber feine Bühne herzustellen, die im Halbjahresrhythmus auf- bzw. abgebaut werden muss.

 

Dabei wurden und werden sie, wie auch die neu hinzugekommenen Mitglieder, Stefan Renn und Max Bösl, tatkräftig unterstützt von Ernst Meier, Bernhard Koderer und Helmut Hruschovsky. Die Bühne wurde qualitativ nach und nach verbessert. Sie bietet nun etwas mehr Platz. Seit kurzem ziert sie auch ein neuer Vorhang, der vom Ehepaar Kätzlmeier angefertigt wurde.

 

Auch personell gab es bei den "Bibertreibern" immer wieder Veränderungen. Bei der Veranstaltung im Oktober 2002 wirkte als Schauspieler Karl Renn jr. mit und führte gleichzeitig Regie. Nach seinem Ausscheiden im darauf folgenden Jahr übernahm Josef Lepschy die Funktion des Regisseurs. Als Schauspieler stießen peu a peu Stefan Renn, Maria Rußer, Peter Würzburger, Michaela Reimann, Max Bösl und Claudia Hruschovsky hinzu, wobei letztere Renate Sutor als Souffleuse ablöste. Peter verließ die Theatergruppe inzwischen wieder, da er die oft lang dauernde Probenarbeit nicht mit seinen beruflichen Aktivitäten vereinbaren konnte.

 

Einen Mangel an Theaterleuten kennen die "Bibertreiber' aber kaum. Immer wieder finden sich Interessierte, die auf der Bühne agieren wollen. Bei den jüngsten Aufführungen im März bzw. April diesen Jahres stellten Kevin und Manuel Grzes, sowie Simon Koderer unter Beweis, dass sie ihr schauspielerisches Talent von ihren Müttern Alexandra, respektive Carmen sozusagen geerbt haben.

 

Zu den Auftritten jeweils im Herbst brachten die Bibertreiber Lustspiele, wie: "Die Männerrevolution" ,"Verlobung in der Unterhosn"_ Der Hahn im Korb" und" Der Gocklstreit". Während zu den Bockbierfesten des FVO Sketche oder auch Stücke aus dem Bereich des Komödiantischen und Satirischen geboten wurden. Sämtliche Darbietungen der Theaterleute wurden mittels Kamera aufgezeichnet, deren Bedienung dankenswerterweise Josef Regnath, Roman Grzes und Konrad Koderer übernahmen.

 

Auch wenn das Lernen der Texte, das Einstudieren der einzelnen Stücke, sowie die Beschaffung und Herstellung der Requisiten einige Zeit und Mühe abverlangen, so macht es den Beteiligten doch Spaß, die Bretter, die die Welt bedeuten, zu betreten, den Leuten etwas Unterhaltung zu bieten und vielleicht einen Beitrag zu Obereichstätt's Kulturleben zu leisten.

 


 

WILDE KERLE IN FLOTTEN KISTEN

 

Über vier Jahre ist es nun her, dass der 1. Vorsitzende des FVO, Xaver Kleinhans, in Obereichstätt einen lang gehegten Wunsch in Erfüllung gehen lassen konnte. Ein Seifenkistenrennen! Schnell war ein Bauplan bzw. ein Prototyp von Randolf Hetzer gefunden, an dem sich die bauwilligen Väter ein Beispiel nehmen konnten. Die erste Euphorie mancher Väter, die dem ersten Treffen beiwohnten, verflog schnell, als es um die Teilebeschaffung und Umsetzung der Konstruktion ging.

 

Doch nichtsdestotrotz gelang es im ersten Jahrgleich das Rennen durchzuführen. Schnell wurde auch die geeignete Piste gefunden, auf der die Kisten ihre Ideallinie finden mussten. Gestartet wurde in verschiedenen Altersklassen und wer am weitesten kam, der hatte gewonnen. Im Laufe der Jahre konnte man auch einige Funmobile bewundern, die krachend und knatternd und unter der Hilfe der Anschieber auf der Strecke den Weg ins Tal fanden.

 

Einen riesigen Spaß hatten auch die vielen freiwilligen Helfer, die die Straße absperrten (Dank der Feuerwehr), die die Getränke organisierten, die die Weiten gemessen haben, und, und, und. Jedenfalls war es ein voller Erfolg und so fand das Rennen unter immer professionelleren Bedingungen statt. An den Kisten wurde im Laufe der Jahre gefeilt und geschraubt, was immer neue Bestweiten zuließ. Doch am Ende gab es immer nur Sieger, denn hier galt immer der Grundsatz: Dabei sein ist alles!

 

Das Schönste für die Teilnehmer waren immer wieder die vielen Zuschauer, die die Strecke säumten und danach am Dorfanger die Sieger feierten. Leider gab es nur wenig Nachwuchs in den letzten beiden Jahren, da es anscheinend an Fahrern, noch mehr aber an Konstrukteuren mangelt. Auch heuer wollen wir wieder im Rahmen des Ferienprogramms unser Seifenkistenrennen durchführen.

 

Teilnehmer Seifenkistenrennen 2005: Mitorganisatoren Tobias Heindl, Matthias Christill, Randolf Hetzer, Markus, Lisa und Christian Stadtmüller, Veronika Renn, Max Böswald, Lukas Schließer Lukas und Felix Wechsler, Beatrice Obermeier.

 

Organisatoren 2005 mit Fahrern: Johannes Kammerbauer, Stefan Renn, Tobias Heindl, Matthias Christill, Christoph Schillhuber, Jürgen Schließer Thomas Wechsler,  Randolf Hetzer, Markus, Lisa und Christian Stadtmüller, Veronika Renn, Max Böswald.

 


 

DIE SCHIEDSRICHTER IM VEREIN

 

Wenn man an die 70er Jahre zurückdenkt, war es keine Selbstverständlichkeit, dass ein Verein ausgebildete Schiedsrichter stellte. Vielmehr wollten sich nur wenige damit beschäftigen, denn dieses Amt war noch nie sehr begehrt. Wer kennt denn nicht die Tatsache, dass die Ursache für ein verlorenes Spiel grundsätzlich nicht an der eigenen schlechten Spielweise, sondern nur beim schlechten Schiedsrichter zu suchen ist.?

 

Diese Sichtweise ist jedoch verkehrt. Der Schiedsrichter ist nämlich der wichtigste Mann im Spielfeld. Ohne ihn könnten nicht Woche für Woche Tausende von Spielen stattfinden. Woher sollen diese Schiedsrichter kommen, wenn nicht aus den Vereinen selbst?

 

Der Verband hat deshalb festgelegt, dass ein Verein für jede seiner gemeldeten Herrenmannschaften und U 19-Junioren einen Schiedsrichter zu stellen hat. Bei Nichteinhaltung dieser Vorgabe ist eine Schiedsrichterausfallgebühr zu entrichten.

 

Um diese Gebühr zu umgehen, hat unser damaliger 1. Vorsitzender (und leider viel zu früh verstorbene) Andreas Kraus ein Zeichen gesetzt und als erster im Verein die Prüfung abgelegt.

 

Ihm folgten: 1987 Franz Wittmann, 1995 Helmut Heindl, 1996 Stefanie Biedermann, 2000 Markus Rein, 2001 Oskar Strobl, 2004 Simon Kräck, 2004 Ralf Reimann, 2004  Jürgen Wittmann.

 

Heute sind unsere Mannschaften vor allem im Juniorenbereich froh darüber, dass sie bei ihren Spielen auf einen geprüften Schiedsrichter zurückgreifen können.

 


 

TRAININGSLAGER MÄDCHEN IN ITALIEN

 

"Wer eine Reise macht, kann viel erzählen", so der Volksmund. Viel zu erzählen haben auch die 19 Mädchen des FV Obereichstätt, die ab Karfreitag eine Woche im Trainingslager in Verona verbrachten. Die Fußballerinnen der U-15 - und U-17 Mannschaften fuhren zur intensiven Vorbereitung auf die kommende Rückrunde zusammen mit dem FFC Wacker München mit zwei Bussen nach Italien. Insgesamt nahmen 81 Mädchen im Alter von neun bis 17 Jahren teil, die von 18 Trainern und Betreuern begleitet wurden.

 

Der Kontakt zwischen dem FV Obereichstätt und dem FFC Wacker München besteht seit 2002. Damals nahm die Eichstätterin Jana Helmschmidt an einem Auswahlturnier in Hamburg teil. Neben täglichen Trainingseinheiten standen auch gegenseitige Spiele der Mädchenmannschaft des FVO gegen die U-17, U-15 und U-13 auf dem Programm. Zudem nutzten die Mädchen in der sonnigen Woche die Chance, Verona mehrmals zu besuchen. Die Stadt von Romeo und Julia hinterließ mit seinem Kolosseum, den engen Gassen und dem original italienischem Eis einen bleibenden Eindruck. Den hinterließ auch die Pasta, die es jeden Tag als Vorspeise gab.

 

Das Hotel "Feriae Centraro" erwies sich überhaupt als Glücksgriff: Das Zwei Sterne-Hotel hätte sich sowohl für das Essen als auch für den geduldigen Umgang mit den Spielerinnen mindestens einen weiteren verdient. Die beiden Plätze vor dem Haus waren im bestem Zustand. Ferner gab es auf dem mit Gänseblümchen gespickten Gelände genügend Platz für weitere Aktivitäten wie Sonnenbaden, Kartenspielen oder Basketball.

 

Nach den vergangenen Konditionseinheiten im verschneiten Altmühltal wollte Trainer Markus Rein im Trainingslager vor allem technische Fertigkeiten verbessern: Schusstechnik, Kopfball, Flanken und Freistöße. Zudem wurden das Verhalten bei Eckbällen und Einwürfen, sowie das ballorientierte Verschieben trainiert. Lauftraining wurde für den FVO von Daniela Decker aus der Basketballregionalliga durchgeführt.

 

Gleich im ersten Spiel gegen die Bayernligamannschaft der U-17 des FFC Wacker gelang den Obereichstätterinnen der größte Erfolg. Mit blitzsauberen Kontern wurden die Angreiferinnen mehrmals in Szene gesetzt, jedoch nur Barbara Eichhorn konnte einen zur 1:0-Führung nutzen. Mit einem sehenswerten Freistoß aus 25 Meter gelang ihr das 2:0. Wacker München konnte seine spielerische Überlegenheit nicht in Torchancen ummünzen. Sicherlich bereitete die Umstellung auf eine Viererkette in der Verteidigung zusätzliche Schwierigkeiten. Die FVO Abwehr ließ kaum nennenswerte Einschussmöglichkeiten zu. Schon kurz nach dem Pausenpfiff hätte Angela Pfaller erhöhen können, nachdem sie sich glänzend bis in den Strafraum durchgetankt hatte. Die solide Leistung von Katharina Schneider und Christina Fichtner zentral defensiv vor der Abwehr wurde nach einem Eckstoß belohnt, als Fichtner zum 3:0 erhöhen konnte. Mit einem weiteren technisch anspruchsvollen Weitschuss stellte Eichhorn den 4:0-Endstand her.

 

Gegen die U-13 des FFC gewann der FVO mit 2:1, das ausgeglichene Spiel gegen die U-15 verlor man nach mangelnder Chancenverwertung mit 1:0. Im Abschlussspiel der Trainer gegen die U-17 Mannschaft gelang Sabine Zinsmeister mit einer Direktabnahme der 1 : 1 -Endstand.

 

Zwischen den Trainingseinheiten spielten sehr viele Mädchen sogar in der Freizeit Fußball und übten Tricks und Jonglieren. Sämtliche Verletzungen waren schon am Ende der Woche auskuriert. Spielleiter Robert Reimann bezeichnete die gemeinsame Woche als "vollen Erfolg, der die Mannschaft enger zusammenwachsen ließ". Mit großer Zuversicht starteten die teilnehmenden Teams nach einem gelungenen Trainingslager in die Rückrunde und werden dieses Ereignis im nächsten Jahr wohl wiederholen.

 

Trainingslager U15-1U17-Juniorinnen 2006 in Italien: Lisa Stark, Angela Pfaller, Andrea Naujokat, Andrea Mayer, Sabine Zinsmeister, Barbara Eichhorn, Bettina Sandner, Teresa Frühholz, Katharina Schneider, Christina Fichtner, Lisa Heitz, Johanna Rachinger,  Sabrina Baruti, Susanne Waitz, Saskia Naumilkat, Trainer Markus Rein, Sophie Bösi, Annette Rachinger, Theresa Fuchs, Jana Heimschmidt.

 


 

DAS EHRENAMT - GUT FÜR ALLE

 

Viele Vereine haben ihr sportliches Angebot in den vergangenen Jahren ausgeweitet und so zahlreiche Mitglieder gewonnen, so auch der FV Obereichstätt. Die Aufgaben für die Vorstandschaft und für die Übungsleiter sind dadurch stark gewachsen, aber zahlenmäßig hat sich wenig getan, das heißt, es sind zu wenig neue Mitarbeiter dazu gekommen. Wenn man heute Vereinsvorstände nach ihren Problemen frägt, so lautet oft die erste Antwort: Gewinnung neuer ehrenamtlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

 

Aber ohne unsere ehrenamtlichen Funktionäre, Spielleiter, Jugendleiter/-trainer, usw., wäre unsere Gemeinschaft ärmer und weniger menschlich. Ohne ihren Einsatz müssten wir alle auf Leistungen verzichten, die für uns längst selbstverständlich geworden sind. Denken sie z.B. an den Sport im Verein oder an Feuerwehr, etc. Ohne diese ehrenamtlichen Verdienste in der Vergangenheit und in den letzten Jahren wäre der FV Obereichstätt nicht da wo wir heute sind. Dies zu erhalten wird in den nächsten Jahren nicht einfach werden und erfordert weiter den unermüdlichen Einsatz von vielen.

 

Die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Helfer hat in den vergangenen Jahren die öffentliche Debatte um ehrenamtliches Engagement und Bürgerarbeit angefacht. Es entstanden vielfache Initiativen ausgehend vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), über Bayerischen Fußball-Verband (BFV) bis zur Gemeinde. Die DFB/ BFV- Aktion Ehrenamt hat es sich zum Ziel gesetzt, ehrenamtliches Engagement im Fußballsport zu fördern und die Vereine zu unterstützen. Nachfolgend ist die Resolution zum BFV- Verbandstag 1994 in München in Auszügen dargelegt.

 

Resolution Ehrenamt zum BFV- Verbandstag 1994 in München

 

Die Aufgaben unserer Vereine erschöpfen sich längst nicht mehr im sportlichen Bereich. Wir dürfen mit Recht sagen, dass die Fußballvereine eine unverzichtbare gesellschaftliche und erzieherische Kraft darstellen. Den Vereinen ist es gelungen, die großen Erziehungsdefizite, die durch die einseitige Konsumorientierung, durch den Verlust der sozialen, religiösen und individuellen Werte unserer Gesellschaft und das Schwinden der erzieherischen Einflüsse durch Kirche, Schule, und Familie entstanden sind, zumindest abzumildern.

 

Diesen Erfolg verdanken wir ausschließlich den vielen Tausenden von ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern in den Vereinen, die sich qualifiziert und engagiert um den Bestand ihres Vereins und um das Wohl seiner Mitglieder bemühen. Das Ehrenamt spart den Vereinen nicht nur unbezahlbare Kosten, sondern bereichert sie mit vielfältigen Qualifikationen, Ideen und Idealismus und ist die Garantie dafür, dass unser Vereinsleben lebendig bleibt. Keine andere Struktur kann das Ehrenamt sinnvoll ersetzen. (Quelle: BFV)

 

Es ging primär darum, das Image der ehrenamtlichen Tätigkeiten in den Vereinen wesentlich zu verbessern und um Gewinnung von weiteren ehrenamtlichen Helfern. Eine Vielzahl von Maßnahmen wurde ergriffen, wie z.B. die Schulung von ehrenamtlichen Mitarbeitern oder das Gütesiegel des BFV für seine Vereine, der "Silbernen Raute". Eine weitere Maßnahme war die Auszeichnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern von Vereinen, die sich in Führung, Betreuung oder persönlicher Unterstützung der Aktiven ihres Vereins im besonderen Maße hervorgetan und beispielhafte Leistungen im Zeitraum der letzten drei Jahre erbracht haben. Dabei wurde in der Beurteilung besonderer Wert auf die Aktivitäten im erzieherischen, sozialen und gesellschaftlichen Bereich gelegt. Diese Auszeichnung, der "Ehrenamtspreis" des BFV, feierte im Jahre 1996 beim Bayerischen Fußball-Verband seine Premiere.

 

Der FV Obereichstätt hat 1998 H. Xaver Kleinhans für diesen Ehrenamtspreis wegen seiner herausragenden Dienste beim FVO vorgeschlagen. Der für den Kreis Jura zuständige Ehrenamtsbeauftragte Herr Dieter Habermann hat Herrn Xaver Kleinhans als Kreissieger benannt. Der feierliche Festakt hat am Samstag, 7. November 1998, im Sparkassensaal der Kreissparkasse Ebersberg stattgefunden. Darüber wurden aus den insgesamt 29 Kreissiegern 14 bayerische Preisträger zur Aufnahme in den Ehrenamtsclub des DFB 1999 ermittelt. Unter diesen war auch Herr Xaver Kleinhans. Festredner war Herr Karl-Heinz Wildmoser, damaliger Präsident des TSV 1860 München.

 

Im Jahre 2001 wurde vom FV Obereichstätt Frau Beatrice Schillhuber für den Ehrenamtspreis vorgeschlagen. Beim feierlichen Festakt in Erding wurde Frau Beatrice Schillhuber zum 2. Ehrenamtspreisträger 2001 des BFV gekürt. Als Festredner fungierte Uli Hoeneß vom FC Bayern München. Anbei das Portrait von Beatrice Schillhuber, ("Auszug Bayernsport, Ausgabe Nr. 49; 4.12.2001).

 

2. Platz: Beatrice Schillhuber (FV Obereichstätt)

 

"Mädchen für alles" ist beim FV Obereichstätt (Kreis Jura) die Jugendleiterin Beatrice Schillhuber, die den zweiten Platz belegte und damit 3000 Mark zur persönlichen Verwendung bekommt. Beatrice Schillhuber ist vor allem im Bereich unseres jüngsten Fußballnachwuchses tätig und betreut im wahrsten Sinne des Wortes zurzeit 33 Kinder. Dabei organisiert sie mit Liebe und Geschick alles von Pokalturnieren, Saisonabschlussfeiern, Bootsfahrten, Spielnachmittag - und bald wieder den Nikolausbesuch. Sie geht in ihrer Aufgabe voll und ganz auf, hat dazu den Übungsleiterschein erworben und sich in der türkischen Sprache Grundkenntnisse erworben, betreut mit einigen anderen zusammen die Vereinsgaststätte, war Mitinitiatiorin zur Gründung eines Frauenteams und leitet die Jugend- Theatergruppe. In allen Ecken des Vereins ist sie zuhause und hilft bei den Reinigungsarbeiten im Vereinsheim genauso wie beim Waschen der Trikots. Beatrice Schillhuber ist eine Fußballmutter im wahrsten Sinne des Wortes - schließlich sind auch ihr Ehemann, die beiden Töchter und die beiden Söhne im Verein aktiv.

 

Herr Robert Reimann wurde 2005 vom FV Obereichstätt für den Ehrenamtspreis eingereicht. Beim Ehrenamtsabend 2005 des Kreises Jura in Georgensgmünd wurde er für seinen vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz geehrt, wie z.B.: Kassier FVO (seit 1994) und -Förderverein, SL der Damen und Juniorinnen, Manager der Vereinsgaststätte" Am Platzl, Photovoltaikanlage (16 KW) am Sportheim, Sportplatzpflegemaßnahmen, usw., usw.

 

Silberne Raute

 

Ausgezeichnet werden mit der "Silbernen Raute" die Klubs, die in der überfachlichen Vereinsarbeit ausgezeichnete Leistungen in den vier Bereichen Jugend, Ehrenamt